Hebel 6 / Globaler Sozialstaat: Soziales Auffangbecken laut Bedürfnispyramide nach Maslow 

Durch die entsprechenden Mehreinnahmen durch ein globales Steuersystem, hätten Staaten nach und nach global endlich die finanziellen Möglichkeit ihre soziale Verantwortung wahrzunehmen und vor allem den Armen und schwachen Teil der globalen Bevölkerung endlich den Rücken zu stärken und Grundbedingungen zu schaffen, die ein menschenwürdiges Dasein für möglichst viele Menschen gewährt.

1) Soziales globales Auffangbecken laut Bedürfnispyramide nach Maslow:

Bedürfnispyramide Nach Maslow

Quelle der Grafik: https://axel-schroeder.de/was-ist-die-beduerfnispyramide-bedeutung-fuer-kunden-und-mitarbeiter/

  • »Physiologische Bedürfnisse: Die Basis der Bedürfnispyramide stellt Grundbedürfnisse des Menschen wie Essen, Trinken, Schlafen usw. dar
  • Sicherheitsbedürfnisse: Diese Gruppe der Bedürfnisse repräsentiert den Schutz vor Gefahr und den Drang nach Sicherheit. Als Bespiele sind Bedrohungen wie Krankheiten anzuführen oder die Sicherheit des Arbeitsplatzes.
  • Soziale Bedürfnisse: Der Wunsch nach zwischenmenschlichen Kontakten und das Gefühl der Zugehörigkeit sind den sozialen Bedürfnissen zuzuordnen.
  • Individualbedürfnisse: Auch Ich- Bedürfnisse genannt, hier setzt die Theorie beim Drang des Menschen nach Ansehen Prestige, Freiheit, Stärke Erfolg und Wertschätzung an.
  • Selbstverwirklichung: Dieses Bedürfnis ist sehr individuell und variiert von Mensch zu Mensch. Diese oberste Stufe der Maslowschen Bedürfnispyramide stellt ein theoretisches Konstrukt dar, bei dem der Mensch nach Selbstverwirklichung in allen Bereichen des Lebens strebt. Maslow beschreibt die Stufe als Ausschöpfung des eigenen Potenzials.

Tatsächlich gibt es von Maslow noch eine sechste Stufe: die der Transzendenz. Darunter versteht man das Bestreben nach Höherem, eine Aufgabe für die Gesellschaft wahrnehmen bzw.  soziale Gerechtigkeit ausüben.

Die Bedürfnisebenen werden in der Maslow-Theorie in zwei Bereiche unterteilt. Zum einen die Defizitbedürfnisse und zum anderen die Wachstumsbedürfnisse. Zu den Defizitbedürfnissen zählen die unteren drei Bedürfnisebenen der Pyramide, die physiologischen, die Sicherheits- und die sozialen Bedürfnisse. Als Wachstumsbedürfnisse bezeichnet man die Individualbedürfnisse und die Selbstverwirklichung.

Die Grundlage dieser Motivationstheorie besagt, dass zuerst die Defizitbedürfnisse befriedigt werden müssen. Sind also die physiologischen Bedürfnisse gestillt, strebt der Mensch nach der Erfüllung der Sicherheitsbedürfnisse. Der Befriedigung der Sicherheitsbedürfnisse folgt die Verfolgung der sozialen Bedürfnisse. Werden Defizitbedürfnisse nicht befriedigt, können psychische oder physische Störungen auftreten.«40

2) Absolute Grundbedürfnisse müssen von jedem Staat weltweit Grundbedingung sein – Wohnen, Essen, Trinken:

»Hunger wird auf dieser Welt keinen Platz mehr haben, wenn wir unsere wertvollen Böden, die Wasservorkommen, und Artenvielfall auf nachhaltige und gerechte Weise nutzen. Hunger und Armut sind Produkte von Ungerechtigkeit und unverhältnismäßiger Ausbeutung. Wie Gandhi sagte, hat der Planet „genug, um jedermanns Bedürfnisse zu stillen, aber nicht genug, um die Gier einiger weniger zu befriedigen“.«1

Jeder Staat sollte ein soziales Auffangbecken für Menschen haben, die finanzielle, gesundheitliche, berufliche Probleme haben. Es muss gewährleistet sein, dass Menschen die im eigenen Land in Not sind, einen Schlafplatz haben, am besten eine eigene Wohnung oder Wohngemeinschaft, genug zu Essen und Trinken haben und die Möglichkeit besteht, dass diese Menschen Hilfe angeboten bekommen, dass Sie Ihr Leben wieder in geordnete Bahnen bringen und nicht ins Bodenlose rutschen. Zusätzlich sollte man diesen Menschen im Sinne der 4 industriellen Revolution, der Digitalisierung, ein Iphone + Laptop + Internetzugang zur Verfügung stellen, da Sie online die Möglichkeit dann haben, entsprechend Dinge zu recherchieren und man Sie mit den Zukunftsmedien unserer Zeit somit vertraut macht. Wenn Staaten für die Schwächsten diese Basis (Wohnen, trinken, essen) nicht liefern, wird das in Summe auf lange Sicht immer ihr Nachteil sein. Tatsache ist, es kann jeden von uns passieren, dass man in eine Notlage kommt. Der Staat muss ein Sicherheitsnetz bieten, dass man im Notfall nutzen kann.

Sieht man sich aber den Sachverhalt global an, muss man aber leider feststellen, dass bei einer Vielzahl an Menschen diese Grundbedürfnisse nicht gedeckt sind, was auch zur Folge hat, dass sich diese Bevölkerungsschicht niemals weiterentwickeln kann. Stellen Sie sich diesen Umstand für sich selbst nur eine Sekunde vor. Es ist als wäre man dauerhaft benebelt, als wäre man dauerhaft krank, denn wenn diese Bedürfnisse wie eine Wohnung (sicherer Schafpatz), Essen und Trinken nicht gedeckt sind, ist es so gut wie nicht möglich, sich selbst zu einem besseren Leben zu verhelfen.

Globalen Fakten:

– »Laut UN-Programm Habitat verfügen 1,1 Mrd. Menschen in städtischen Gebieten über keine angemessene Unterkunft; die Zahl der Betroffenen dürfte bis 2025 auf 1,6 Mrd. steigen. Mindestens 100 Mio. Menschen sind praktisch obdachlos. In Europa sind jedes Jahr vier Millionen vorübergehend von Obdachlosigkeit betroffen, in den USA 3,5 Millionen.«2

– »Jeden Tag sterben 100.000 Menschen an Hunger oder an den unmittelbaren Folgen«3

– »Alle 3,6 Sekunden verhungert ein Mensch; die große Mehrzahl sind Kinder unter 5 Jahren.«4 »Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind.«45 »30.000 Kinder sterben täglich an Hunger, den Folgen schmutzigen Wassers und vermeidbaren Krankheiten.«46

– »Letztes Jahr waren 842 Millionen Menschen schwerstens, permanent unter ernährt gewesen.«47

– »Jede Minute stirbt ein Kind durch verunreinigtes Wasser.«48 »Von den 2,1 Milliarden Menschen, die kein sicheres Trinkwasser haben, haben 844 Millionen nicht einmal Zugang zu elementarer Wasserversorgung.«49 »8 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Wassermangel und -verschmutzung, darunter 1,6 Millionen Kinder.«50 »Um 300% wird der globale Süßwasserverbrauch in den nächsten 30 Jahren steigen.«51

»Menschen sterben nicht durch fehlendes Einkommen. Sie sterben durch fehlenden Zugang zu Ressourcen.“ 52«

Jeder Staat dieser Welt muss der Verpflichtung nachkommen, diesem Problem dauerhaft Herr zu werden, ansonsten ist die Regierung nicht Ihrer Bevölkerung tatsächlich verpflichtet und folgt anderen Interessen, aber nicht denen Ihrer Bürger.

Finanzierung und konkrete Umsetzung weltweit: Teile der Entwicklungshilfegelder und Teile der Mehreinnahmen durch das neu vorgeschlagene Steuersystem würden die wesentliche Infrastruktur, Produkte und Dienstleistungen finanzieren, die für die Grundbedürfnisse wie Schlafen, Essen und Trinken notwendig sind. Diese Projekte können natürlich an Firmen vergeben werden, sollen aber Eigentum des Staates sein. Diese Mindeststandards sollten kostenschonend verwirklicht werden, aber letztendlich keinen Profitdenken unterliegen. Der Staat hat am Ende des Tages die entsprechende Kontrolle und garantiert damit ein menschenwürdiges Leben für Menschen, die aus welchem Grund auch immer, ihr Auskommen nicht selbst bewältigen können oder in einer vorübergehenden Notlage stecken.

a) Bau von mietfreien + leistbaren Wohnungen für die ärmste Bevölkerungsschicht (mit entsprechenden Mindeststandards)

Der Teil der Bevölkerung die keine Wohnung haben, sollen so die Grundlage für ein menschenwürdiges Leben erhalten. Es sollte möglichst jede Wohnung einem Laptop, Internet Zugang und I-Phone ausgestattet werden, da dies für die Neuorientierung eines Individuums oder Familie sehr hilfreich sein kann. Diese Wohnungen sollten vor allem die ersten Monate bei Neubezug einer Person oder Familie durch Sozialarbeiter betreut werden. Neben diesem Mindeststandard ist es enorm wichtig, dass global leistbarer Mietwohnungen in ausreichenden Masse vorhanden sind, wenn nötig durch entsprechende Mietpreisregulierungen je Staat, indem man Mietobergrenzen pro m2 entsprechenden dem Bundesland, Stadt gesetzlich verhängt. Langfristig sollten auch vom jeweiligen Staat die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass die Möglichkeit besteht, eine Eigentumswohnung oder Haus zu erwerben.

b) Ausbau der Landwirtschaft für Grundnahrungsmittel + Notfallstellen wo Grundnahrungsmittel für bedürftige ausgegeben werden

»Hier sind 5 Wege, wie wir einer Lösung des Problems nahekommen können:

1.) Bessere Landwirtschaft
 
Es helfen auch kleine Schritte, um gegen den Welthunger zu kämpfen: Wenn die Bauern aus Entwicklungsländern vor Ort direkt unterstützt werden, kann das einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Welthunger leisten.
 
Wie bestelle ich meine Felder optimal? Wie verkaufe ich meine Produkte? Das Projekt Food & Cash for Work des WFP setzt genau hier an: Es bietet Bildungsprogramme für Bauern aus armen Regionen an. Sie erlernen wichtige Fähigkeiten, um sich selbst zu versorgen und den Anbau von Lebensmitteln zu optimieren.
 
Eine Erfolgsgeschichte des Programms Food & Cash for Work stammt aus Nepal. Die 23-jährige Dhaulidevi Bohara kommt aus einer Bergregion, in der es wenig Essen gibt. Das Projekt ermöglichte es ihr, die Fertigkeiten eines Bauarbeiters zu erlernen und selbst Geld zu verdienen. Mit dem Verdienst kann sie nun ihre Familie miternähren.
 
2.) Demokratische Politik
 
Bürger, die in undemokratischen und korrupten Ländern leben, leiden mit einer größeren Wahrscheinlichkeit an Hunger als Menschen, die in Demokratien leben. Denn diese Regierungen investieren tendenziell weniger Geld in Landwirtschaft und Bildung.
 
Internationale Organisationen können deswegen einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den Welthunger leisten. Denn sie setzen sich in betroffenen Ländern gegen Korruption und für demokratische Reformen ein.
 
Erfolge erzielte beispielsweise Angola. Die Regierung investierte verstärkt Gelder in landwirtschaftliche Projekte und Schulprogramme. Diese politischen Initiativen der Regierung konnten das Ranking Angolas im Welthungerindex deutlich verbessern. Das bestätigt ein Bericht der Welthungerhilfe aus dem Jahr 2012.
 
3.) Essen in Schulen
 
An Hunger leiden insbesondere Kinder. Zum einen können Eltern aus armen Verhältnissen sie nicht ausreichend ernähren. Zum anderen gibt es in Schulen der betroffenen Entwicklungsländer nur selten Kantinen.
 
Schulspeisungsprogramme können helfen, Kinder regelmäßig mit lebenswichtiger Nahrung zu versorgen. Denn nur so können sie sich optimal konzentrieren und lernen. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen stellt deshalb pro Jahr über 20 Millionen Kindern in Entwicklungsländer Schulmahlzeiten zur Verfügung. Um weitere Erfolge zu erzielen, hat die UNO kürzlich die App “ShareTheMeal” ins Leben gerufen. Mit nur zwei Klicks auf dem Smartphone kann der Nutzer ein Kind für nur 40 Cent einen ganzen Tag ernähren. Mit Erfolg: Bereits während der Testphase haben sich über 13.000 Menschen angemeldet und eine Mahlzeit für hungernde Kinder gespendet.
 
4.) Bewusster Konsum
 
Fleisch ist der Lebensmittelverschwender Nummer eins. Denn um Fleisch zu produzieren, werden Anbauflächen für Futtermittel vergeudet. Dabei nutzen die westlichen Industriestaaten auch Äcker in Entwicklungsländern. Dort könnten stattdessen Nahrungsmittel für Menschen angebaut werden.
 
Ein Bericht der Gesundheitsorganisation “Compassion in World Farming” bestätigt, dass „Getreide, das dazu genutzt werden könnte, die Hungernden zu ernähren, verwendet wird, um Tiere zu mästen. Um ein Kilogramm Fleisch zu produzieren, werden bis zu 16 Kilogramm Getreide benötigt.“
 
Würden wir nur zehn Prozent weniger Fleisch produzieren, würden wir so viel Getreide einsparen, um 60 Millionen weitere Menschen zu ernähren. Das erklärt der Harvard-Ernährungswissenschaftler Jean Mayer auf dem Portal “Vebu”. Im Kampf gegen den Welthunger ist also auch jeder Einzelne gefragt. Auch die Bereitschaft, die eigenen Gewohnheiten zu überdenken und weniger Fleisch zu essen kann dabei helfen, den Hunger von Millionen Menschen zu stillen.
 
5.) Weniger Nahrungsmittel im Müll
 
Über 40 Prozent der Nahrungsmittel in den ärmsten Ländern der Welt gehen zwischen Ernte und Handel verloren. Das liegt daran, dass Lebensmittel oft nicht sinnvoll gelagert, gekühlt und transportiert werden. Diese Zahl hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft veröffentlicht.
 
Aber auch unser Verhalten trägt dazu bei, dass der Welthunger weiter anhält: Jedes achte Lebensmittel, das wir kaufen, werfen wir weg. Die Kampagne “Zu gut für die Tonne” des Bundesernährungsministeriums kämpft mit zahlreichen Initiativen gegen die Verschwendung an.
 
Die App “Beste Reste” gibt Verbrauchern Tipps, wie sie optimal einkaufen und Essensreste sinnvoll verwerten. Mit großem Erfolg: Seit dem Start 2012 wurde die App von über einer halben Million Menschen heruntergeladen. Wir alle sind gefragt: Denn wenn diese Verluste reduziert würden, könnte die Weltbevölkerung gerechter ernährt werden.«53

c) Ausbau der Wasserversorgung + Notfallstellen wo sauberes Trinkwasser für bedürftige ausgegeben wird

Verbesserte Abwasserbehandlung, mehr Wasserwiederverwendung und die Rückgewinnung nützlicher Nebenprodukte tragen zur Vermeidung von übermäßiger Wasserentnahme und zu Ressourceneinsparungen in Produktions- und Wirtschaftsaktivitäten bei und ebnen so den Weg hin zu einer Kreislaufwirtschaft.

»Menschheit und Natur sollen auch in Zukunft über ausreichend sauberes Wasser verfügen – es zählt daher jeder Tropfen. Nur die Umsetzung umfassender Konzepte nachhaltiger Wassernutzung ist geeignet, die globalen, nationalen und regionalen Wasserprobleme zu lösen. Parallel zum sparsamen Umgang mit dem Wasser gilt es, die Schädigungen durch Schadstoffe aller Art auf ein Minimum zu reduzieren und die Verursacher für die entstehenden Kosten zur Reinigung von Grundwasser, Feuchtgebieten und anderen Gewässern heranzuziehen.

Gerade beim sorgsamen Umgang mit der Lebensgrundlage Wasser können sich die Initiativen einzelner Bürgerinnen und Bürger, Kommunen, Unternehmen und Regierungen ergänzen. Individuelle Bemühungen zum Wassersparen und zur Verminderung der Belastung des Wassers mit Schadstoffen (etwa durch Ökowaschmittel) bleiben der berühmte Tropfen auf den heißen Stein, wenn nicht gleichzeitig umfassende politische und wirtschaftliche Konzepte zum sorgsamen Umgang mit dem Wasser verwirklicht werden. Umgekehrt bedarf die Durchsetzung einer nachhaltigen nationalen Wasserpolitik auch des überzeugenden persönlichen Umgangs mit der knappen Ressource. Es kommt auf jede Initiative zum sorgsamen Umgang mit der Lebensgrundlage Wasser an – von der Spartaste an der Toilettenspülung über den Schutz großer grenzüberschreitender Flusseinzugsgebiete bis hin zur Erhöhung der Wassereffizienz in der Wirtschaft.

Nachhaltige Wassernutzung

1) Landwirtschaftlicher Wasserverbrauch

Etwa 70 Prozent der menschlichen Wassernutzung (ohne Berücksichtigung von Kühlwasser) entfallen auf die Landwirtschaft, in vielen Entwicklungsländern ist der Anteil noch deutlich höher. Dennoch werden in der Landwirtschaftspolitik die Fragen der Verfügbarkeit von Wasser häufig zu wenig berücksichtigt. Es ist aus ökologischer Sicht unsinnig, in Wüstenstaaten wie Libyen und Saudi-Arabien unter hohem Wassereinsatz Weizen anzubauen (was erfreulicherweise die saudische Regierung inzwischen eingesehen hat). Meist werden hierfür fossile Grundwasservorräte geplündert, die unter gänzlich anderen klimatischen Bedingungen entstanden sind und sich angesichts gegenwärtiger minimaler Niederschläge nicht erneuern. Das Wasser, das heute Weizen oder Zitrusfrüchte wachsen lässt, geht dem Land für immer verloren. Die Motorpumpe ist für viele Wasservorräte in Wüstenstaaten das, was die Motorsäge für Regenwälder in den Tropen ist: Sie ermöglicht eine rücksichtslose Zerstörung knapper natürlicher Ressourcen. 

Besonders erschreckend ist die Situation am Aralsee in Zentralasien. Die verschwenderische Bewässerung riesiger Baumwollfelder begann bereits in den 1950er Jahren zu Zeiten der Sowjetunion. Auch heute wird noch so viel Wasser aus den beiden Zuflüssen Amu Darja und Syr Darja auf die Felder geleitet, dass kaum noch Flusswasser in den See strömt, der durch Verdunstung aber ständig große Mengen Wasser verliert. Die Folge ist, dass der einst viertgrößte Binnensee der Welt auf etwa ein Zehntel seiner Fläche geschrumpft ist, verteilt auf mehrere Restflächen. Der einzige Lichtblick ist, dass Kasachstan im nördlichen Seegebiet mit Unterstützung der Weltbank einen Damm errichtet hat und nun so viel Wasser aufstaut, dass wieder eine etwas größere Seefläche entsteht. 

Durch effiziente Bewässerungstechniken sind beträchtliche Einsparungen möglich. Vor allem die Tröpfchenbewässerung, bei der leicht poröse, dünne Schläuche das Wasser direkt zu den Wurzeln der Pflanzen leiten, hat sich bewährt. Diese Bewässerungsmethode hat auch den Vorteil, dass die Felder nicht versalzen, wie es bei einer flächendeckenden Überflutung der Felder rasch passiert. Neben der Menge ist es wichtig, in welchem Zustand das verwendete Wasser in das Grundwasser oder Oberflächengewässer abgegeben wird, vor allem, ob die Nitrat- und Pestizidrückstände hoch sind. Auch gilt es, Alternativen zur Nutzung des knappen Grund- und Flusswassers sowie des teuren Wassers aus Meerwasserentsalzungsanlagen zu finden. Unter anderem auf der arabischen Halbinsel gibt es Erfolg versprechende Ansätze dafür, gründlich gereinigtes Brauchwasser für Bewässerungszwecke zu verwenden. Da dieses Wasser viele Nährstoffe enthält, haben die Bauern zusätzlich den Vorteil, auf Kunstdünger weitgehend verzichten zu können – eine wirklich nachhaltige und preiswerte Lösung von Wasserproblemen. 

Bei uns stehen bei der landwirtschaftlichen Wassernutzung die Auswirkungen des Einsatzes von Agrarchemie auf Grundwasser und Gewässer im Mittelpunkt der Debatte. Nach Angaben des Bundesumweltamtes weisen rund 50 Prozent aller Grundwasser-Messstellen in Deutschland erhöhte Nitratkonzentrationen nach, wobei 15 Prozent des Grundwassers die Nitratgrenzwerte nicht einhalten.[5] Damit das Wasser aus der Leitung keine überhöhten Nitratbelastungen aufweist, sind aufwendige und teure Reinigungsmaßnahmen erforderlich. Auch andere Agrarchemikalien stellen Gefahren für das Grundwasser und damit zumindest potenziell auch für das Trinkwasser dar. Biohöfe tragen wesentlich weniger zur Schadstoffbelastung des Grundwassers bei und leisten auf diese Weise einen Beitrag zu einer nachhaltigen Wassernutzung.

2) Industrie und Energieerzeugung

Auch bei der industriellen Wassernutzung spielen Fragen der Wassermenge und der Schadstoffbelastung des Abwassers eine entscheidende Rolle. Die benötigte Wassermenge kann durch Kreislaufsysteme um mehr als die Hälfte vermindert werden. Ein Beispiel für nachhaltigen Umgang mit Wasser bietet ein Hamburger Kupferunternehmen. Dort verzichtet man weitgehend auf Leitungswasser und bereitet Wasser aus der Elbe auf, um es für betriebliche Zwecke mehrfach zu nutzen. So konnte der Trinkwasserverbrauch des Unternehmens um bis zu 400.000 Kubikmeter im Jahr vermindert werden. Zusätzlich wurden 2013/2014 Regenwasserrückhaltebecken angelegt.[6] Auch andere Industrieunternehmen haben ihren Bedarf an Grund- und Leitungswasser in den vergangenen Jahrzehnten stark gesenkt, wobei ökologische und finanzielle Überlegungen gleichermaßen im Blick waren. 

Sorge bereiten weiterhin die Medikamentenrückstände im häuslichen Abwasser und in den Abwässern von Kliniken und Praxen. In Deutschland sind etwa 3.000 medizinische Wirkstoffe zugelassen und gelangen ins Abwasser. Es ist unmöglich, sie alle in den Kläranlagen herauszufiltern, zumal zusätzlich eine unbekannte Zahl neuer Verbindungen entsteht, wenn die Stoffe im Wasser aufeinandertreffen. Die Medikamentenreste stellen eine ernste Bedrohung für Mensch und Natur dar. So hat man unterhalb von Kläranlagen eine zurückgehende Vermehrungsfähigkeit von Fischen beobachtet. Es wird nicht ausreichen, immer aufwendigere Kläranlagen zu bauen; die Auswirkungen chemischer Produkte auf das Wasser müssen noch gründlicher analysiert werden, zudem sollten Industrie und Konsumenten möglichst auf Stoffe verzichten, die in Kläranlagen nicht aus dem Wasser entfernt werden können. 

Wenig Beachtung in der Debatte über nachhaltigen Umgang mit Wasser findet bisher die Nutzung von Flusswasser für die Kühlung von Kraftwerken. Allein in Deutschland werden jedes Jahr etwa 25 Milliarden Kubikmeter Kühlwasser in die Gewässer zurückgeleitet.[7] Umweltschützer fordern höhere Investition in Kühltürme und andere technische Lösungen, damit die Flüsse nicht weiterhin so stark aufgeheizt werden, denn das hat (unter anderem) negative Auswirkungen auf den Sauerstoffgehalt der Gewässer.

3) Streitpunkt Staudämme

Während der Energieverbrauch der Menschheit stark ansteigt und etwa 1,4 Milliarden Menschen immer noch keinen Zugang zur Stromversorgung haben, nehmen gleichzeitig die negativen Auswirkungen vor allem der fossilen Energiegewinnung aus Kohle auf das Klima dramatische Formen an. Energie aus Wasserkraft ist deshalb ein wichtiger Faktor vieler “grüner” Energiekonzepte. 

Weltweit gibt es inzwischen mehr als 45.000 größere Staudämme mit Staumauerhöhen von mehr als 15 Metern. Der Anteil der Wasserkraft an der globalen Energieerzeugung beträgt dennoch lediglich 2,3 Prozent.[8] Betrachtet man nur die Elektrizitätserzeugung, liegt der Anteil bei etwa 16 Prozent. Bei der erneuerbaren Energieerzeugung hat Wasserkraft jedoch eine führende Position. Auch beim Verkauf von Ökostrom und bei Geldanlagen in Ökofonds kommt der Energiegewinnung mit Wasserkraft eine große Bedeutung zu. 

Es zeigt sich allerdings, dass zahlreiche Wasserkraftwerke vielfältige negative Auswirkungen auf die Umwelt und für die lokale Bevölkerung haben. So ist zum Beispiel die Klimabilanz vieler großer Wasserkraftwerke in Entwicklungsländern dadurch stark negativ, dass große Flächen tropischen Regenwaldes zerstört werden, um Platz für die Stauseen zu schaffen. Auch darf nicht übersehen werden, dass für die Anlage der Stauseen häufig viele Tausend Familien von ihrem Land in fruchtbaren Tälern vertrieben werden. Auf die zugesagten Entschädigungen müssen sie oft lange warten, wenn sie überhaupt ausgezahlt werden und nicht in dunklen Kanälen verschwinden. In Ländern wie Indien oder Brasilien lösen große Staudammprojekte deshalb immer wieder neue Konflikte aus, und auch in China kommt es häufig zu Protestaktionen. 

Die Elektrifizierungsdefizite armer Länder werden nicht unbedingt durch riesige neue Wasserkraftanlagen überwunden. In der Demokratischen Republik Kongo sind 99 Prozent der ländlichen Bevölkerung nicht ans Elektrizitätsnetz angeschlossen. Nun soll der Kongo-Fluss für das gewaltige Staudammprojekt “Inga 3” aufgestaut werden. Dass die auf dem Land lebenden Menschen davon nennenswert profitieren werden, ist schon deshalb praktisch ausgeschlossen, weil weiterhin Stromleitungen in die Dörfer fehlen. Auch haben die Bauernfamilien nicht die nötige Kaufkraft zur Bezahlung der Stromrechnungen. Es ist für die Betreiber deshalb sehr viel lukrativer, den Strom an industrielle Großabnehmer und an das energiehungrige Südafrika zu verkaufen. So hat Peter Bosshard von der Umweltschutzorganisation International Rivers wohl recht, wenn er diagnostiziert: “Arme ländliche Gemeinschaften werden den Preis für eine neue Generation von zerstörerischen Großdämmen zahlen, aber sie werden die Letzten sein, die von der dort erzeugten Elektrizität profitieren werden.”[9] 

Auch die massiven zwischenstaatlichen Konflikte, die durch den Bau von Staudämmen ausgelöst werden, dürfen nicht übersehen werden. Aktuell fürchtet Ägypten, dass deutlich weniger Nilwasser im eigenen Land ankommen wird, wenn ein riesiger äthiopischer Staudamm am Oberlauf des Flusses fertiggestellt sein wird. Am Beispiel der Staudämme zeigt sich, wie wichtig die Verknüpfung einer nachhaltigen Wasserpolitik mit einvernehmlichen Vereinbarungen von Nachbarstaaten über die Nutzung des Wassers grenzüberschreitender Gewässer ist. 

Generell gilt, dass kleine Wasserkraftanlagen weniger negative ökologische und soziale Auswirkungen haben als große. Aber auch bei ihnen bedarf es intensiver Studien- und Partizipationsprozesse, um wirklich nachhaltig Energie aus Wasserkraft zu erzeugen. Andernfalls ist die Addition zahlreicher kleiner Wasserbauprojekte nicht wesentlich weniger schädlich als ein Großprojekt. Es gibt aber zum Beispiel in Nepal überzeugende kleine Anlagen zur Energiegewinnung, deren Auswirkungen auf die Natur gering sind. 

In Deutschland tragen die 400 großen und über 7.000 kleinen Wasserkraftanlagen 3,5 Prozent zur Stromerzeugung bei.[10] Damit ist das Wasserkraftpotenzial nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums weitgehend ausgeschöpft. Nachhaltigkeit bedeutet bei uns, die vorhandenen Anlagen effizienter zu gestalten und gleichzeitig ihre negativen ökologischen Auswirkungen zu reduzieren. So können Fischtreppen, Umgehungsgerinnen und ähnliche technische Lösungen den Fischauf- und -abstieg erleichtern. Bisher stellen viele Wasserkraftanlagen fast unüberwindliche Hindernisse für die Fische auf dem Weg zu und von den Laichgebieten an den Oberläufen der Flüsse dar. Nachhaltigkeit verursacht bei der Nutzung von Wasserkraft häufig beträchtliche Kosten und bedarf weiterer technischer Innovationen.

(Wasser-)Recht der Natur

Bei Berechnungen und Planungen zur Verfügbarkeit und Nutzung von Wasser wird oft vernachlässigt, dass es auch für Pflanzen und Tiere unverzichtbar ist. Wird zum Beispiel Flusswasser zu stark für menschliche Zwecke eingesetzt, trocknen Feuchtgebiete aus. Ein Beispiel dafür ist der nordamerikanische Grenzfluss, den die Mexikaner Río Bravo und die US-Amerikaner Rio Grande nennen. Beiderseits des Flusses und an den Zuflüssen hat die Bewässerungslandwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten einen gewaltigen Boom erlebt, was aber zur Folge hat, dass die Wassermenge im Fluss in den Sommermonaten dramatisch sinkt. Schon mehrfach hat der Fluss den Golf von Mexiko nicht mehr erreicht, sondern ist vorher versiegt.

Politisch und vor Gerichten streiten Bauernverbände und Regierungen auf beiden Flussseiten um das verbliebene Wasser. Die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses und seiner Ufer hat in diesen Auseinandersetzungen keine starke Lobby. Das wirkt sich besonders im Flussdelta aus. Auf US-amerikanischer Seite werden ohnehin bereits 95 Prozent der früheren Feuchtgebiete des Deltas für landwirtschaftliche und industrielle Zwecke oder als Siedlungsflächen genutzt. Nun versuchen Naturschutzorganisationen, die zersplitterten restlichen fünf Prozent vor dem Austrocknen zu bewahren. Sie setzen unter anderem Pumpen ein, um die Flächen feucht zu halten, aber das ist eher eine Notmaßnahme als ein nachhaltiger Schutz der verbliebenen Feuchtgebiete.

Ein positives Beispiel ist hingegen der Umgang von Angola, Namibia und Botswana mit dem Wasser des gemeinsamen Flusses Okavango. Er mündet in Botswana in ein etwa 20.000 Quadratkilometer großes Sumpfgebiet. Dieses Delta mitten in einer Wüste gehört mit etwa 1.300 Pflanzenarten und 30 Amphibien- und 445 Vogelspezies zu den ökologisch wertvollsten Regionen Afrikas. Zwar fließen jährlich zehn Milliarden Kubikmeter Wasser in das Feuchtgebiet, aber das hydrologische Gleichgewicht von Zufluss und Verdunstung/Versickern ist sehr sensibel. Botswana konnte die anderen Anrainerstaaten des Flusses überzeugen, dass die gegenwärtig ankommende Wassermenge unverzichtbar ist, um das Delta zu bewahren. Dabei ist zu bedenken, dass alle drei Länder unter Wasserknappheit leiden, der Verzicht auf die Nutzung des Okavangowassers also nicht leicht fällt. In der Permanent Okavango River Basin Commission wird gemeinsam darüber gewacht, dass die Nutzung des Flusswassers auf einen geringen Umfang begrenzt bleibt. Touristen aus aller Welt, die Flusspferde, Elefanten und Krokodile des Okavangodeltas hautnah erleben wollen, besuchen meist auch andere Ziele in der Region. Eine einzigartige Landschaft nicht austrocknen zu lassen, bringt also auch ökonomische Vorteile.«54

d) Globales Bewusstsein für ein mögliches gesundes Leben klar kommunizieren

»Auf der einen Seite gibt es die Armut der einen Milliarde hungernden und unterernähren Menschen, auf der anderen Seite eine Milliarde schlecht ernährte, von Fettleibigkeit geplagte Menschen – beide Gruppen leiden unter kultureller und materieller Armut.«55

Sobald die Grundbedürfnisse (Wohnen, Essen, Trinken) im jeweiligen Staat abgedeckt sind, ist meines Erachtens folgendes Basiswissen für jeden Menschen von großer Bedeutung, um langfristig eine möglichst gesunde globale Gesellschaft hervorzubringen.

1) Fitness und Sport: Am besten Sie machen jeden Tag zwischen 30 – 60 Minuten Sport. Egal zu welcher Uhrzeit, egal welche Sportart, am wichtigsten ist, dass Sie sich einfach jeden Tag bewegen.

Fitness und Sport ist ein Ziel und gleichzeitig auch ein Weg: Gesundheit und Wohlgefühl sind Zeichen dafür, dass Fitness aufgebaut wurde. Eine gute körperliche Verfassung und eine hohe Leistungsfähigkeit sind der Lohn. Dabei gibt es keine genaue Definition für den Begriff Fitness. Fitness Training kann jede Form von Sport sein: Joggen im Wald, im See schwimmen, im Fitness-Center Gewichte stemmen, Yoga, etc.

Der erste Schritt Richtung Fitness und Sport: Aufstehen und bewegen, runter von der Couch und raus ins Freie oder in das nächste Studio. Fitness und Sport fängt im Kleinen an, Training muss nicht Stunden dauern. Laufen Sie ab sofort Treppen hoch, bauen Sie mindestens 5.000 Schritte in Ihren Tag ein. Und nähern Sie sich langsam zielgerichtetem Fitness und Sport-Training mit Ausdauertraining, Krafttraining und Koordinationstraining.

Hinweis: Am besten Sie stehen in der Früh auf und gehen eine halbe Stunde laufen. Dann sind Sie frisch und munter und haben ihre tägliche Sporteinheit bereits absolviert.

2) Ernährung: Eine gesunde Ernährung besteht aus folgenden Grundnahrungsmitteln:

1) 2 -3 Liter pures Wasser am Tag (Starten Sie Ihren Morgen mit ½ – 1 Liter Wasser) / Alternative zu purem Wasser: mit einer Zitrone ergänzen / Geheimtipp für einen super gesunden leckeren Detox – Tee: 1 Liter heißes Wasser + Grüner Tee + Ingwer + Kurkuma + 1 Zitrone + 1 Esslöffel Honig

2) Getreide (Reis, Vollkornreis, Vollkornnudeln, Dinkel, Buchweisen, Hirse, Weizen, Hafer, Quinoa, Amaranth, etc.)

3) Hülsenfrüchten (Bohnen, Erbsen, Linsen, etc.)

4) Gemüse (Karotten, Tomaten, Paprika, Salat, etc.)

5) Obst (Apfel, Orangen, Papaya, etc.)

6) Nüsse (Haselnüsse, Mandeln, Pinienkerne, etc.)

7) Superfoods (Goji Beeren, Moringa, Spirulina, Traubenextrakt, etc.)

8) Für nicht Vegetarier (1 bis maximal 3 mal die Woche: Fleisch oder Fisch)

Hinweis: Mit diesen Nahrungsmitteln kann man, egal aus welchen Kulturkreis man kommt, entsprechende Gerichte zubereiten.

Wenn Sie Ihre Ernährung entsprechend auf diese Grundnahrungsmittel – Gruppen im Wesentlichen beschränken, haben Sie die perfekte Ausgangslage für eine ausgewogene gesunde Ernährung. Der wesentliche Trick besteht darin, im Supermarkt diese Lebensmittel zum Großteil zu kaufen und ungesunde Lebensmittel, wie z.B. Fertiggerichte, übermäßig Süßigkeiten, etc. einfach gar nicht mehr oder nur eingeschränkt einzukaufen. Wichtig ist, dass man die Hauptbestandteile der täglichen Ernährung umstellt. Wenn Sie sich dann gelegentlich etwas vergönnen, stellt das bestimmt kein Problem für Ihre Gesundheit dar, aber der Hauptbestandteil dieser Ernährung unterstützt im Wesentlichen Ihre Gesundheit.

Systemisch global betrachtet: In so ziemlich jeden Supermarkt, finden Sie eine Vielzahl an Produkten, dass wenn diese langfristig konsumiert werden, mit hoher Wahrscheinlichkeit, gesundheitliche Schäden verursachen. Bsp.: Jede Menge Fertigprodukte und Getränke, wo z.B. enorm viel Zucker und jede Menge Geschmacksverstärker enthalten sind. Man kann natürlich entgegnen, in einer freien Gesellschaft, soll jeder Essen was er oder sie will. Aber ich denke, dass es weit besser wäre, wenn man langfristig Healty Food Supermärkte entwickeln würde und dieses Konzept global in möglichst viele Supermärkte Realität werden lässt. Hier könnte z.B. ein Wert von 80/20 gelten, sprich 80 möglichst gesunde Lebensmittel und 20% als Lasternahrung. Wenn man systematisch weltweit mehr gesunde Lebensmittel zum Kauf angeboten bekommt, wird hier natürlich ein Wandel langfristig entstehen. Aber solange man einen enormen Slalom im Supermarkt vornehmen muss, damit man an diesen ungesunden Produkten vorbeikommt, wird es langfristig nur wenige Menschen geben, die diesen Produkten wiederstehen können.

Fast-Food-Ketten: Man sollte diese Art von Restaurants zumindest dazu bewegen, dass Sie ein wesentlichen Anteil an gesunden Gerichten auch führen müssen.

3) Stress und Erholung: Es ist wichtig, dass Sie sich entsprechend Zeiträume schaffen, wo Sie sich einfach erholen können. Ideal ist, wenn Sie jeden Tag bewusst der Erholung Ihres Körpers und Geistes entsprechend Zeit widmen.

Welche Formen der geistigen und körperlichen Erholung gibt es?

1) Meditieren: Täglich 15 – 60 Minuten meditieren. (Am morgen oder Abend)

2) Sauna: 1 – 3 mal die Woche in die Sauna gehen. (Sie können auch in der Sauna meditieren)

3) Massage: 1 – 2 mal im Monat sich massieren lassen.

4) Gesunder Schlaf: Fixe zu Bett geh Zeiten. Keine elektronischen Gräte im Schlafzimmer.

5) usw. 

Wichtig ist, dass Sie ganz klar für sich persönlich herausfinden, was Sie wirklich entspannt und dass Sie das in Ihren Alltag bewusst einbauen.

Abschließend: Stellen Sie sich eine globale Gesellschaft vor, wo diese 3 Punkte verinnerlicht sind. Dieses Basiswissen würde ausreichen, um eine möglichst gesunde globale Gesellschaft hervorzubringen, sobald die Grundbedürfnisse in jedem Staat erfüllt sind. Jede Menge zivilisatorischer Krankheiten wie z.B. psychische Erkrankungen, Fettleibigkeit, Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, etc. würden extrem abnehmen, Staaten würden im Gesundheitssystem enorm einsparen, etc.

Natürlich sind diese 3 einfachen Schritte sehr unspektakulär und entsprechen nicht dem Gedanken eines neoliberalen kapitalistischen Systems. Wir leben in einer bedürfnisweckenden Gesellschaft, wo man nur dann ein wahrlich guter Bürger ist, wenn man möglichst viel konsumiert, was einem die Werbung vorsetzt. Konzerne haben kein Interesse daran, dass Sie diese 3 einfachen Punkte anwenden, denn so lässt sich nicht auf möglichst vielen Ebenen Geld verdienen. Sprich das Sie wie blöde konsumieren und z.B. bei ungesunder Ernährung, zu viel Stress im Job, etc. erkranken und man dann bestenfalls an Ihrem Kranksein auch noch möglichst lang verdient.

3) Globale Arbeitsbedingungen mit klaren Regeln unter Berücksichtigung der Menschenrechte für alle Staaten:

Vor allem in Entwicklungsländern findet man enorm oft miserable Arbeitsbedingungen vor, da sich die einzelnen Staaten dort nicht für die entsprechende Rechte einsetzen, wie das z.B. in Industriestaaten der Fall ist und auch weit schärfer die Gesetze kontrolliert werden. Aber auch in Industriestaaten wird der Niedriglohnsektor oft ausgebaut, wie z.B. in Deutschland, indem man auf Zeitarbeit setzt. Wichtig ist, dass man sich global zu klaren Basisregeln bekennt, basierend auf den globalen Menschenrechten, die von allen Firmen, egal in welchem Land sie wirtschaften, eingehalten werden müssen.

»Der Staat als primärer Adressat zum Schutz der Menschenrechte hat die Pflicht, Menschenrechte zu respektieren, diese vor Beeinträchtigungen durch Dritte (wie z.B. Unternehmen) zu schützen und Menschenrechte zu gewährleisten. Jedoch können auch Unternehmen durch ihr Handeln Auswirkungen auf Menschenrechte haben, etwa auf die der Mitarbeiter, Zulieferer und Kunden bzw. Verbraucher, sowie Menschen, die in der Nähe der Firmen- und Produktionsstandorte leben.

Die Achtung der Menschenrechte ist daher eine wesentliche Voraussetzung für die gesellschaftliche Akzeptanz der Geschäftstätigkeit und für die Begrenzung imagebezogener, betrieblicher, finanzieller und rechtlicher Risiken. Ein proaktiver Menschenrechtsansatz hilft bei der Vermeidung bzw. Verringerung von Managementkosten, dem Schutz der eigenen Reputation und der Vorbereitung auf oder der Umsetzung von neuen Regulierungsmaßnahmen. Darüber hinaus bringt er Vorteile hinsichtlich der Erfüllung der Anforderungen von Geschäftskunden, einer verbesserten Kreditwürdigkeit, positiveren Wahrnehmung im Vergleich zu Wettbewerbern, sowie einer größeren Mitarbeiterzufriedenheit und somit einem besseren Betriebsklima.«56

»Laut UN-Sozialpakt hat jeder Mensch das Recht auf:

  • Gerechte und günstige Arbeitsbedingungen
  • Ein Arbeitsentgelt, das allen Arbeitnehmern mindestens angemessenen Lohn und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit ohne Unterschied sichert; insbesondere wird gewährleistet, dass Frauen keine ungünstigeren Arbeitsbedingungen als Männer haben und dass sie für gleiche Arbeit gleiches Entgelt erhalten sowie einen angemessenen Lebensunterhalt für sie und ihre Familien
  • Sichere und gesunde Arbeitsbedingungen
  • Arbeitspausen, Freizeit, eine angemessene Begrenzung der Arbeitszeit, regelmäßigen bezahlten Urlaub sowie die Vergütung gesetzlicher Feiertage

Doch wer überprüft und sanktioniert Verstöße? Die »IAO« darf das nicht. Die 1919 gegründete Internationale Arbeitsorganisation ist eine einzigartigen »trilaterale« Struktur aus ArbeitgeberInnen, ArbeitnehmerInnen und Regierungen. Sie hat 187 Mitglieder und setzt sich für Arbeitsrechte, menschenwürdige Arbeitsbedingungen, soziale Absicherung und die Förderung des politischen Dialogs über Arbeit ein. Die Sonderorganisationen der UNO arbeitet mit Übereinkommen und Empfehlungen. Prominent sind die acht IAO-Kernarbeitsnormen zu folgenden Themen: Zwangs- und Pflichtarbeit, Vereinigungsfreiheit, Kollektivverhandlungen, gleiche Bezahlung und Nichtdiskriminierung, Mindestalter sowie Kinderarbeit. Priorität haben außerdem die Konventionen über die Arbeitsinspektion, die Beschäftigungspolitik und die Konsultationsverfahren zur Umsetzung der Konventionen. Daran reihen sich weitere Übereinkommen mit geringerer Priorität, deren Zahl an die 200 grenzt. Schließlich hat die IAO noch 208 Empfehlungen ausgesprochen. Zu ihrem 50. Geburtstag 1969 erhielt sie den Friedensnobelpreis. Zu ihrem 100. Geburtstag 2019 würde sie es verdienen, dass ihre wichtigsten Konventionen und Empfehlungen nicht nur rechtsverbindliches, sondern auch sanktionierbares »hartes« Völkerrecht werden, im Rahmen eines ethischen Welthandelssystems.

Das ist genau der Punkt: Derzeit werden nicht einmal die acht Kernarbeitsnormen von allen Mitgliedern anerkannt: Alle acht waren 2016 von 139 Staaten ratifiziert, darunter Deutschland, Frankreich, Österreich, Großbritannien oder die Schweiz. Am desinteressiertesten waren vier kleine Pazifik-Inseln: Sie haben gar keine Kernarbeitsnorm ratifiziert. Zwei von acht Normen haben ratifiziert: die Cook-Inseln, Brunei Darussalam und die USA. 53

Der erste Schritt eines ethischen Handelssystem könnte somit darin liegen, den freien Handel an den Respekt = die Ratifizierung dieser arbeitsrechtlichen Mindeststandards zu knüpfen.«57

Global Compact:

»Der Global Compact wirbt im privaten Sektor für zehn universelle Prinzipien, die ursprünglich durch und für die UN-Mitgliedstaaten entwickelt worden sind. Von den Unternehmen wird erwartet, dass sie diese Prinzipien in ihre Geschäftspolitik und Kerngeschäfte integrieren. […]

Prinzipien der Global Compact:

Menschenrechte

1 Unternehmen sollen den Schutz der international verkündeten Menschenrechte unterstützen und achten und

2 sicherstellen, dass sie sich nicht an Menschenrechtsverletzungen beteiligen.

Arbeitnehmerbeziehungen

3 Unternehmen sollen die Vereinigungsfreiheit und die wirksame Anerkennung des Rechts auf Tarifverhandlungen wahren sowie

4 für die Beseitigung aller Formen der Zwangs- und Pflichtarbeit,

5 die wirksame Abschaffung der Kinderarbeit und

6 die Beseitigung von Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf eintreten.

Umwelt

7 Die Unternehmen sollen umsichtig mit ökologischen Herausforderungen umgehen

8 Initiativen zur Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit der Umwelt durchführen und

9 sich für die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien einsetzen.

Anti-Corruption

10 Unternehmen sollen gegen Korruption in all ihren Formen vorgehen, Erpressung und Bestechung eingeschlossen.

Das wesentliche Problem ist, das Global Compact die Leistungen Ihrer Teilnehmer nicht aktiv bewertet. Grundsätzlich sollten diese 10 Gebote global für alle Unternehmen als oberstes Ziel gelten und hier die 206 Staaten als Kontrollorgan agieren, dass diese Vorgaben in den Unternehmen auch tatsächlich umgesetzt werden. Unternehmen, die sich diesen Regeln beugen, sollen z.B. leichteren Zugang zu Krediten erhalten und vom Staat bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen bevorzugt werden.

Zusätzlich zu diesen 10 Leitsätzen bedarf es eine starken Gewerkschafft, die ganz klar die Unternehmen weltweit in die Pflicht nimmt und ganz klare Regeln vorgibt, die für jedes Land gelten:

„Die Rolle, die Gewerkschaften in einer globalen Ökonomie suchen sollten, ist eine aktive Rolle, nicht die eines Statisten. Die aktive Rolle ist deshalb wichtig, weil es – entgegen anders lautender Behauptungen – keinen alternativlosen Sachzwang gibt. Politik ist Entscheidung zwischen Alternativen, und die Globalisierung ist keineswegs nur eine ökonomischer Prozess. Gewerkschaften müssen daher:

– auf ein hohes Niveau der Qualifikation hinwirken

– auf einen aktiven Staat, der notwenige Zukunftsinvestitionen in die Infrastruktur, in die Bildung, in die Umwelt aus einem ausreichenden Steueraufkommen finanzieren kann,

– auf ein funktions- und leistungsfähiges soziales Sicherungssystem und nicht zuletzt

– auf Löhne, die dem Produktivitätsniveau entsprechen und eine ausreichende Binnennachfrage ermöglichen.

Gewerkschaften müssen Strukturen schaffen, die sich über nationalstaatliche Grenzen hinaus an Wirtschafts- und Branchengrenzen orientieren. Grundsätzlich gilt: Globaler Wettbewerb mit dem Ziel ökonomischer Effizienzsteigerung – darin sind sich die Gewerkschaften und globalisierungskritischen Bewegungen einig – ist nur in dem Maße akzeptabel, wie er drei andere höherwertige Ziele nicht gefährdet:

– die Herstellung globaler Gerechtigkeit

– die Sicherung ökologischer Nachhaltigkeit,

– und demokratische Partizipation

Derartige Ziele lassen sich nur mit Hilfe weltweiter Institutionen durch Regeln und Gesetze herstellen, die das Verhältnis von Wirtschaft und Gesellschaft in demokratischer Weise gestalten – im Spannungsfeld zwischen Staaten, internationalen Institutionen, globaler Wirtschaft, Finanzwelt und Medien und unter Beteiligung der Zivilgesellschaft.

Horst Köhler sagte im September 2002 am Rande der gemeinsamen Jahrestagung von IWF und Weltbank in einem Interview mit der Financial Times Deutschland – seinerzeit noch als geschäftsführender Direktor des IWF:

„Ich würde die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem Umschwung (gegen die Globalisierung) kommt, nur dann auf unter 50% schätzen, wenn die Industrienationen sich deutlicher klar machen, dass man die Globalisierung formen muss. […] Man muss bewusstere Anstrengungen unternehmen, eine Vision zu haben und nicht nur mehr Märkte, auf denen die Geschäftsleute treiben können, was sie wollen.“

(Financial Times Deutschland 26.09.04)

Die Globalisierung formen – ja, genau diese Aufgabe wollen sich die Gewerkschaften stellen, am besten mit vielen anderen Menschen, Institutionen und Gruppen in unserer Gesellschaft gemeinsam.«58

Im Weiteren benötigt man klare globale Regeln, wie viele Stunden pro Tag gearbeitet werden dürfen, welche Sicherheitsvorschriften in einzelnen Betrieben gelten müssen, etc. Würde man hier die wesentlichen Regeln von Industriestaaten wie z.B. Schweden, Österreich, Deutschland als globalen Standard erheben, würde das eine enorm starke Verbesserung bezüglich der Arbeitsverhältnisse in Entwicklungsländer und Schwellenländer bedeuten.

So wäre gewährleistet, dass global entsprechende Mindeststandards angepeilt werden und für jedes Unternehmen wäre somit ganz klar, welche internationalen Standards es einhalten muss. Dass sich hier nicht viele davonstehlen, wie es aktuell der Fall ist, bedarf es strenger Kontrollen durch den Staat und entsprechende Strafandrohungen bis hin zum Schließen eines Betriebes.

»Um die Standards weltweit durchzusetzen, muss in jedem Land eine unabhängige, öffentliche Arbeitsinspektion eingerichtet werden, die die Rechte der Betroffenen rechtswirksam durchsetzen kann. Die ILO sieht Arbeitsinspektionen als hoheitliche Aufgabe an. Diese Einschätzung teilen inzwischen 145 Mitgliedstaaten, die das entsprechende Übereinkommen Nr. 81 ratifiziert haben. Die Arbeitsinspektionen müssen in ein wirkungsvolles Rechtssystem eingebunden sein und die Menschen unterstützen, ihre Rechte durchzusetzen. Für Unternehmen darf es keine Sonderrechte geben. Menschen- und Arbeitnehmerrechte müssen mindestens gleichrangig sein zum Profitinteresse der Unternehmen.«59

4) Globales Arbeitslosengeld bzw. Bedingungsloses Grundeinkommen:

»Im Jahr 2017 hat es weltweit 192,7 Millionen Arbeitslose gegen. Für das Jahr 2018 werden 192,3 Arbeitslose und für das Jahr 2019 193,6 Arbeitslose prognostiziert.«60

Da die Geschichte zeigt das es schon immer Arbeitslosigkeit gegeben hat und Vollbeschäftigung in einzelnen Staaten die absolute Ausnahme ist, sollten Menschen in jedem Staat Arbeitslosengeld beziehen können und / oder Sachgüter. Wieviel Geld und / oder Sachgüter man im Monat mindestens benötigt im jeweiligen Staat bzw. Region um über die Runden zu kommen, weiß letztendlich jeder vor Ort und muss entsprechend individuell berechnet werden und möglichst in einem demokratischen Prozess gesetzlich verordnet werden. Wesentlich ist auch, dass Staaten Menschen Arbeitslosengeld über einen möglichst langen Zeitraum, am besten zwischen mindestens 3 und maximal 12 Monaten, der dem Lohnniveau entspricht, wie die Person noch ein Arbeitsverhältnis gehabt hat. Denn wenn man von Beginn von einem Tag auf den Anderen plötzlich weniger Geld zur Verfügung hat, ist man mehr damit beschäftigt den sozialen Abstieg zu verkraften, als sich einer konstruktiven Zukunftsbewältigung zu widmen. Wesentlich ist aber, dass der jeweilige Staat die Grundbedürfnisse auf jeden Fall abdeckt. Durch die fortschreitende Technologisierung und Robotisierung, wodurch jede Menge Jobs für derzeitige Berufszweige wegfallen und voraussichtliche die Bevölkerungszahl auf etwa 10 Milliarden Menschen bis 2050 weltweit ansteigt, wird zur Folge haben, dass man früher oder später ein »Bedingungsloses Einkommen« schaffen muss und letztendlich sich die Fragen in der Zukunft stellen wird dürfen, will ich zum Teil der klassischen arbeitenden Bevölkerung gehören oder nicht. 2055 könnte die Hälfte aller Arbeitsstunden automatisiert sein, das geht aus einer McKinsey Studie hervor. Knapp ein Viertel aller Arbeitsstunden könnten schon 2030 weggefallen sein. Für Staaten, Unternehmen und Arbeiter bedeutet das: umdenken. Wichtig ist, dass man Menschen ganz klar eine mögliche Welt ohne den klassischen 40 Stunden Tag aufzeigt. Man könnte Menschen mit einem bedingungslosen Einkommen zu verschiedenen sozialen, ehrenamtlichen, etc. Tätigkeiten im Rahmen von z.B. 20 Wochenstunden verpflichten. Wichtig ist, dass man sich ehestmöglich auf diese Zukunft vorbereitet und vor allem in der Erziehung durch die Eltern und Schulen auf diese doch so nahe Zukunft vorbereitet.

Ab wann sollte eine bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt werden?:

Solange genügend Jobs vorhanden sind und das Arbeitslosengeld noch zielführend ist, sollte man das bedingungslose Grundeinkommen noch möglichst zurückhalten. Denn solange die Digitalisierung noch nicht so fortgeschritten ist, dass wesentliche Berufe durch Maschinen ersetzt wurden und man in vielen Berufsfeldern noch davon abhängig ist, dass Menschen motiviert bleiben, entfremdeter schwerfälliger Arbeit nachzugehen, vor allem in Berufsfeldern, die nicht wirklich beliebt sind, wie z.B. Müllabfuhr, Kanalarbeiten, Sanitärdienste, etc. Sobald aber eine Vielzahl an Jobs wegfallen und umso mehr Bürger weltweit dadurch in die Arbeitslosigkeit kommen, müssen diese Bürger abgesichert werden und auch eine soziale Aufwertung erhalten, sprich das es gesellschaftlich anerkannt ist, dass man keinen Job hat und Grundeinkommensbezieher ist.  Sobald Staaten den Status Quo erreichen, dass eine Vielzahl an Bürgern aufgrund der Digitalisierung ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten, ist es wichtig, dass man entsprechende kommuniziert und vor im Rahmen der Erziehung in der Schule, klare Möglichkeiten aufzeigt, wie man unter diesen Voraussetzungen ein gelingendes Leben führen kann. Wesentlich wird sein, dass man Menschen ganz klar aufzeigt, wie man ein selbstbestimmtes glückliches Leben führen kann, ohne dass man einem klassischen geregelten Job nachgeht. Wie solch ein Leben ausschauen könnte, wird später im »Hebel 10 / Technischen Fortschritt bestmöglich global nützen / Digitalisierung + Robotisierung als Wohlstandsmotor für alle 206 Staaten weltweit« noch näher beschrieben.

5) Verpflichtendes globales Rentensystem:

Wie bei der Arbeitslosigkeit, wird es auch im Bereich der Rente immer Menschen geben, die nicht lange genug einbezahlt haben, es kein entsprechendes Rentensystem im jeweiligen Staat gibt, etc. Menschen müssen in Würde altern können und nicht im hohen Lebensalter weiter einen Kampf mit dem Raubtierkapitalismus führen müssen.  Rentner sollten in jedem Staat ein entsprechendes Rentengeld beziehen können und / oder Sachgüter. Wieviel Geld und / oder Sachgüter man im Monat mindestens benötigt im jeweiligen Staat bzw. Region um über die Runden zu kommen, weiß letztendlich jeder vor Ort und muss entsprechend individuell berechnet werden und möglichst in einem demokratischen Prozess gesetzlich verordnet werden. Alles andere ist inakzeptabel.

6) Globale Basis Gesundheitsvorsorge:

– »Jedes Jahr sterben 6,6 Millionen Kinder unter 5 Jahren an vermeidbaren Krankheiten.«61

– »Alle 4 Minuten verliert jemand das Augenlicht, wegen Vitamin A Mangel.«62

– »Im Jahr 2016 starben 1,34 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer viralen Leberentzündung, darunter Leberkrebs, Leberzirrhose, Hepatitis A, E, B, C und D. Tuberkulose verursachten 1,2 Millionen Todesfälle, 1 Millionen gingen auf das Konto der Immunschwächekrankheit AIDS und 719.000 Todesfälle wurden durch Malaria verursacht.«63

Zentral ist, dass man Medikamente und medizinische Einrichtungen für heilbare Krankheiten und natürlich im weiteren Masse aller anderen zivilisatorischen Krankheiten die in hohen Masse vorhanden sind, nach Möglichkeit weltweit zur Verfügung stellt, wie z.B. HIV, Malaria, etc. Wesentlich sind hier Basiseinrichtungen wie z.B. Hausärzte die sich um das nötigste kümmern können und dann weitere Schritte veranlassen können. Und es sollte in jedem Staat so viele Krankenhäuser mindestens geben, dass auf lange Sicht, egal in welchem Land man sich befindet, auf eine entsprechende medizinische Versorgung setzen kann. Sprich, dass ein Hausarzt einen Patienten zumindest in ein Krankenhaus überstellen kann, wenn es keinen Arzt gibt, der auf das Fachgebiet spezialisiert ist, dass die nötigen Untersuchungen und Behandlungen letztendlich vorgenommen werden können. Wenn das zu Beginn mit längeren Wartezeiten einhergeht, soll es so sein, aber jedes Land sollte zumindest ein paar Krankenhäuser haben, die entsprechend ein breites Spektrum an Behandlungen anbietet.

Auch die entsprechende Aufklärung und Prävention sich vor Krankheiten wie z.B. HIV und Malaria zu schützen ist enorm wichtig.

7) Globale Schulbildung:

– »264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren haben weltweit keinen Zugang zu Bildung.«63a »750 Millionen Analphabeten weltweit.«64

Freie Schulbildung mit möglichst hohen Abschlussmöglichkeiten (Grundschule, Gymnasium, Fachhochschule, Universität, etc.)

Es wäre wünschenswert, dass in der Zukunft jeder Mensch einen kostenlosen Bildungszugang hat, bis hin zum universitären Abschluss. So würde man auf lange Sicht eine 2 – 3 – 4 Klassengesellschaft verhindern und würde die globale Chancengleichheit befördern. In Entwicklungsländern mit enorm schlechter Infrastruktur vor allem im Bereich Bildung, würde es sich anbieten, als Übergangslösung möglichst viele unterschiedliche Onlinekurse anzubieten, die man über das Internet kostenlos abrufen kann. Wichtig wäre, dass die jeweiligen Staaten hier eine gezielte Kampagne im Land starten und Aufklärung betreiben über die Möglichkeiten des Selbststudiums.

Die globale Welt vereinen durch 2 Fremdsprachen: Englisch und Spanisch sollte in jeder Schule der Welt ab dem 6 Lebensjahr unterrichtet werden und die Schüler sollen entsprechend aufgeklärt werden, wie wichtig diese beiden Fremdsprachen sind. Diese beiden Sprachen würden es ermöglichen, wenn diese in allen Staaten dieser Welt unterrichtet werden, dass jeder mit jedem weltweit ohne Problem interagieren könnte. Wenn die Menschen weltweit miteinander problemlos sprechen können, so schafft man es, dass die Welt zusammenwächst und mindert die Angst vom Fremden.

Abschließend: Soziales Auffangbecken laut Bedürfnispyramide nach Maslow + Zugang zu sauberen Wasser + Zugang zu ausreichend Essen + Zugang zu Wohnraum + Globales Arbeitslosengeld bzw. Bedingungsloses Grundeinkommen + Verpflichtendes globales Rentensystem + Globale Basis Gesundheitsvorsorge + Globale verpflichtende Schulbildung

Denken Sie an 206 Staaten wo diese Grundvoraussetzungen geschaffen wurden und jeder Mensch mit den wesentlichen zivilisatorischen Errungenschaften der moderne versorgt ist und keine Angst haben muss, diese Mindeststandards verwehrt zu bekommen. Das Fundament für jedes Individuum wäre damit erreicht und es würden dadurch eine Vielzahl an globalen Problemen abnehmen bzw. verschwinden wie z.B. Kriege, Terror, Flüchtlinge, Krankheiten, etc.

Interessant wäre zu wissen, wie sich die Gesellschaft und Menschheit bezüglich ihrer Gene über 2-3 Generationen weiterentwickeln würde, wenn man es schaffen würde, eine möglichst angstfreie Gesellschaft zu schaffen, indem man den Überlebenskampf des Einzelnen möglichst minimiert und die meisten Menschen ein Leben in Frieden, Würde, möglichst großer Freiheit leben könnten!

Quellenangaben:

41 ABIOLO / STOECK (2005), 159.

42 http://www.suedwind-magazin.at/obdachlosigkeit-zahlen-und-fakten

43 https://www.hintergrund.de/politik/welt/das-taegliche-massaker-des-hungers/

44 https://www.unric.org/html/german/mdg/MP_PovertyFacts.pdf

45 http://www.spiegel.de/panorama/unicef-studie-alle-fuenf-sekunden-stirbt-weltweit-ein-kind-a-922000.html

46 http://www.vol.at/2007/01/GlobalMarshallPlan.pdf

47 http://dioezesefiles.x4content.com/page-downloads/unterrichtsbehelf2011_2.pdf

48 https://netzfrauen.org/2016/01/30/welt-ohne-wasser/

49 https://unicef.at/news/einzelansicht/21-milliarden-menschen-haben-keinen-zugang-zu-sauberem-trinkwasser/

50 https://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/schweizer-unternehmen-verwandelt-luft-in-trinkwasser/41653024

51 http://www.waterisright.org/fakten-zur-globalen-wasserversorgung/

52 41 ABIOLO / STOECK (2005), 164.

53 https://www.huffingtonpost.de/2015/08/06/hunger-welt-wege-besiegen_n_7932266.html

54 http://www.bpb.de/apuz/188672/nachhaltige-wassernutzung?p=2

55 41 ABIOLO / STOECK (2005), 161.

56 https://www.globalcompact.de/de/themen/Menschenrechte-und-Arbeitsnormen.php#anchor_20bd0f29_Accordion-1-Angebote-fuer-Einsteiger-

57 FELBER (2017), 106 – 107.

58 41 ABIOLO / STOECK (2005), 290 – 291.

59 http://blog.attac.de/arbeitnehmerinnenrechte-wirksam-durchsetzen/

60 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76156/umfrage/anzahl-der-arbeitslosen-weltweit/

61 https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140501_OTS0010/world-vision-gesunde-kinder-weltweit-kindergesundheit-allgemein

62 https://www.mz-web.de/politik/welternaehrungstag-jede-sekunde-stirbt-ein-mensch-an-folgen-der-unterernaehrung-8807834

63 https://www.aponet.de/aktuelles/forschung/20170915-hepatitis-toedlicher-als-hiv-malaria-tuberkulose.html

63a https://www.unesco.de/presse/pressearchiv/2017/264-millionen-kinder-und-jugendliche-gehen-nicht-zur-schule.html

64 https://www.unesco.de/bildung/2017/750-millionen-analphabeten-weltweit.html