Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft

Globler Soll-Zustand / Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Direkte Demokratie + Hebelregister –> Ausgewogenes Machtverhältnis zw. Wirtschaft und Politik –> Gemeinwohl ist die Gesellschaftsmaxime

Globale Formel, um die neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft (Raubtierkapitalismus) weltweit zu bändigen: Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft

Globaler Soll-Zustand / Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Globale direkte Demokratie + Globales Hebelregister

These, aus der diese zukunftsweisende Formel resultiert: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist, und das, was auch für die Gruppe bzw. Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

Globale direkte Demokratie: Schützt das globale Gemeinwohl vor Scheindemokratien und Autokratien und schafft langfristig Gesetze, die dem Willen des globalen Souveräns entsprechen.

Globales Hebelregister: Schützt das globale Gemeinwohl vor der Plutokratie und schafft globale Mindeststandards wie z.B. Mindestlohn, gerechte Steuerabgaben für alle Unternehmen, Menschenrechte etc.

Neues globales System – Erklärung der Formel in einem Satz: Die wesentliche Triebfeder des Kapitalismus behält man am besten bei, da es aus heutiger Sicht nicht realistisch wäre, das zu ändern, und damit vor allem Unternehmer angetrieben bleiben, innovative Produkte und Dienstleistungen weiterhin zu schaffen, um in weiterer Folge möglichst viel Profit zu machen (Kapitalismus), Politiker würden in Zusammenarbeit mit dem Souverän und Wissenschaftlern im UNO-Parlament und in möglichst allen 206 Staaten unter dem Deckmantel der Subsidiarität Gesetze beschließen, die langfristig das globale Gemeinwohl schützen (Globale direkte Demokratie) und durch das Hebelregister würden globale universelle gemeinwohlfördernde Gesetze und somit klare globale Grenzen und Mindeststandards wie z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Steuerabgaben etc. für Staaten, Unternehmen und vor allem für Konzerne entstehen (Globales Hebelregister).

Die einzelnen Bestandteile der Formel nochmals einzeln für sich:

1) Kapitalismus –> Treibende Kraft für Innovation bei Wirtschaftstreibenden

Durch das Beibehalten des Kapitalismus bleibt das Streben der Unternehmen, bestmögliche Produkte oder Dienstleistungen zu produzieren und dauerhaft zu optimieren, um konkurrenzfähig zu sein und möglichst viel Profit zu machen.

2) Globale direkte Demokratie (Neue Zusammensetzung im Parlament) –> Schutzfunktion vor den aktuellen Politikern, vor allem die in Führungspositionen sind, die den Wirtschaftstreibenden, aber nicht dem Souverän und Gemeinwohlwohl dienen wollen

Parlament (UNO, IWF, Weltbank, WTO, G7, G13, G20, Einzelnen Staaten) = Politiker + Kontrollinstanz durch den Souverän + Kontrollinstanz durch Wissenschaftler

Prozentuelle Aufteilung müsste man demokratisch festlegen, sollte aber meines Erachtens mit folgendem Model starten: Politiker (80%) + Souverän (10%) + Wissenschaftler (10%)

3) Globales Hebelregister à Schutzfunktion vor der Profitgier der Wirtschaftstreibenden, vor allem Konzernen

17 globale Hebel, die bei weltweiter Umsetzung in allen 206 Staaten langfristig eine Harmonisierung des Gemeinwohls zur Folge hätten und den Raubtierkapitalismus abschaffen würden.

Neues globales System: Politik + Wirtschaft + Gesellschaft neu erdenken

Politiker können nicht mehr als Diktatoren fungieren oder sich alle vier bis fünf Jahre demokratisch wählen lassen und dann ohne wesentliche Einflussname des Souveräns regieren. So müssen Politiker eine ganze Legislaturperiode Überzeugungsarbeit auf hohem Niveau leisten, und durch die Zusammenarbeit mit dem Souverän und Wissenschaftler kommen langfristig die besten Lösungen und Gesetze zustande.

Es werden im globalen kapitalistischen System entsprechende Hebel gezogen (die später im Detail beschrieben werden), die dem freien Markt und dem Prinzip Angebot und Nachfrage Grenzen diktieren und dem Kapitalismus langfristig die Giftzähne ziehen würden, z.B. menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse, Steuerflucht, billige Umweltverschmutzung, Billiglohnländer etc. Dies leitet über in ein System, das immer mehr globale Regeln aufbaut, das vorweg das weltweite Gemeinwohl stärkt, aber auch den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen weiterhin gewährleistet, einen fairen globalen Wettbewerb befördert und es ermöglicht, dass einzelne Personen, Familien, Firmen weiterhin reich werden können bzw. bleiben.

Entscheidend ist, dass global die Mindeststandards angehoben werden, sodass möglichst viele Menschen in Würde leben können. Damit das gewährleistet wird, bedarf es einer Umverteilung, was aber nicht heißt, dass es in der Zukunft nicht weiterhin reiche Menschen geben wird. Das langfristige Ziel für alle soll sein, dass die Schere zwischen Arm und Reich global kleiner wird und eine möglichst starke Mittelschicht entsteht, aber gleichzeitig Individuen angetrieben bleiben, innovative Firmen zu betreiben bzw. zu gründen und die Chance haben, sich durch ihr Streben von der Mittelschicht abzuheben.

Das Wesentliche bei dieser Form der Marktwirtschaft ist, dass alle Kapitalismusanhänger den Kapitalismus behalten dürfen, mit der Änderung, dass man entsprechende Grenzen und Mindeststandards aufzeigt, die global Gültigkeit haben.

So wird auch die Frage beantwortet, wo Gerechtigkeit beginnt: Wenn ein System geschaffen wird, wo gewährleistet ist, dass jedem Menschen die nötigen Mindeststandards nicht verwehrt werden, wie z.B. finanziellen Mittel um den täglich benötigten Warenkorb bedienen zu können (Wohnen, Essen, Trinken,…), gesundheitliche Versorgung, Schulbildung etc. Sobald ein System global diese Mindeststandards garantiert, dann ist es auch im Umkehrschluss in Ordnung, wenn ein System Millionäre und Milliardäre hervorbringt.

Ist es zukunftsweisend, wenn man in einer globalen Formel erneut den Kapitalismusbegriff verwendet?

Realistische Systemoptimierung: Ich bin der festen Überzeugung, dass uns der Kapitalismus noch lange Zeit begleiten wird und es weltfremd ist, wenn man denkt, dass sich dieses System so schnell verabschieden wird. Daher versuche ich diesen Umstand anzuerkennen, den Kapitalismus als führende globale Gesellschafts- und Wirtschaftsform in meinen Überlegungen beizubehalten und die wesentlichen realistischen Transformationsmöglichkeiten der wesentlichen globalen systemimmanenten Parameter zu erörtern, damit man aus dem Kapitalismus global das Optimum herausholen kann.