Das globale System verändern – Wie soll das gehen?

Denkt man darüber nach, das globale System zum Bessern hin zu verändern, ist das ein Gedanke, der einen im ersten Moment natürlich vollkommen überfordert. Wo soll ich beginnen? Was wäre die effektivste Methode, sich dem Thema globale Weltverbesserung zu widmen? Letztendlich stellt man sich das hoch kompliziert vor und man kommt zu dem Schluss, dass das ein unmögliches Unterfangen ist.

Es gibt viele Bücher, Filme, Dokumentation, Organisationen, NGOs, die sich zu diesem Thema geäußert haben, aber noch niemand hat es geschafft, die Weltbevölkerung wachzurütteln, damit auf globaler Ebene ein Systemwandel eingeleitet wird.

Mich begeistern Organisationen wie z.B. »Attac« und vor allem der »Club of Rome« und ihre These bezüglich einer globalen ökosozialen Marktwirtschaft:

»Wir müssen den Umstieg der gesamten menschlichen Zivilisation (Konsumverhalten, Technik, Mobilität etc.) von der derzeit dominierenden »Strategie des Raubbaus« an begrenzt verfügbaren Ressourcen hin zu einer »Strategie der Nachhaltigkeit« schaffen. Das ist die wichtigste politische Innovation im Konzept der Ökosozialen Marktwirtschaft.«1

Wesentlich ist aber: Jeder kennt Unternehmen wie Google, Facebook, Amazon, Apple, Microsoft oder Politiker wie Donald Trump, Vladimir Putin, Xi Jinping etc. Aber wer kennt schon die Thesen z.B. vom »Club of Rome« oder von »Attac«? Statistiken beweisen, dass wir uns zu vielen wichtigen Fragen wie z.B. den Sustainable Development Goals (wird später im Detail erklärt) nur sehr langsam bzw. rückwärtsgewandt bewegen, obwohl so viele brauchbare globale effektive Hebel zur Verfügung stehen, damit unsere Welt ein gerechterer Ort wird. Wie muss man also die Geschichte erzählen, dass man die gesamte Weltbevölkerung anspricht und unser globales Dasein zu einer nicht anhaltenden Diskussion macht? Wie schafft man es, die bestehende Matrix mit einem positiven Virus zu speisen, der ein globales beschleunigtes Gerechtigkeitsstreben hervorbringt und das gesamte System tatsächlich verändert?

Denn aktuell schafft der Kapitalismus und Kommunismus jeden Tag mehr und mehr Güter und Dienstleistungen, aber es ist ein zweckentfremdetes System, da prozentuell nur wenige Menschen von ihm profitieren. Es ist wichtig, dass die Weltgemeinschaft innehält und das System jetzt neu aufsetzt, damit das zukünftige Fortschreiten möglichst vielen Menschen dient und 2030 bis spätestens 2050 möglichst viele der zehn Milliarden Menschen in einer Welt erwachen, in der sie ein Leben in Würde und Frieden führen können.

Quellenangabe:

1 ABIOLO / STOECK (2005), 42.