System neu aufsetzen –> Regulierende Dynamik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für Ihn selbst am besten ist und dass was auch für die Gruppe bzw. Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

»Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist« (Adam Smith)

Wirtschaft: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Unternehmer das tun, was für Sie selbst am besten ist.«

Politik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Politiker das tun, was für den eigenen Staat am besten ist.«

Die Vergangenheit zeigt klar auf, dass Innovation, das Streben nach bestmöglichen Produkten und Dienstleistungen in einer Gesellschaft dann erfolgt, wenn Menschen von ihrem persönlichen Einsatz finanziell profitieren und gesetzliche Rahmenbedingungen vorfinden, die ihre Eigentumsrechte schützen.

Wirtschaftsbetriebe konkurrieren miteinander, was zur Folge hat, dass sich die besten Produkte und Dienstleistungen durchsetzen. Die Folge ist eine dauerhafte kreative Zerstörung nach Schumpeter und es wird immer die Kraft der Innovation vorhanden sein, da man sich untereinander misst, bestrebt ist konkurrenzfähig zu bleiben, um möglichst viel Geld zu verdienen und auch seine Macht am globalen Markt und im jeweiligen Staat auszuweiten. Das ist natürlich nur dann gewährleistet, wenn man den Mitbewerber immer im Auge behält und sein Produkt oder seine Dienstleistung immer weiterentwickelt und versucht am Puls der Zeit zu bleiben.

Durch diese Motivation und das Streben nach mehr Gewinn der Wirtschaftstreibenden werden aber oft jede Menge Mindeststandards nicht eingehalten, wie z.B. Mindestlöhne, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte, es werden Steuern vermieden etc., was vor allem Konzerne sehr oft unter Beweis stellen.

Jeder Staat vertritt primär seine Interessen, ohne Rücksicht auf Verluste: Da alle 206 Staaten miteinander direkt oder indirekt konkurrieren und jeder Staat möglichst seinen Wirtschaftsstandort attraktiv halten will, damit vor allem Konzerne und Investoren ihren Standort nicht verlagern oder sich neu ansiedeln, billigen oder fördern viele Staaten die Abwärtsspirale im Bereich der Mindeststandards z.B. im Bereich Sozialabbau, Steuerspirale nach unten etc., damit sie global konkurrenzfähig bleiben.

Man ist somit in einem systemischen Dilemma – jeder gegen jeden:

1) Jedes Unternehmen konkurriert mit jedem anderen Unternehmen direkt oder indirekt.

2) Jeder Staat konkurriert mit jedem anderen Staat direkt oder indirekt.

Hier benötigt man nun die vollständige Formel: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist, und das, was auch für die Gruppe bzw. das Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

Das ist der wesentliche Anhaltspunkt, dass Unternehmen Mindeststandards einhalten müssen und auf ihre Mitbürger achten müssen, damit ihr wirtschaftlicher Erfolg nicht nur ihnen selbst, sondern auch dem Gemeinwohl langfristig dient.

Die Politik muss die nötigen globalen Gesetze und globalen Kontrollinstanzen schaffen, damit die Formelvervollständigung »und das, was auch für die Gruppe bzw. das Gemeinwohl am besten ist« Realität werden kann.

Yin und Yang gestört – Staaten und Wirtschaft ins Gleichgewicht bringen: 

Politik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Politier das tun, was für den eigenen Staat am besten ist, und das, was auch für die restlichen 205 Staaten am besten ist.«

Wirtschaft: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Unternehmer das tun, was für sie selbst am besten ist, und das, was auch für die restlichen Unternehmen weltweit am besten ist.«

Der Kapitalismus und Kommunismus muss durch den Staat bzw. die globale Staatengemeinschaft mit globalen Regeln gebändigt werden, da wir tagtäglich erleben, dass Konzerne global organisiert und Staaten für sie keine ernstzunehmenden Schiedsrichter sind und dadurch stetig Mindeststandards untergraben werden, was nachhaltig das Gemeinwohl schädigt. Internationale Institutionen – wie die Vereinten Nationen (UNO), Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IWF), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO), G8, G13, G20 – hatten lang genug Zeit, eine gerechtere Welt und neue Weltordnung umzusetzen, doch sie sind gescheitert und es ist höchste Zeit, neue Wege zu gehen. Die globale Politik, in Form einer wahrlich neu organisierten direkt demokratischen UNO an oberster Stelle muss die Plutokratie (Herrschaft des Geldes) zurückdrängen und die weltweite Demokratisierung ausbauen, um langfristig das globale Gemeinwohl zu stärken.

Staaten müssen in Form von Gesetzen die Rahmenbedingungen vorgeben, damit das Gemeinwohl durch das Streben der Unternehmer und vor allem Konzerne geschützt wird, die als oberstes Ziel verfolgen, möglichst effizient, kostengünstig und gewinnbringend zu wirtschaften. Wesentliche Aufgabe der 206 Staaten sollte es somit sein, globale Gesetze zu definieren, die es der Wirtschaft global ermöglichen, unter möglichst fairen Rahmenbedingungen untereinander zu konkurrieren, und die im selben Moment gewährleisten, dass das globale Gemeinwohl in möglichst allen 206 Staaten bestmöglich geschützt und gefördert wird und Mindeststandards nicht untergraben werden können, wie es vor allem in Entwicklungsländern tagtäglich stattfindet.

Unternehmen müssen durch globale Gesetze systematisch in die Pflicht genommen werden, das Gemeinwohl zu fördern, wie es in der bayrischen Verfassung steht:

»Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl« (Bayerische Verfassung, Art. 151)

Das Gemeinwohl zu stärken darf nicht auf freiwilliger Basis stattfinden, es muss verpflichtend in jedem Staat dieser Welt verankert sein und alle starken Unternehmen und Konzerne müssen in dem Staat, in dem sie Gewinne erwirtschaften, ihren Beitrag leisten.

Wie wir in der Natur beobachten können, bedarf es immer eines Gleichgewichts, damit ein System nicht kippt: Die Wirtschaft ist vordergründig auf Konkurrenz aufgebaut, logischerweise müssen Staaten das ausgleichende Element sein. Wesentlich ist, dass ein Staat verschiedene Menschen mit verschiedenen Talenten beherbergt und die Verpflichtung hat, das Gemeinwohl zu stärken, indem Gesetze formuliert werden, die die wesentlichen Lebensstandards gewährleisten, egal mit welchen Talenten jemand gesegnet ist. Wichtig ist, dass der Staat sich nicht primär das Konkurrenzprinzip verordnen soll, sondern die Rahmenbedingungen schafft, damit er alle seine Staatsbürger in jeder Lebenslage Grundbedingungen ermöglichen kann (z.B. eine Wohnung, Essen, Trinken), die Bevölkerung schützen kann (z.B. vor Krankheit, Arbeitslosigkeit, geistiger und / oder körperlicher Beeinträchtigung usw.). Wirtschaften ist ein wichtiger Teil einer Gesellschaft und ermöglicht im jeweiligen Staat den jeweiligen Lebensstandard. Aber die 206 Staaten bestehen aus so viel mehr wichtigen Inhalten und müssen das ausgleichende Element zur globalen Wirtschaften sein, damit das Yin-und-Yang-Prinzip gewährleistet ist. Natürlich sollen Staaten keine aufgeblähten, überbordend fressenden Apparate sein und es soll auch hier ein dauerhafter Optimierungsprozess stattfinden. Aber es sollte, wie gesagt, bei wesentlichen globalen Fragen (z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Arbeitsrecht, globale Steuern etc.) die Gesetzgebung global beschlossen werden, damit Unternehmen nicht in die Position gelangen, Staaten im Eigeninteresse gegeneinander ausspielen zu können, was derzeit leider auf höchstem Niveau betrieben wird.

Systemisches Dilemma beheben – Jeder gegen jeden + Globale Mindeststandards für jeden:

1) Jedes Unternehmen konkurriert mit jedem anderen Unternehmen direkt oder indirekt + Globale Mindeststandards, die für alle Unternehmen weltweit verpflichtend sind (z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Arbeitsrecht, globale Steuern etc.)

2) Jeder Staat konkurriert mit jedem anderen Staat direkt oder indirekt + Globale Gesetze und Kontrollinstanzen, die bezüglich der großen globalen Fragen Mindeststandards (z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Arbeitsrecht, globale Steuern, etc.) definieren und für alle 206 Staaten Gültigkeit haben, wobei jeder Staat seine Souveränität beibehält. (Subsidiarität)

So würde man weltweit dem Kapitalismus und Kommunismus die Giftzähne ziehen und es würde langfristig das Gemeinwohl global möglichst effizient gestärkt werden.