Das grundlegende Problem – Das kollektive globale Bewusstsein: »Die Welt lässt sich nicht zum Besseren hin verändern.«

Einige Leser waren vielleicht schon einmal in der Situation, dass in einer Runde das Weltgeschehen diskutiert wurde und man versucht hat, sich die Weltordnung und die globale Ungerechtigkeit zu erklären, mögliche Lösungsansätze zu finden, aber am Ende des Gesprächs zu dem Schluss kam, dass die Welt schon immer ungerecht war, ist und auch immer sein wird und man sich damit abfinden muss.

Egal mit wem ich diskutiert habe, ich habe privat noch so gut wie keinen Menschen kennen gelernt, der voller Zuversicht gemeint hätte: »Ja, ich denke, dass die Welt besser wird, dass in der Welt, in der ich lebe, die meisten Menschen ein gutes Leben führen oder führen werden.« In Summe sind sich sehr viele Menschen darüber einig, dass hier vieles gewaltig falsch läuft, aber sie unternehmen nichts dagegen. Am Ende jeder Diskussion steht fest: »Die Welt lässt sich nicht verändern.« Man muss die gegebenen Rahmenbedingungen akzeptieren und anerkennen, dass die Wirtschaft die Regeln immer mehr diktiert, die Politik im Wesentlichen hilflos zuschaut bzw. der Wirtschaftselite mehr und mehr unter die Arme greift, mittels entsprechenden Gesetzesbeschlüssen deren Reichtum noch mehr befördert und selbst immer machtloser wird. Jeder begibt sich in seine Welt zurück, ist vielleicht maximal Mitglied einer NGO, nimmt sein Wahlrecht wahr, kauft hin und wieder ein Fairtrade-Produkt, ist Vegetarier und hofft, dass er damit einen guten Beitrag leistet, damit die Welt vielleicht ein Stück besser wird, und sein Gewissen etwas beruhigen kann. Ich beobachte auch bei vielen, dass, wenn man argumentiert, wie man die Welt global verbessern könnte, viele Menschen jede Menge Gegenargumente sofort parat haben, warum es unmöglich ist, die Welt gerechter zu machen. Der Gedanke, dass eine gerechte Welt möglich wäre, ist für die meisten Menschen eine Utopie und viele wehren sich zu Beginn mit Händen und Füßen, um ja nicht von ihrer getroffenen Überzeugung Abstand nehmen zu müssen. Wesentlich ist, was ganz tief im Hinterkopf bei so gut wie jedem Individuum abgespeichert ist: »Du wirst die Welt nicht verändern!«, was letztendlich zu einem globalen kollektiven Bewusstsein führt: »Die Welt lässt sich nicht zum Besseren hin verändern.«

Ich verfolge in diesem Buch das Ziel, dass, wenn Sie es zu Ende gelesen haben, sich ihr Gefühl und Verstand hinsichtlich des Themas »Du wirst die Welt nicht verändern« umkehrt zu »Du wirst die Welt verändern« und Sie gestärkt in die Zukunft schreiten mit dem Wissen, es ist nicht wahr, die Welt kann ein Ort werden, wo möglichst viele Menschen ein menschenwürdiges Leben führen können.

Mein Anspruch ist es, so gut und einfach zu argumentieren, dass jeder Mensch, egal welchen Bildungsgrades, die wesentlichen Argumente verstehen wird und letztendlich mit dem Wissen bewaffnet ist, sich in seinem möglichen Rahmen für eine bessere Welt einzusetzen und die Möglichkeit erhält, dass faulige System unserer Zeit ohne Gewalt zu zerschlagen und ein neue gewinnbringende »Globale ökosoziale Marktwirtschaft« zu etablieren bzw. als eine Übergangslösung die »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft«. (Mehr dazu später.)

Jeder Einzelne, der dieses Buch liest, die Website studiert oder die geplante Filmdoku schaut, muss aber am Ende des Tages selbst entscheiden, wie er oder sie dieses Buch deutet, welche Schlüsse man daraus zieht und ob man den alten Denkmustern verhaften bleibt oder den Mut gewinnt und sein Lebensmantra ändert: »Du wirst die Welt verändern!«

Das Ziel ist erreicht, wenn sich das Denken und Handeln möglichst vieler Menschen global gewandelt hat, sodass sich das globale kollektive Bewusstsein zu drehen beginnt und die Menschen zuversichtlich sagen können: »Die Welt lässt sich zum Besseren hin verändern.«