Keiner der Hebel wird gezogen?

Das Problem beginnt systemisch und endet beim einzelnen Individuum. Aus globaler real politischer und real wirtschaftlicher Sicht ist es aus heutiger Sicht natürlich nicht realistisch, dass diese Hebel so schnell umgelegt werden. Aus globaler systemischer Sicht können alle diese Hebel umgesetzt werden. Das wesentliche Problem ist, die 206 Staaten zu einen und in diesen wesentlichen Fragen dazu zu bringen, von ihren nationalstaatlichen Positionen Abstand zu nehmen, einen globalen einheitlichen Weg zu gehen und zentralistische Lösungen über die UNO zu erarbeiten. Die wesentlichen globalen Player, Amerika, Europa, Russland, China, … (G20) und deren politischen Elite müssten durch Politiker ersetzt werden, die diesen nötigen Weg des Hebelregisters erkennen und versuchen sich in diesen wesentlichen Fragen zu einem einheitlichen Weg zu bekennen und diesen dann konsequent umzusetzen. Bis heute gibt es aber keine globale Solidarität und keine nennenswerten globalen Verträge bezüglich der wesentlichen Fragen unserer Zeit. Im Weiteren ist das überwiegende Weltbild und die Lebensumstände des globalen Souveräns ein weiteres zentrales Problem, warum keiner der Hebel so schnell gezogen wird, wie am Beginn des Buches im Detail geschildert wurde:

a.) Das grundlegende Problem – Das kollektive globale Bewusstsein: »Die Welt lässt sich nicht zum Besseren hin verändern

b.) Warum der Großteil der Weltbevölkerung aus heutiger Sicht nicht dazu befähigt ist, eine gerechtere Welt zu erschaffen?

Solange beim Einzelnen bis hin zum globalen System kein Umdenken stattfindet und keiner der Hebel gezogen wird, wird sich der fatale globale Ist – Zustand nicht auflösen und der skizzierte wünschenswerte Soll – Zustand (Sustainable Development Goals) bis 2030 nicht realisieren lassen.

 a) Die bestehende Plutokratie und Kleptokratie zu bändigen wird das schwierigste Unterfangen

Das wesentliche zentrale Problem ist die Gier nach Macht und Geld der großen Unternehmen. Die, die viel haben, wollen möglichst nichts von ihrem erwirtschafteten Reichtum und ihrer Macht mehr abgeben. Die Menschen, die in hohem Maße von diesem System profitieren, haben nicht wirklich viele ein Interesse, dass sich diese Rahmenbedingungen ändern. Deshalb wird bis heute erfolgreich Lobbyismus betrieben, um Gesetzesbeschlüsse zu beeinflussen, damit nur solche Gesetze zustande kommen, die einer Branche oder einem Konzern nützen, aber nicht primär das Gemeinwohl stärken. Wesentlich ist, dass das nicht ein kleines Vergehen am Gemeinwohl ist, sondern den beschriebenen globalen Ist-Zustand zur Folge hat und dadurch tagtägliche viele Menschen sterben, weil ein Großteil der Elite das Gewissen beim Geld abgegeben hat.

Ich bin der festen Überzeugung, dass eine kleine Elite von reichen Menschen, Familien, Konzerne wesentlich unsere Welt und Gesetze mitbestimmen und beeinflussen. Die reichsten Menschen dieser Welt haben enormen Einfluss auf die globale Gesellschaft, auf alle Staaten, Staatsführer und Politiker dieser Welt und es ist das schwierigste Unterfangen, dieser Elite das Wasser nach und nach abzugraben und ihr begreiflich zu machen, dass man nicht weiter ihre perfiden, undurchsichtigen Regeln und Gesetze akzeptiert. Dass man ihnen klarmacht, dass man auf ihren globalen Lobbyismus nicht mehr reinfällt bzw. dass man ihn verbietet und zukünftig schlüssige Gesetze macht, die dem Souverän und dem Gemeinwohl nützen. Dass sie zur Kenntnis nehmen, dass Politiker, egal in welchem Staat sie es versuchen, nicht mehr käuflich sind, egal mit welchen Mitteln sie versuchen sie einzuschüchtern oder welche Summe sie ihnen bieten. Aus heutiger Sicht ist das schwierig; wie sagt man so schön: »Jeder Mann hat seinen Preis!« Um hier einen Wandel einzuleiten, wäre es natürlich wichtig, dass nicht das Geld entscheidet, wer als Politiker Staatschef wird, sondern Persönlichkeiten zur Auswahl stehen, die sich dem Souverän verpflichtet fühlen. Wer in Amerika Präsident werden möchte, benötigt eine Milliarde Dollar Unterstützung von außen, um eine Chance auf den Sieg zu haben bzw. an dem Spiel teilnehmen zu können.

Das System der Ausbeutung wird seit Jahrtausenden betrieben und die globale Gesellschaft hat sich an diesen Umstand gewöhnt. Die Regierungen von Entwicklungsländern werden von Industriestaaten wie z.B. der USA, EU, China, Russland geschmiert, damit Konzerne dort ihr Unwesen treiben können. Wenn es in einem Staat einen Politikwechsel gibt, kommt der »Economic Hit Man« und der neue Bundeskanzler / Bundespräsident hat dann zwei wesentliche Möglichkeiten zur Auswahl. Entweder er nimmt das Geld und vergisst seine politischen Ambitionen oder er läuft Gefahr politisch oder physisch ermordet zu werden.

Denken Sie nochmals an das sinnhafte Hebelregister und wie mächtig einzelne Hebeln bereits wären. Ich bin fest davon überzeugt, dass es gewollt ist, dass man keinen einzigen globalen Hebel bis jetzt umgelegt hat, obwohl diese schon so lange alle als Optionen bekannt sind, weil man sich vor der entsprechenden Dynamik fürchtet. Würde eine Weltgemeinschaft die Chance erhalten, den positiven Effekt von globaler direkter Demokratie zu erkennen, könnte es passieren, dass sich das Schiff langsam zu drehen beginnt. Wenn man nur ein wesentliches globales Mosaiksteinchen neu positioniert und dann ein zweites und drittes setzt – auf einmal hat man z.B. drei, vier Hebel gezogen und eine Weltgemeinschaft beginnt zu erkennen: Wahnsinn, das wirkt, die Welt wird tatsächlich gerechter, das Gemeinwohl wird tatsächlich gestärkt. Wenn Menschen sinnvolle Gesetze erkennen und auf einmal sehen, dass das in sich schlüssig ist, dann könnte es für das obere 1 % gefährlich werden, da Menschen auf den Geschmack kommen und sich nach einer gerechteren und vor allem gemeinwohlorientierten Gesellschaft sehnen, in der möglichst jeder Bürger möglichst gute Bedingungen für ein gelingendes Leben vorfindet. Die Stimmung, die jedoch herrscht, spielt der reichen Elite enorm in die Karten. Lebensmantra: »Die Welt ist ungerecht, weil das nun mal so ist. Natürlich gibt es gute Ideen, aber gute Ideen haben sich noch nie wirklich durchgesetzt, vor allem, wenn sie den Menschen was Positives bringen würden. Die Welt lässt sich nicht verändern!« Die Allgemeinheit ist mit dem nötigen Pessimismus ausgestattet, zu denken, es sei ein Naturgesetz, dass die Welt kein guter und gerechter Ort ist. Das Brainwashing beginnt in der Schule und hört auf im Beruf und den Bedürfnissen, die uns tagtäglich durch die Werbung aufgeschwatzt werden. Das obere 1 % hat die Menschheit gut im Griff und solange gewisse Mindeststandards vor allem in den Industriestaaten nicht untergraben werden und jeder seine Pizza, seine Cola und seinen Fernseher hat, wird es kein globales Aufbegehren geben.

Im globalen Kontext würde meines Erachtens der Funken einer Chance bestehen, dass sich nach und nach die Welt zum Besseren verändert, wenn zumindest ein oder zwei Hebel gezogen werden und damit eine Dynamik in Gang gesetzt wird, durch die der Einfluss der reichen Elite durch starke Staatsführer, die sich dem Gemeinwohl verpflichtet fühlen, abgelöst wird und eine wahrhafte, direkte Demokratie entsteht.

b) Kapitalisten und deren gekaufte Institutionen (Politiker, Lobbyisten, Experten etc.) werden das Ende der Welt voraussagen

Nehmen wir an, das Buch, die Filmdokumentation, Website, NGO, Partei würde eine große öffentliche Diskussion auslösen. Vor allem, wenn die wirtschaftliche Elite Angst bekommt, dass sich die Bevölkerung weltweit für solch einen Systemwandel aussprechen könnte, würde sie sofort alles in Bewegung setzen, damit das verhindert wird. Es würde z.B. zu einer Diskussion in den Medien führen und man würde Lobbyisten und neoliberale politische Parteien aufmarschieren lassen, die natürlich das Schlimmste vom Schlimmsten prognostizieren würden, wenn man nur einen Hebel umlegt.

Die Totschlagargumente werden sein:

1) Das ist Kommunismus.

2) Das ist Enteignung.

3) Das würde eine Wirtschaftskrise auslösen.

4) Die Welt wird sich niemals einigen können, das ist naiv.

5) Der Kapitalismus hat uns schon so weit gebracht, er wird auch diese Prob-

leme lösen.

6) Unternehmer zahlen bereits so viele Steuern, das wäre ein Wahnsinn, wenn

man Unternehmen noch mehr zahlen lässt.

7) etc.

Ihr Job ist es, dass das bestehende System bestehen bleibt bzw. zu Gunsten der Elite ausgebaut wird, denn sie werden dafür bezahlt und dadurch stehen diesen Politikern nach ihrer politischen Laufbahn alle Türen offen. Aber auch Experten und Lobbyisten verdienen einen sehr guten Lebensunterhalt, damit sie für das obere 1 % argumentieren.

Wenn man das System von Grund auf verändern will, muss man aufhören, den Politikern und Experten Gehör zu schenken, die das bestehende System verteidigen, versuchen aufrechtzuerhalten und auszubauen, und stattdessen die Alternative des Hebelregisters befürworten. Es ist ein umfängliches Konzept und setzt sich für 99 % der Bevölkerung ein. Denken Sie immer darüber nach, in welchem Namen der Politiker, Experte etc. kommt, von wem diese Person letztendlich bezahlt wird. Weltweit, vor allem in den Industriestaaten und Schwellenländern, gibt es ausreichend Institutionen, wie politische Parteien, Politiker, Experten etc., die gegen schlüssige Ideen argumentieren und das neoliberale kapitalistische System propagieren. Behalten Sie auch immer im Hinterkopf, wieviel das obige 1 % bei einer gerechten Umverteilung zu verlieren hätte und warum diese Menschen Geld und Zeit investieren, damit medial immer ein starkes Gegengewicht zu jeglichen Alternativen besteht, vorausgesetzt, diese Themen werden überhaupt öffentlich diskutiert. Ich sehe diese Themen als absolute Mangelware in Zeitungen, Fernsehen, Radio etc., denn so verhindert man, dass die Bevölkerung beginnt das System an sich zu hinterfragen.

c) Einzelne Staaten entmachtet

Alle Staaten weltweit konkurrieren miteinander. Das Motto »Zahn um Zahn!« ist wie in der Wirtschaft leider auch das globale Prinzip, wie Staaten die meiste Zeit miteinander umgehen. Keiner ist bereit, auch nur einen Schritt sich von seinem Standpunkt zu entfernen und vertritt primär immer die staatsinternen Interessen nach außen. Im Weiteren herrscht bei vielen Staaten ein gegenseitiges Misstrauen aufgrund der Geschichte, Kultur, vergangenen Kriege, Rüstungspolitik, wirtschaftlichen und politischen Interessen und Ideologie, geopolitischen Ambitionen etc., wodurch Kompromisse nur selten geschlossen werden.

Demokratie für das Gemeinwohl kann aufgrund des globalen Wettbewerbs aller 206 Staaten untereinander nicht stattfinden. Staaten konkurrieren miteinander wie Unternehmen. Dadurch kommen irrationale Gesetze zustande, die nicht dem globalen Gemeinwohl dienen, sondern gewährleisten, dass man im globalen Raubtierkapitalismus konkurrenzfähig bleibt. Politische Parteien und Politiker egal welcher ideologischen Zugehörigkeit – selbst wenn sie mit 51 % der Stimmen des Souveräns ausgestattet sind – haben lediglich die Möglichkeit, Gesetze zu beschließen, die den eigenen Wirtschaftsstandort nicht gefährden. Werden die hier wesentlichen Hebel im Alleingang eines Staates gezogen, würde das ziemlich sicher dazu führen, dass jede Menge Unternehmen ihr Kapital dort abziehen würden und der Staat gezwungen wäre, die alten Gesetze wiedereinzuführen, um, wie gesagt, die Wirtschaftsleistung aufrechtzuerhalten. Kurz gesagt, politische Parteien und Politiker einzelner Staaten können maximal kleine Schräubchen drehen, aber niemals bahnbrechende zukunftsweisende Systemänderungen herbeiführen und sind mehr oder minder im Sinne der Globalisierung in Kombination mit dem Raubtierkapitalismus immer mehr gezwungen, irrationale Gesetze zu beschließen, die immer weniger dem Gemeinwohl dienen, um global wettbewerbsfähig zu bleiben.

Es bedürfte einer globalen Einigung der Staaten, diese Parameter ausnahmslos zu ändern. Jeder einzelne Staat müsste sich zu der Systemänderung bekennen und die einzelnen Hebel möglichst zeitgleich bewegen, damit sich kein anderer Staat diese Änderung zum Vorteil machen kann. Denn wenn nur ein Staat einen Hebel, der global umgelegt wird, nicht anerkennt und umsetzt, vor allem einer der Industriestaaten oder Schwellenländer, und kein Fairplay betreibt, hat dieser Staat enorme Vorteil gegenüber den anderen Staaten. Wenn alle 206 Staaten sich dazu aber international bekennen würden, hätte das einen massiven Effekt. So würden Staaten auf lange Sicht wieder mehr Macht als Konzerne haben und müssten sich die Spielregeln der Konzerne nicht diktieren lassen und es wäre die Grundlage gegeben, dass eine vernünftige, globale, direkte Demokratie sich etabliert, die dem Gemeinwohl, aber natürlich auch großen Leistungsträgern, sprich Unternehmen bis hin zu großen Konzernen dient. Damit bestünde in allen Staaten die Basis dafür, dass globale Mindeststandards entstehen könnten, ohne dass man Gefahr läuft, nicht mehr konkurrenzfähig zu sein.

Die beschriebenen globalen Hebel würde man aber, wie gesagt, nur dann ziehen können, wenn möglichst viele der 206 Staaten sich gleichzeitig und einstimmig dazu bekennen und sie in ihrer Gesetzgebung verankern. Je früher das passieren würde, umso besser. Denkt man über eine moderne Gesellschaft nach, ist es meines Erachtens unumstößlich, dass man möglichst viele globale Gesetze schafft, die allgemein gelten. Natürlich schließt das nicht aus, dass es auch zukünftig national oder regional spezielle Gesetze geben wird. (Subsidiarität) Aber die Gesetzgebung bezüglich der wesentlichen Fragen, die das Fundament einer globalen Gesellschaft sind, muss abgeglichen wird, damit Konzerne nicht weiterhin nach Lust und Laune alle 206 Staaten gegeneinander ausspielen und sich überall die Rosinen herauspicken. Ganz nach dem Prinzip: Ich produziere meine Produkte möglichst billig in Entwicklungsländern, wo es z.B. keine wirklichen Arbeitsstandards gibt, man Hungerlöhne nach Lust und Laune zahlen kann, verkaufe meine Produkte dann möglichst gewinnbringend in den Industriestaaten und versteuere den Gewinn in einer Steueroase.

Vergleich systemischer Lösungen in Konzernen:

Wenn ein Konzern weltweit tätig und in allen 206 Staaten vertreten ist und ein wesentliches Problem auftaucht, dass in allen 206 Standorten einheitlich gelöst werden muss, wird die Konzernleitung keine Rundmail schicken, allen 206 Gebietsleitern das Problem schildern und jeden einzelnen auffordern, das nach seinem eigenen Ermessen zu lösen. Natürlich wird man in der Zentrale ein Strategiepapier entwerfen und dann alle 206 Standortleiter auffordern, diese Strategie umzusetzen. Konzerne lösen ihre Probleme möglichst effizient, da sie daran interessiert sind, möglichst kostengünstig zu agieren und möglichst viel Profit zu machen.

Nur wenn Staaten weltweit diese systemische Grundbedingung für die großen Systemfragen unserer Zeit, wie im Hebelregister beschrieben, anerkennen, ihre egoistischen wirtschaftlichen und politischen Motive über Bord werfen und rein rational und möglichst systemisch gewinnbringend diese Probleme im Sinne des Gemeinwohls über die UNO lösen würden, hätte die Weltgemeinschaft die Chance, auf globaler Ebene den Lebensstandard in möglichst allen 206 Staaten zu steigern.

d) Die Medienlandschaft lässt die Bevölkerung nicht aufwachen

»Die Massenmedien sind ein[e] Art Sprachrohr zum Bewusstsein der Bevölkerung, liegt dieses mächtige Instrument in den falschen Händen, kann es mehr Schaden anrichten als alle verfügbaren Atomwaffen zusammen.« (Zitat: Christian Faltermeier)

»Um dieses Rezept unter die Leute zu bringen, wurden Massenmedien erfunden. Sie alle haben vor allem Kontrollfunktion und sollen das, was erlaubt ist zu denken, dadurch alternativlos machen, indem sie das nicht Erlaubte entweder vollkommen unsichtbar machen, sprich verschweigen, oder aber bei Zuwiderhandlung mit allen Mitteln bekämpfen.

Jeder, der es in der Vergangenheit gewagt hat, der Staatsmeinung zu widersprechen, wurde erst verwarnt und bei fehlender Bereitschaft zur Einsicht gejagt, bekämpft oder eliminiert.

Dass das über Jahrhunderte funktionierte, hatte mit dem Informationsmonopol der Spitze der Machtpyramide zu tun. Nicht erlaubte Gedanken hatten schlicht nicht die Möglichkeit, die Massen durch massive Vervielfältigung zu erreichen.«1

Wesentlich ist, wem die Medienriesen im jeweiligen Staat gehören, die die Bevölkerung mit Informationen über das Tagesgeschehen versorgen und dabei Meinungsbildung betreiben.

Die großen Medienbetriebe, z.B. Zeitungen, Fernsehstationen etc., die mit großen Budgets ausgestattet sind, geben uns zu hören, was wir hören sollen, aber nicht sehr oft das, was wir hören könnten. Vor allem private, aber auch öffentlich-rechtliche Medienbetriebe jeglicher Art unterliegen genau wie die Wirtschaft sehr oft dem Profitgedanken und es werden selten z.B. systemkritische Äußerungen und alternative Lösungsansätze präsentiert.

Viele Medienträger haben kein Interesse daran, auf wirklich hohem Niveau systemkritisch zu denken. Sie pumpen all ihre Publikationen so gut es geht mit leicht verträglicher Kost und Werbung voll, um möglichst viel Profit zu machen.

Die Medienlandschaft, die entsprechende Informationen liefern könnte, wird bewusst kleingehalten und hat so gut wie keine Chance, den Ottonormalverbraucher zu erreichen.

Die Mediengesellschaft tut das Übrige, damit wir vollständig den Überblick verlieren

Noch mehr Nachrichten ohne relevanten Informationswert, noch mehr Horrormeldungen. Noch mehr Stars, Sternchen und Skandale. Noch mehr neue Produkte und Dienstleistungen. Das führt dazu, dass sich heutzutage Menschen mehr damit beschäftigen, unwichtige von für sie wichtigen Informationen zu trennen, als mit den Inhalten der Botschaften selbst.

Medien stürzen sich auf das Thema der Woche, auf globaler Ebene, staatenbezogen und eventuell regional. Man sucht nach Informationen mit möglichst großen Überschriften. Die wirklich wichtigen Informationen sind meistens keine Überschrift wert, wenn es z.B. um das alltägliche Leiden großer Bevölkerungsschichten geht. Nur wenn das Leiden der Ärmsten und entsprechende Lösungsansätze Teil der Dauerbeschallung wären, bestünde die Chance, dass immer mehr Menschen aufwachen und sich für eine gerechte Welt einsetzen würden. Das ist aber natürlich nicht gewollt, schon gar nicht in Industriestaaten, damit lässt sich zusätzlich auch nur schwer Geld verdienen.

Wer aber wirklich auf der Suche nach der Wahrheit ist und sich über das wahre große Weltgeschehen informieren möchte, hat durch Literatur, Fachzeitschriften und Zeitungen, Internet etc. die Möglichkeit, sich zu informieren.

Wir sehen alles. Wir wissen alles. Aber verstehen wir auch alles?

Da liegt letztendlich das Problem. Wir erkennen durch Medien maximal einen fatalen Ist-Zustand, eventuell wird ein möglicher Soll-Zustand definiert; aber die wirklich wichtigen alternativen Blaupausen für eine bessere Welt, sprich wesentliche Lösungsansätze bekommt man medial nicht präsentiert. Denken Sie mal darüber nach: Wann haben Sie in Ihrer Zeitung oder im Fernsehen jemanden über einen der beschriebenen Hebel schreiben und sprechen gehört? Bitte wachen Sie auf!

Die gute Nachricht ist: »Über soziale Netzwerke haben es Menschen geschafft, die bis dato erfolgreich totgeschwiegen wurden, ein Millionenpublikum zu erreichen. Der ihn[en] dadurch zufallende Einfluss auf die Massen passt den Eliten nicht, denn er stört immer stärker beim Durchregieren.«2

Darin sehe ich auch die wesentliche Chance, da das Internet es den Menschen ermöglicht, sich global zu vernetzen und sich zum Bsp. über Facebook, YouTube etc. zu solidarisieren, einen Widerstand zu kommunizieren und vor allem, wie hier im Buch klar dargestellt, eine wahrliche Alternative für die zukünftige neue globale Politik-, Wirtschafts-, Gesellschafts- und Weltordnung zu präsentieren. Werden diese sozialen Medien in der Zukunft weiterhin mehr und mehr von möglichst vielen Menschen genützt, wird es für die derzeitige Elite immer schwieriger, das Volk für dumm zu verkaufen.

Quellenangaben:

1 https://kenfm.de/terror-luege-und-wahrheit-podiumsdiskussion/

2 https://kenfm.de/terror-luege-und-wahrheit-podiumsdiskussion/