Du wirst die Welt nicht verändern?

Mit unserer Website möchten wir Ihnen das theoretische und praktische Wissen geben, damit Sie sich möglichst einfach und effizient für eine gerechtere globale Welt und neue Weltordnung einsetzen können.

Egal welchen Bildungsstand und aktuellen Wissensstand Sie zum Thema haben, bei uns können Sie von Null an beginnen und sich in einem Minimum an Zeit das wesentliche Wissen aneignen, damit Sie sich möglichst effizient, für eine bessere globale Welt einsetzen können.

Sie entscheiden selbst, wie weit Sie in das Thema eintauchen möchten und wie viel Wissen Sie sich aneignen möchten. Wir warnen Sie aber schon mal vor, wenn man bei uns beginnen zu recherchieren, besteht absolute Suchtgefahr!

Folgende Möglichkeiten haben Sie, sich dem Thema Weltverbesserung zu widmen:

  1. Website: Wenn Sie unseren Ratgeber auf der Website durchforsten, erfahren Sie jede Menge brauchbare Details, damit Sie sich für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung einsetzen können. Wenn Sie möglichst effizient vorgehen möchten, lesen Sie einfach diesen Text bis zum Ende durch, dann haben Sie das nötige Basis-Wissen bezüglich unserer Lösungsvorschläge.
  2. Buch lesen: Die umfangreichste Variante, aber letztendlich auch die Effektivste, da Sie hier alle nötigen Punkte erfahren, damit Sie sich bestmöglich für eine globale gerechte Welt und neue Weltordnung einsetzen können. Hier ein kleiner Auszug an Online Shops wo das Buch erhältlich ist. Eingabe im Suchfenster im jeweiligen Shop: “Du wirst die Welt verändern Dominik Mikulaschek”
  3. Du wirst die Welt (nicht) verändern? - Mikulaschek, Dominik

    Österreich:
    www.thalia.at
    www.morawa-buch.at
    www.derbuchhaendler.at
    www.shop.das-buch.at
    www.amazon.de
    Deutschland:
    www.thalia.de
    www.buecher.de
    www.hugendubel.de
    www.ebook.de
    www.amazon.de
    Schweiz:
    www.orellfuessli.ch
    www.buchhaus.ch

  4. Filmdoku schauen: Wir haben eine Filmdoku geplant, die im voraussichtlich im Jahr 2019 erscheint.
  5. Facebook: Wenn Sie unsere Organisation überzeugen sollte und Sie sich wünschen, dass diese Lösungsvorschläge tatsächlich global umgesetzt werden, ist der erste effektivste Schritt sich für einen Systemwandel einzusetzen, unsere Facebook Seite mit einem Like zu versorgen und diese Infos bezüglich unserer Organisation über Facebook und andere Social Media Kanäle weiter zu geben. Umso mehr Sie ihr Potential auf Facebook ausschöpfen, umso mehr Menschen können Sie für unsere Organisation gewinnen und einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass unser Anliegen global Gehör findet. Wir benötigen weltweit 208 Millionen Facebook Likes, damit die Politik weltweit durch eine Medienberichterstattung unter Zugzwang kommt. Mehr zum Thema solidarisieren auf Facebook finden Sie hier.
  6. NGO – »Du wirst die Welt verändern«: Sie können bei uns kostenlos Vereinsmitglied werden und uns aktiv unterstützen.
  7. Politische Partei – »Du wirst die Welt verändern«: Wir sind in allen Ländern dieser Welt auf der Suche nach Politikprofis, die unsere Werte teilen und eine Partei gründen möchten. Man kann in jedem Land, wo man dekomkratisch gewählt werden kann, die Partei mit unserem Namen gründen. Natürlich möchten wir die Gründer vorher kennenlernen. Melden Sie sich einfach bei uns, dann besprechen wir alles im Detail.
  8. Werbung: Wir sind auf der Suche nach Marketingprofis, die uns vor allem dabei helfen, dass wir online, vor allem im Bereich Social Media, an Bekanntheit gewinnen. Wir würde uns über jegliche Unterstützung freuen.

 

So können Sie sich sofort für eine bessere Welt einsetzen: 

  1. Facebook: Geben Sie unserer Organisation einen Facebook Like.
  2. Ökologischen Fußabdruck reduzieren: Gehen Sie online, berechnen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck und verändern Sie ihr Konsumverhalten, in dem ihnen verträglichen Masse hinsichtlich Produkten (z.B. Fairtrade statt Konzernprodukte) und Dienstleistungen (z.B. Öko Strom, Mehr Fahrradfahren statt mit dem Auto, etc.). Hier finden Sie weitere konkrete Tipps für Ihren Alltag, wie Sie die Welt-Ressourcen schonen können.
  3. NGOs: Werden Sie Mitglied unserer Organisation oder bei einer etablierten NGO (Amnesty International, Greenpeace, etc.), betätigen Sie sich ehrenamtlich und spenden Sie nach ihrem Ermessen einen für Sie verträglichen Betrag. Natürlich wären wir Ihnen auch dankbar, wenn Sie unsere Organisation: »Du wirst die Welt verändern« ehrenamtlich und finanziell unterstützen würden.
  4. Patenkind nehmen: Investieren Sie in die Zukunft eines armen Kindes in einem Entwicklungsland und spenden Sie an eine entsprechende Organisation. Hier finden Sie eine Auswahl an anerkannten Anbietern für eine Kinderpatenschaft.

In diesen Bereichen benötigt unsere Organisation noch Unterstützung?

  1. Übersetzung des Buches, der Website und Erklärvideos: »Du wirst die Welt verändern?« in folgende Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch usw.
  2. Webdesigner
  3. Marketing-Experten
  4. Social-Media-Experten
  5. Drehbuchautoren, Animationskünstler, Sprecher etc. für Erklärvideos
  6. Werber für Spenden
  7. Leute mit allgemeiner NGO-Erfahrung
  8. Filmdoku: Es ist eine Filmdoku geplant, für die ich bereits ein Drehbuch geschrieben habe. Leider ist eine solche Filmproduktion mit hohen Kosten verbunden, weshalb wir auch hier noch Unterstützung benötigen: Filmproduktionsfirma, Finanzierung der Filmdoku usw.
  9. Wovon wir träumen – Unterstützung eines Millionärs oder Milliardärs: In Summe hat unsere Organisation bereits ein globales Konzept, wie wir die Botschaft einmal um den gesamten Globus schicken würden. Es scheitert derzeit lediglich am Geld und dem nötigen Personal, damit wir uns entsprechend vergrößern können. Am einfachsten wäre es, wenn sich ein Großspender finden würde, sprich ein Millionär oder Milliardär, den die Lösungsvorschläge für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung anspricht und diese gerne global umgesetzt sehen möchte.

Unser zentrales Anliegen:

206 Staaten und deren Politiker, angetrieben von der Wirtschaft, vertreten alle ihre Einzelinteressen, vor allem Industriestaaten, wodurch hinsichtlich der wesentlichen wichtigen globalen Probleme keine Lösungen zustande kommen.

Unsere Organisation setzt sich für globale Regeln und Gesetze ein, die egal, welche Ideologie ein Staat innehat, in Summe dem Gemeinwohl dienen sollen. Wir vertreten die Meinung, dass wenn unser entworfenes Hebelregister, dass aus 17 globalen universelle Hebeln besteht, wie z.B. globale direkte Demokratie, globale Transaktionssteuer, Steueroasen verbieten, globale Mindestlöhne, etc. und weltweit umgesetzt werden würden, die Welt langfristig um ein Vielfaches gerechter werden würde und eine neue Weltordnung entstehen könnte, wo langfristig das globale Gemeinwohl davon profitieren würde.

Unser Lösungsvorschlag ist leicht zu verstehen: Die wesentlichen globalen Probleme können nur dann gelöst werden, wenn sich die 206 Staaten bei den wesentlichen Fragen unserer Zeit global einigen und eine einheitliche Gesetzgebung beschließen. Das ist nur dann möglich, wenn man hier zentralistisch agiert und die UNO zur stärksten Institution weltweit erhebt, natürlich unter dem Vorzeichen, dass weiterhin einzelne Staaten ihre Souveränität beibehalten und individuelle Gesetze beschließen können. (Subsidiarität)

Bsp.: Die Transaktionssteuer liegt schon ewig zur Diskussion und würde laut Berechnung von Experten global bis zu 320 Milliarden einbringen. Würden aber nur wenige Staaten diese Transaktionssteuer einführen, würden Sie ihren Wirtschaftsstandort schädigen und andere Staaten hätten einen Wettbewerbsvorteil. Daher ist es wesentlich, dass das zentral über eine gestärkte UNO herbeigeführt wird, da es letztendlich den unnötigen Hochfrequenzhandel beenden würde, dadurch z.B. mehr nützliche Investitionen in die Realwirtschaft stattfinden würden und den einzelnen Staaten benötigtes Steuergeld bescheren würde.

Wesentlicher Vergleich – Staaten / Konzerne: Konzerne lösen die wesentlichen Probleme im Betrieb zentralistisch. In der Hauptzentrale wird eine Lösung erarbeitet und an alle Standpunkte weitergegeben. Staaten vertreten alle ihre Einzelinteressen und bewegen sich meistens keinen Millimeter von Ihrem Standpunkt. Solange es weltweit an der Spitze keine starke demokratische Institution gibt wie die UNO, die mit der Macht ausgestattet wird solche Gesetze zu beschließen, solange wird sich weltweit hinsichtlich der wesentlichen Probleme unserer Zeit auch nichts zum positiven hin ändern.

Wir benötigen keine Amerikaner, die Länder destabilisieren, um sich fortlaufend einen wirtschaftlichen Vorteil zu verschaffen, eine sich nicht einigende EU, die hinsichtlich der globalen Probleme unserer Zeit nichts auf den Weg bringt, etc., wir benötigen ein demokratische gut organisierte UNO an der Spitze der Macht, die zentralistisch globale Gesetze formulier, einführt und auch kontrolliert.

Mit dem nötigen Überblick kann jeder die Welt verändern:

  1. Weltveränderung starten – Einleitung
  2. Globaler Ist-Zustand: Was sind die derzeitigen wesentlichen globalen Probleme des 21. Jahrhunderts?
  3. Globaler Soll-Zustand: Was wäre ein globaler wünschenswerter Soll-Zustand bis 2030?
  4. Das grundlegende Problem – Das kollektive globale Bewusstsein: »Die Welt lässt sich nicht zum Besseren hin verändern.«
  5. Warum der Einzelne nur wenig bewirkt
  6. Individuum – Wie sich jeder Einzelne von uns für eine bessere Welt stark machen kann
  7. System neu aufsetzen –> Regulierende Dynamik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist, und das, was auch für die Gruppe bzw. das Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)
  8. Globalen Soll-Zustand erreichen durch neue Politik- und Wirtschaftsordnung –> »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« oder noch besser »Globale ökosoziale Marktwirtschaft«
  9. Globales Hebelregister – 17 Hebel für eine möglichst global gerechte Welt und neue Weltordnung
  10. Wege, um den globalen Soll-Zustand einzuleiten: Welche realistischen Möglichkeiten gibt es, damit dieses System mittels des Hebelregisters für eine bessere Welt umgesetzt wird?
  11. Start für eine neue Weltordnung durch das globale Netzwerk Facebook
  12. Sieben wesentliche Elemente zum globalen Erfolg: Buch + Filmdokumentation + Website + Facebook + weltweite NGO + Partei in möglichst vielen Staaten + Werbung

1.) Weltveränderung starten – Einleitung

»Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen.«1

Jeder von uns kennt den einen oder anderen Ansatz, wie man die Welt ein Stückchen besser machen könnte. Beginnt man sich damit zu beschäftigen, wie man die Welt tatsächlich verändern könnte, überfordert einem dieser Gedanke und denkt nicht weiter darüber nach. Ich möchte jedem Menschen weltweit das theoretische und praktische Wissen geben, sich möglichst einfach und effizient für eine gerechtere globale Welt und neue Weltordnung einzusetzen. Eine detaillierte Analyse zeigt hier im Text später auf, wie es um unsere Welt momentan global steht, was ein wünschenswerter Soll – Zustand wäre und was am wichtigsten ist, wie dieser Soll – Zustand letztendlich erreicht werden könnte. Jeder Leser erfährt welchen realistischen Handlungsspielraum man selbst hat und wie man das System global in Summe verändern müsste, vor allem aus Sicht der Politik und Wirtschaft, damit eine gerechtere Welt und neue Weltordnung langfristig entstehen könnte. Mittels eines Hebelregisters, dass 17 globale universell gültige Hebel im Detail beschreibt, erfährt man, wie man systemisch die Welt neu ordnen müsste, damit möglichst viele Menschen weltweit in allen 206 Staaten dieser Welt ein Leben in Würde und Freiheit leben können. Egal welchen aktuellen Bildungsstand und Wissensstand Sie derzeit zu diesem Thema haben, egal welcher Herkunft, Familie, Religion, Beruf, Arm / Reich etc., mit diesem Text können Sie bei null beginnen und sich das wesentliche Wissen aneignen und sich nach seinen individuellen Möglichkeiten an dem Gelingen einer gerechteren Welt und neuen Weltordnung beteiligen.

Motivation der Organisation – Ist es möglich die Welt tatsächlich zu verändern? Es stellt sich die Frage, ist es möglich mit einem Buch, einer Filmdokumentation (entsteht dieses oder nächstes Jahr), einer Website, Facebook Account, einer globalen NGO,  einer Partei Namens: »Du wirst die Welt verändern« die in möglichst vielen Staaten dieser Welt vertreten sein soll und Werbung die globale Welt tatsächlich gerechter zu gestalten und eine neue Weltordnung zu begründen? Ist es möglich mit diesen 7 Informationsträgern möglichst viele der 7,5 Milliarden lebenden Menschen aller 206 Staaten zu solidarisieren und sich für eine gerechtere Welt einzusetzen, was letztendlich tatsächlich zu einem globalen positiven Systemwandel führt? Bis zum heutigen Tag hat es niemand geschafft, die Vorherrschaft des Kapitalismus und Kommunismus positiv zu transformieren und eine neue zukunftsfähige Ära einzuleiten, die möglichst vielen Menschen global dient. Ich möchte den Versuch starten, dass Thema globale Gerechtigkeit so zu behandeln, dass Jede(r) sich für eine gerechtere globale Welt einsetzen kann und im besten Fall die gesamte Weltbevölkerung wachgerüttelt wird und zur Folge hat, dass sich das globale System tatsächlich zum positiven hin verändert bis hin zu einer neuer Weltordnung und zur Folge hat, dass möglichst viele Menschen auf der ganzen Welt in Würde, Frieden und Freiheit leben können!

2.) Globaler Ist – Zustand: Was sind die wesentlichen Probleme unserer Zeit im globalen Kontext?

Globaler Ist – Zustand = Kapitalismus + Scheindemokratie oder Autokratie + Plutokratie –> mehr dazu später

Was beutet globale Ungerechtigkeit? –> Die schrecklichen Kennzahlen eines globalen Ist – Zustands:

Globaler Ist-Zustand = Kapitalismus + Scheindemokratie oder Autokratie + Plutokratie (mehr dazu später)

Was beutet globale Ungerechtigkeit? Die schrecklichen Kennzahlen eines globalen Ist-Zustands:

– »Jeden Tag sterben 100.000 Menschen an Hunger oder an den unmittelbaren Folgen«1

– »Alle 3,6 Sekunden verhungert ein Mensch; die große Mehrzahl sind Kinder unter 5 Jahren.«2 »Alle 5 Sekunden verhungert ein Kind.«3 »30.000 Kinder sterben täglich an Hunger, den Folgen schmutzigen Wassers und vermeidbaren Krankheiten.«4

– »Letztes Jahr waren 842 Millionen Menschen schwerstens, permanent unter ernährt gewesen.«5

– »Weltweit sterben 2,6 Millionen Babys innerhalb ihres ersten Lebensmonats. Eine Million von ihnen sind schon am ersten Tag tot. Das hat das UN-Kinderhilfswerk Unicef gezählt. Besonders tragisch: Die meisten Tode wären vermeidbar.«6

– »Jedes Jahr sterben 6,6 Millionen Kinder unter 5 Jahren an vermeidbaren Krankheiten.«7

– »Alle 4 Minuten verliert jemand das Augenlicht, wegen Vitamin A Mangel.«8

– »Jede Minute stirbt ein Kind durch verunreinigtes Wasser.«9 »Von den 2,1 Milliarden Menschen, die kein sicheres Trinkwasser haben, haben 844 Millionen nicht einmal Zugang zu elementarer Wasserversorgung.«10 »8 Millionen Menschen sterben jährlich an den Folgen von Wassermangel und -verschmutzung, darunter 1,6 Millionen Kinder.«11 »Um 300% wird der globale Süßwasserverbrauch in den nächsten 30 Jahren steigen.«12

– »Laut UN-Programm Habitat verfügen 1,1 Mrd. Menschen in städtischen Gebieten über keine angemessene Unterkunft; die Zahl der Betroffenen dürfte bis 2025 auf 1,6 Mrd. steigen. Mindestens 100 Mio. Menschen sind praktisch obdachlos. In Europa sind jedes Jahr vier Millionen vorübergehend von Obdachlosigkeit betroffen, in den USA 3,5 Millionen.«13

– »Im Jahr 2016 starben 1,34 Millionen Menschen weltweit an den Folgen einer viralen Leberentzündung, darunter Leberkrebs, Leberzirrhose, Hepatitis A, E, B, C und D. Tuberkulose verursachten 1,2 Millionen Todesfälle, 1 Millionen gingen auf das Konto der Immunschwächekrankheit AIDS und 719.000 Todesfälle wurden durch Malaria verursacht.«14

– »Mehr als 1 Milliarde Menschen müssen am Tag mit weniger als 1 Dollar haushalten. Weitere 2,7 Milliarden leben mit weniger als 2 Dollar am Tag.«15

– »Das reichste Prozent der Weltbevölkerung besitzt weiterhin mehr Vermögen als der gesamte Rest.«16 »2017 gab es weltweit alle 2 Tage einen neuen Milliardär.« Vor 30 Jahren gab es 140 Milliardäre mit einem Gesamtvermögen von 295 Milliarden Dollar, 2017 gab es bereits 2043 Milliardäre mit insgesamt 7,7 Billionen Dollar Gesamtvermögen.«17 »Bill Gates, Amancio Ortega, Warren Buffett, Carlos Slim Helu, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg, Larry Ellison und Michael Bloomberg: Sie besaßen im Jahr 2016 426 Milliarden Dollar – 3,6 Milliarden Menschen kamen dagegen zusammen auf lediglich 409 Milliarden Dollar.«18

– »40 Millionen Menschen leben weltweit unter Verhältnissen moderner Sklaverei, 25 Millionen in Form von Zwangsarbeit, 15 Millionen lebten in einer Zwangsehe, die häufig auch Zwangsarbeit miteinschließe.«19

– »Von 2008 bis 2017 hat sich der Schuldenstand des Globalen Südens fast verdoppelt und beträgt aktuell 6,877 Billionen US-Dollar.«20

– »Weltweit 20 Kriege und 385 Konflikte hat das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung im Jahr 2017 gezählt.«21 »1572 Mrd. Euro betragen die jährlichen Rüstungsausgaben, steigende Tendenz. Gemessen am weltweiten Bruttosozialprodukt (BIP) betrugen die Rüstungsausgaben weltweit 2,2 Prozent.«22

– »264 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren haben weltweit keinen Zugang zu Bildung.«23 »750 Millionen Analphabeten weltweit.«24

– »Ende 2017 waren 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Dies ist die höchste Zahl, die jemals von UNHCR verzeichnet wurde.«25

– »Demokratie feindliche Staaten: mindestens ein Viertel aller Nationalstaaten und damit rund ein Drittel der Weltbevölkerung werden autoritär regiert.«26

– »Täglich sterben, je nach Schätzung, zwischen 70 und 200 größtenteils unerforschte Pflanzen- und Tierarten aus. Die Hauptgründe für das Artensterben bestehen fort oder haben sich sogar verschärft.«27

– »Drohende Überbevölkerung: Im Jahr 2050 werden wir laut Prognosen der Vereinten Nationen 9,8 Milliarden / Im Jahr 2100 11,2 Milliarden.«28

3.) Soll – Zustand: Was wäre eine wünschenswerte realistische Zukunft bis 2030?

Globale Formel um den Raubtierkapitalismus weltweit zu bändigen:

Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Globale direkte Demokratie (Schützt das globale Gemeinwohl vor Scheindemokratien oder Autokratien) + Globales Hebelregister (Schützt das globale Gemeinwohl vor der Plutokratie) –> mehr dazu später

Die Vereinten Nationen (UNO) legen die Sustainable Development Goals fest und setzen auf die Agenda 2030. Die Agenda 2030 soll die Welt verändern.

Was ist die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung?

»Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung gehen die 193 UN-Mitgliedsstaaten für die kommenden 15 Jahre eine Partnerschaft für Frieden und Wohlstand für alle Menschen und für den Schutz der Umwelt und des Klimas auf dem Planeten Erde ein. Die Agenda wurde am 25. September 2015 von der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York beschlossen. Sie trat am 1. Jänner 2016 in Kraft und enthält 17 globale Nachhaltigkeitsziele, die so genannten SDG (Sustainable Development Goals). Diese Ziele gliedern sich in insgesamt 169 Sub-Ziele. Die SDG geben Leitlinien für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene vor und bauen auf dem Prinzip auf, alle Menschen miteinzubeziehen.

Die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDG)

  1. Armut in jeder Form und überall beenden.
  2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.
  3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern.
  4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern.
  5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen.
  6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten.
  7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern.
  8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.
  9. Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen.
  10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern.
  11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen.
  12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen.
  13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen (in Anerkennung der Tatsache, dass die UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change– Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen) das zentrale internationale, zwischenstaatliche Forum zur Verhandlung der globalen Reaktion auf den Klimawandel ist).
  14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen.
  15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen.
  16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen.
  17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben.«29

Eine Weiterentwicklung der neuen Ziele ist, dass sie für alle Staaten der Welt Gültigkeit haben. Die Global Goals bilden einen Rahmen für nachhaltige Entwicklung auf wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Ebene. Ein schonender Umgang mit Ressourcen, verantwortungsvolle Sozialstandards und die Reduktion von klimaschädlichen Gasen wird von allen Staaten eingefordert.

Wesentliches Problem dieses Plans bis 2030 ist: Die Umsetzung ist freiwillig und jeder Staat entscheidet selbst über die Maßnahmen zur Erreichung der Ziele. 

4.) Das grundlegende Problem – Das kollektive globale Bewusstsein: »Die Welt lässt sich nicht zum Besseren hin verändern.«

Einige Leser waren vielleicht schon einmal in der Situation, dass in einer Runde das Weltgeschehen diskutiert wurde und man versucht hat, sich die Weltordnung und die globale Ungerechtigkeit zu erklären, mögliche Lösungsansätze zu finden, aber am Ende des Gesprächs zu dem Schluss kam, dass die Welt schon immer ungerecht war, ist und auch immer sein wird und man sich damit abfinden muss.

Egal mit wem ich diskutiert habe, ich habe privat noch so gut wie keinen Menschen kennen gelernt, der voller Zuversicht gemeint hätte: »Ja, ich denke, dass die Welt besser wird, dass in der Welt, in der ich lebe, die meisten Menschen ein gutes Leben führen oder führen werden.« In Summe sind sich sehr viele Menschen darüber einig, dass hier vieles gewaltig falsch läuft, aber sie unternehmen nichts dagegen. Am Ende jeder Diskussion steht fest: »Die Welt lässt sich nicht verändern.« Man muss die gegebenen Rahmenbedingungen akzeptieren und anerkennen, dass die Wirtschaft die Regeln immer mehr diktiert, die Politik im Wesentlichen hilflos zuschaut bzw. der Wirtschaftselite mehr und mehr unter die Arme greift, mittels entsprechenden Gesetzesbeschlüssen deren Reichtum noch mehr befördert und selbst immer machtloser wird. Jeder begibt sich in seine Welt zurück, ist vielleicht maximal Mitglied einer NGO, nimmt sein Wahlrecht wahr, kauft hin und wieder ein Fairtrade-Produkt, ist Vegetarier und hofft, dass er damit einen guten Beitrag leistet, damit die Welt vielleicht ein Stück besser wird, und sein Gewissen etwas beruhigen kann. Ich beobachte auch bei vielen, dass, wenn man argumentiert, wie man die Welt global verbessern könnte, viele Menschen jede Menge Gegenargumente sofort parat haben, warum es unmöglich ist, die Welt gerechter zu machen. Der Gedanke, dass eine gerechte Welt möglich wäre, ist für die meisten Menschen eine Utopie und viele wehren sich zu Beginn mit Händen und Füßen, um ja nicht von ihrer getroffenen Überzeugung Abstand nehmen zu müssen. Wesentlich ist, was ganz tief im Hinterkopf bei so gut wie jedem Individuum abgespeichert ist: »Du wirst die Welt nicht verändern!«, was letztendlich zu einem globalen kollektiven Bewusstsein führt: »Die Welt lässt sich nicht zum Besseren hin verändern.«

Ich verfolge in diesem Buch das Ziel, dass, wenn Sie es zu Ende gelesen haben, sich ihr Gefühl und Verstand hinsichtlich des Themas »Du wirst die Welt nicht verändern« umkehrt zu »Du wirst die Welt verändern« und Sie gestärkt in die Zukunft schreiten mit dem Wissen, es ist nicht wahr, die Welt kann ein Ort werden, wo möglichst viele Menschen ein menschenwürdiges Leben führen können.

Mein Anspruch ist es, so gut und einfach zu argumentieren, dass jeder Mensch, egal welchen Bildungsgrades, die wesentlichen Argumente verstehen wird und letztendlich mit dem Wissen bewaffnet ist, sich in seinem möglichen Rahmen für eine bessere Welt einzusetzen und die Möglichkeit erhält, dass faulige System unserer Zeit ohne Gewalt zu zerschlagen und ein neue gewinnbringende »Globale ökosoziale Marktwirtschaft« zu etablieren bzw. als eine Übergangslösung die »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft«. (Mehr dazu später.)

Jeder Einzelne, der dieses Buch liest, die Website studiert oder die geplante Filmdoku schaut, muss aber am Ende des Tages selbst entscheiden, wie er oder sie dieses Buch deutet, welche Schlüsse man daraus zieht und ob man den alten Denkmustern verhaften bleibt oder den Mut gewinnt und sein Lebensmantra ändert: »Du wirst die Welt verändern!«

Das Ziel ist erreicht, wenn sich das Denken und Handeln möglichst vieler Menschen global gewandelt hat, sodass sich das globale kollektive Bewusstsein zu drehen beginnt und die Menschen zuversichtlich sagen können: »Die Welt lässt sich zum Besseren hin verändern.«

5.) Warum der Einzelne nur wenig bewirkt?

Der Bevölkerung vorzuwerfen, sie sei für den globalen Ist-Zustand der Welt selbst verantwortlich, wäre überzogen. Menschen, egal wo sie leben, bewegen sich in einem vorgegebenen System, finden Rahmenbedingungen vor und passen sich den Gegebenheiten an. Aber wir alle sind Teil des globalen Systems und das Denken und Handeln jedes Einzelnen beeinflusst unser aller Zusammenleben. Letztendlich ist es vorprogrammiert, dass der Großteil der weltweiten Bevölkerung Mitläufer sind, die schwerstens damit beschäftigt sind, dem derzeitigen neoliberalen System standzuhalten, in dem sie schlimmstenfalls umzukommen drohen.

Warum ist es für das Individuum und in weiterer Folge für die Bevölkerung so schwer, wesentliche Änderungen herbeizuführen und eine gerechtere Welt zu erschaffen?

1) Desinteresse an Politik und Wirtschaft: Wie in der Schule die meisten Schüler/innen sich nicht für Mathematik begeistern können, ist es wohl auch mit Politik und Wirtschaft. Die Masse spricht meines Erachtens maximal zu Wahlzeiten auf das Spektakel emotionalisierter Politik an, wenn sich z.B. zwei Politiker in einer Diskussion gegenseitig unschöne Dinge an den Kopf werfen. Dass sich in absehbarer Zeit im Alltag aber viele Menschen weltweit vertiefend mit Politik und Wirtschaft beschäftigen werden, ist meines Erachtens aus heutiger Sicht maximal Wunschdenken. Durch das Unwissen bzw. Halbwissen der breiten Masse haben Politiker mit einfachen Botschaften leichtes Spiel und es kommen meistens keine Parteien an die Macht, die tatsächlich für konstruktive zukunftsweisende Politik stehen, soweit es solche Parteien im jeweiligen Staat überhaupt gibt.

2) Gute oder schlechte Welt? Das Bewusstsein für eine gerechte oder ungerechte Welt fehlt meistens. Was ist an unserer Welt überhaupt ungerecht?

Bürger aus Industriestaaten: Mir geht es doch gut! Geht es Menschen woanders wirklich so schlecht? Das kann nicht stimmen, dass alle 5 Sekunden ein Kind an Hunger stirbt. Das kann nicht stimmen, dass 3,7 Milliarden Menschen (Hälfte der Weltbevölkerung) mit 1–2 Dollar am Tag leben müssen und auf der anderen Seite es alle zwei Tage einen Milliardär mehr gab im Jahr 2017.

Bürger aus Entwicklungsländer: Könnte es uns besser gehen? Uns geht es bereits so lange schlecht, wie soll sich das jemals ändern? Wie könnte ich mir und meiner Familie helfen?

Man kann vom Durchschnittsbürger und der globalen Masse nicht verlangen, ein Politik- und Wirtschaftsexperte zu sein und z.B. eine allumfängliche fundierte Meinung und Lösungen für eine gerechte Welt parat zu haben. Wäre jedoch eine Vielzahl an Menschen global mit dem Wissen dieses Buches bewaffnet, wäre eine Kettenreaktion des Informationsaustauschs auf hohem Niveau hinsichtlich globaler Systemveränderung möglich. Denkbar wäre das aber nur, wenn aufgrund des Buches tatsächlich eine globale Bewegung mittels einer NGO und politischen Partei in möglichst vielen Staaten entstehen würde, denn ein Buch, eine Filmdokumentation und Website alleine werden die Welt nicht verändern. Es muss eine global agierende NGO mit Think Tank geben und eine Partei, die in möglichst vielen Staaten demokratisch wählbar ist; nur dann haben die Forderungen dieses Buches eine Chance, in die Realität umgesetzt zu werden.

3) Heile kapitalistische Welt: Menschen, die sich mit dem System identifizieren und den Kapitalismus bejahen, vielleicht Karriere im bestehenden System gemacht haben, einem gut bezahlten Job nachgehen oder erfolgreich ein Unternehmen führen, neigen oft dazu, das bestehende System in vielen Punkten zu idealisieren, die positiven Inhalte des momentanen Ist-Zustandes hervorzukehren und wesentliche negative Fakten auszusparen. Es ist für viele enorm wichtig, dass die eigene erarbeitete Existenz und die systemischen Rahmenbedingungen im Staat als faires Gesellschaftsprinzip anerkannt werden und der eigene Erfolg dem persönlichen Mehreinsatz zu verdanken ist, den die anderen erfolglosen Menschen nicht willens sind aufzubringen. Dass der persönliche Erfolg auf einer globalen Systemlüge beruhen könnte, ist für diese Personen meist denkunmöglich und verärgert sie oft zutiefst. Oft werden diese Menschen an diesem Punkt emotional, da sie nicht wahrhaben wollen, dass ihr persönlicher Vorteil, ihr persönliches Vorankommen meistens ein wesentlicher globaler Systemnachteil vieler anderer ist und diese anderen, angeblich erfolglosen Menschen systemisch oft so gut wie gar keine Chance haben, sozial aufzusteigen. Im Vordergrund steht, dass Sie sich diesen Wohlstand hart erarbeitet haben und jeder fleißige Mensch, der den Willen dazu hat, das auch schaffen kann, und die Menschen, die es nicht schaffen, selber schuld sind. Man ist nicht bereit über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und in Betracht zu ziehen, dass die globalen Systembedingungen nur wenigen Menschen dienen.

Global betrachtet: Viele Menschen glauben an den amerikanischen Traum und dass jeder den Aufstieg in der Gesellschaft schaffen kann, im besten Fall Millionär oder Milliardär zu werden. Weltweit besitzen aber in etwa nur 0,4 % mehr als eine Million Dollar, sprich es ist eher unwahrscheinlich, Millionär zu werden; viele Menschen sind systembedingt Verlierer und müssen sich dann von vielen Systemgewinnern, die nicht den nötigen globalen Weitblick haben, auch noch anhören: »Ihr strengt euch ganz einfach nicht genug an.«

4) Gleichgeschaltete Gottlosigkeit systemisch vorprogrammiert: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist.« (Adam Smith)

In Familien, Freundschaften, Beziehungen sind Werte wie gegenseitiges Vertrauen, Geborgenheit, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung, Liebe etc. enorm wichtig. Erfährt man Ungerechtigkeit in seinem unmittelbaren Umfeld, ist die Bereitschaft sehr oft da, das zum Ausdruck zu bringen. Das Gerechtigkeitsbewusstsein von Kindern ist meistens auch sehr ausgeprägt und wird bei Zuwiderhandlung so gut wie immer bedingungslos zum Ausdruck gebracht. Wo beginnt nun unser gottloses Dasein, unsere Bereitschaft, die uns umgebende Ungerechtigkeit zuzulassen? Je älter man wird, umso mehr erschließt sich einem das gesamte Weltbild. Bei entsprechender Bildung hat man mit etwa 13 bis 18 Jahren ein ungefähres Bild von der globalen Welt und beginnt nach und nach zu differenzieren, wo man sich für Gerechtigkeit einsetzt und wo man stillhält: »Wo zahlt es sich persönlich oder im öffentlichen Bereich aus, sich für Gerechtigkeit einzusetzen, und wo habe ich sowieso keine Chance, etwas zu verändern?« Spätestens wenn man erwachsen wird, muss man Geld verdienen, vergisst nach und nach vielleicht dagewesene Ideale, passt sich dem ganz normalen täglichen Wahnsinn an und lässt den täglichen Ist-Zustand einfach geschehen, verstummt und kämpft um seine eigene Existenz, damit zumindest dort ein bisschen heile Welt stattfindet. Ich erhebe hier nicht den moralischen Zeigefinger, ich beschreibe lediglich die reale Geisteshaltung vieler Menschen: »Wie soll man schon der globalen Ungerechtigkeit begegnen, man hat als Individuum keinen Handlungsspielraum und man kann die Politik, die Wirtschaft, das System nicht verändern. Wenn man nicht verrückt werden will, akzeptiert man die Welt, wie sie ist, versucht zumindest aus seinem eigenen Leben etwas Vernünftiges zu machen. Ich habe die Welt nicht so erfunden und ich passe mich an, damit ich eine Chance habe zu überleben. Ich kann nichts dagegen tun, dass jeden Tag 100.000 Menschen verhungern, ich bin dafür nicht verantwortlich. Fast jeder passt sich an und erkennt die Spielregeln an, ich muss die Realität anerkennen und bei gewissen Dingen mitspielen, wenn ich nicht unter die Räder kommen will. Ich tue das, was für mich am besten ist, meine Familie, Freunde, die restliche Welt kann mir gestohlen bleiben.«

5) Zeitmangel: So gut wie alle Menschen haben nicht die nötige Zeit, sich Gedanken zu machen, was die Probleme unserer Zeit sind. Die eigenen Probleme stehen meistens im Vordergrund und lassen es nicht zu, sich mit externen Problemen zu beschäftigen, schon gar nicht, wie man die Welt retten könnte.

6) Erziehung: Man wird in dieses System hineingeboren und dazu erzogen, die aktuellen Regeln und Gesetze anzuerkennen. Es findet keine wirkliche Diskussion in den Schulen, im Elternhaus, in Medien etc. über unsere Regeln und Gesetze statt. Selbst wenn man die Ungerechtigkeiten sieht, haben viele Angst, gegen das bestehende System aufzubegehren. Man will Teil des Systems und kein Außenseiter sein.

7) Fehlende Bildung: Aufgrund der herrschenden Schulbildung wird die Menschheit so erzogen, dass sie dem System dient und nicht dazu, dass man es hinterfragt. Im Weiteren leidet der Großteil der Bevölkerung unter fehlender Bildung. Somit fehlt die Grundlage, gegen das System konstruktiv aufzubegehren. Das Thema globale Gerechtigkeit und Globalisierung, so wie ich es hier erkläre, ist doch sehr umfangreich und es ist schwer, den wesentlichen Rahmen zu erfassen. Wer sich damit zum ersten Mal auseinandersetzt, ist schnell überfordert.

Hinweis: Wenn Sie die Welt verändern möchten, lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn Sie anfangs nicht alles verstehen. Das ist, als würde man eine neue Sprache lernen: Da versteht man zu Beginn auch nur wenig, aber mit der Zeit begreift man immer mehr. Wesentlich ist, dass Sie die Kernbotschaft dieses Buches verstehen und sich immer tiefer in die Materie einlesen. So eignen Sie sich Tag für Tag immer mehr Wissen zu diesem Thema an und werden immer mehr Sachverhalte einwandfrei verstehen.

8) Konsum von Produkten und Dienstleistungen: Denken Sie an eine Einkaufsstraße und wie viele Produkte und Dienstleistungen Sie zur Auswahl haben, die in einem globalen gemeinwohlschädlichen System produziert wurden. Selbst wenn Sie sich vornehmen, keine Produkte und Dienstleistungen mehr zu konsumieren, die auf globaler Ausbeutung beruhen, halten das die wenigsten aus. Der Mensch ist grundsätzlich bequem und nur die wenigsten nehmen den Kraftakt auf sich, bei jedem Einkauf darüber nachzudenken, ob sie sich als Konsument im globalen Kontext korrekt verhalten. Solange die Produkte und Dienstleistungen legal im Geschäft zu erwerben sind, werden diese auch von der breiten Bevölkerung gekauft werden. Selbst wenn abschreckende verpflichtende Kennzeichnungen wie bei Zigaretten auf Preisschildern vorzufinden wären, würden Konsumenten trotzdem weiterhin das T-Shirt für fünf Euro bei H&M kaufen. Solange die 206 Staaten global die Verantwortung nicht übernehmen und in Summe eine globale Gesetzgebung verankern, die es Konzernen und großen Firmen gar nicht mehr ermöglicht, Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen, die den nötigen globalen Standards entsprechen, solange wird es auch Menschen geben, die bei H&M legal ihr T-Shirt kaufen, da die wenigsten es sich zur Aufgabe machen werden, einen Produkt- und Dienstleistungs-Slalom zu fahren, nur um ein besserer Mensch zu sein.

9) Kaufkräftiger Konsument / Kein Außenseiter: Die meisten Menschen wollen sich nicht aktiv an der Gestaltung eines neuen Systems beteiligen, sondern wollen primär konsumieren und Teil des bestehenden Systems sein. Ein Außenseiter zu sein, das halten nur wenige aus.

10) Kein ersichtlicher Effekt: Wenn Sie einen Tag im Monat trainieren, werden Sie keinen positiven Effekt bemerken. Wenn Sie drei- bis viermal die Woche Ausdauer und Kraftsport betreiben, sich gesund ernähren, einen gesunden allgemeinen Lebensstil führen, werden Sie hinsichtlich Ihrer Ausdauer, Kraft, Gewicht, äußeren Erscheinung nach und nach eine positive Veränderung bemerken. Wenn Sie Fairtrade-Produkte ein Jahr lang konsumieren, werden Sie in Ihrer unmittelbaren Umgebung, bis hin zum globalen Kontext, keinen offensichtlichen Effekt erkennen. Die meisten Menschen wünschen sich einen spürbaren sichtbaren Erfolg für ihre Handlungen; bleibt dieser aus, fällt in den meisten Fällen die Motivation.

11) Der Irrglaube an eine positive Kettenreaktion: Es gibt Menschen, die glauben, wenn sie an ihrem Leben selbst etwas ändern, sprich ein korrekter Konsument werden und ihre Ideologie weitergeben, das eine Kettenreaktion zur Folge haben kann und die Welt sich so zum Besseren wendet. Hiergegen sprechen jede Menge Argumente:

– Wenn zwei, drei, vier, acht, hundert Menschen an einem Tisch sitzen und sich bei einem Thema einigen müssen, wird das ein sehr schwieriges Unterfangen, weil jeder individuelle Vorstellungen hat. Dass Sie jemanden von Ihrer Lebensphilosophie überzeugen und diese dann tatsächlich auch gelebt wird – ich denke nicht, dass das realistisch ist.

– Der Mensch ist ein Gewohnheits- und Bequemlichkeitstier und passt sich eher den Gegebenheiten, sprich einem System an, als dass er dagegen aufbegehrt und versucht, dieses selbst aktiv zu verändern. Außer er wird durch ein System in seiner unmittelbaren Lebensrealität stark beschnitten, dann wird er beginnen aufzubegehren. Doch solange vor allem in den Industriestaaten und Schwellenländern die Pizza in den Ofen geschoben werden kann, eine Cola auf den Tisch kommt und am Abend der Fernseher aufgedreht werden kann, werden sich nur wenige erheben.

– Die Forderung von Jean Ziegler mit dem Buchtitel »Ändere die Welt«30 oder Stéphane Hessels »Empört euch«31 empfinde ich als sehr wichtig und ich schätze die beiden Bücher auch sehr, aber darauf zu hoffen, dass große Teile der Bevölkerung sich aufgrund dessen erheben, ist meines Erachtens naiv. Natürlich wird man Einzelne bewegen können, sich dem Thema zu widmen, aber mit dem Informationsträger Buch alleine wird das niemals eine Dimension annehmen, die tatsächlich eine globale Welt wesentlich verändern wird, da Bücher aus heutiger Sicht nur eine Elite von wenigen Menschen erreichen. Am schwierigsten ist es, Menschen zu einer Veränderung zu bewegen, da jeder Mensch sich in denjenigen Bahnen am liebsten bewegt, die er gewöhnt ist. Globale Empathie in einem Buch zu fordern, ist zwar ein romantischer Gedanke, doch wird er meines Erachtens nicht ausreichen, um Menschen in Bewegung zu setzen. Menschen übernehmen maximal Verantwortung für sich selbst, ihre Familie und Freunde; für mehr ist in den meisten Fällen auch keine Zeit, kein Drang etc.

12) Kein politisches Angebot in den meisten Staaten: Global betrachtet lebt man entweder in einem Staat, wo es keine Demokratie gibt, wo es als Normalbürger so gut wie gar nicht möglich ist, etwas im eigenen Staat oder in globaler Sicht zu ändern. Oder man lebt in einem Land mit einer Demokratie, die aber aus heutiger Sicht lediglich als Scheindemokratie betrachtet werden kann, da Politiker Inhalte vor Wahlen versprechen und oft nicht einhalten, viele mögliche Inhalte, die Ihnen in der Zukunft begegnen werden, gar nicht vorher wissen können und somit Handlungen setzen, ohne dass der Souverän darüber befinden kann, ob er dieser Meinung ist. In manchen Staaten gibt es die Möglichkeit einer Volksbefragung, die aber mit einem enormen Kraftakt verbunden ist, da man vorher meist sehr viele Stimmen aus der Bevölkerung benötigt, bis tatsächlich darüber abgestimmt wird.

13) Zu wenige Akteure + keine globale Solidarität: Im Wesentlichen gibt es sehr viele Menschen, die mit dem aktuellen System nicht zufrieden sind, aber zu wenig Menschen begehren auf und werden tatsächlich aktiv, wodurch aktive Weltverbesserer derzeit eine Minderheit sind. Im Weiteren besteht das Problem, dass die Solidarität für eine gerechtere Welt in einzelnen Staaten ganz schwach vorhanden ist, geschweige denn global. Solange sich nicht vor allem in Industriestaaten und Schwellenländern möglichst viele Menschen für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung einsetzen und den Versuch unternehmen, global sich möglichst stark zu solidarisieren, wird das obere 1 %, sprich die aktuellen Staatsführer und Konzerneliten, leichtes Spiel haben, ihre Vorstellungen von einer Welt beizubehalten bzw. nach und nach auszubauen.

Abschließend: Ich denke nicht, dass die breite Bevölkerung sich bislang darum sorgt und sich in naher Zukunft sorgen wird, wie man die Welt gerechter machen könnte. Es wird primär die Aufgabe von NGOs, Oppositionspolitikern und Oppositionsparteien sein, die wesentlichen Rahmenbedingungen für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung zu erkämpfen. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn diese Schritte durch direkte Demokratie vom Bürger durch Wahlen oder Volksbefragungen abgesegnet werden. Wesentlich ist auch eine global agierende NGO und neue politische Partei, die in möglichst vielen Staaten demokratisch wählbar ist, um diese Ziele zu unterstützen. Nur wenn die Bevölkerung konstant mit Informationen bezüglich eines möglichen wählbaren gerechteren Systems konfrontiert wird und eine Partei tatsächlich wählen kann, die sich für solch eine Politik einsetzt, besteht die Möglichkeit, dass die hier vorgeschlagenen Systemänderungen tatsächlich in der Zukunft umgesetzt werden. Dass der Souverän sich in großen Scharen aber von heute auf morgen bildet und das Bedürfnis entwickelt, die Welt zu retten – das wird wohl so schnell nicht passieren, dazu bedarf es ziemlich wahrscheinlich noch einer weiteren globalen Wirtschaftskrise. Die direkte Demokratie wäre aber eine Chance dafür, das Interesse der Bevölkerung an Politik zu heben, weil dann ganz normale Menschen die aktuellen Gesetze mitbeschließen würden. Natürlich möchte ich mit meinem Buch, meiner geplanten Filmdokumentation, Website, NGO und Partei dazu beitragen, dass Menschen ein Bewusstsein für das Thema entwickeln und die Möglichkeiten erkennen, wie sie selbst bzw. in Summe ein System durch die Politik und in weiterer Folge durch die Wirtschaft verändern können. Sollten sich wider Erwarten breite Bevölkerungsschichten dazu entschließen, für eine gerechtere Welt zu kämpfen, täusche ich mich natürlich gerne! J Eine erste realistische Ebene ist, dass man eine breite Bevölkerung dazu bekommt, sich an der Oberfläche an diesem Gedanken zu beteiligen und uns z.B. ein Like auf Facebook zu geben. Wenn nur 10 % aller Facebook-Nutzer (etwa 200 Millionen User) unserer Facebook Seite einen Like geben würden, würde das innerhalb kürzester Zeit ein mediales Echo auslösen und würde mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Folge haben, dass darüber global in allen Staaten berichtet wird. Das würde ich der Weltgemeinschaft zutrauen – dass also viele Menschen sagen: »Ich bin nicht bereit, meine Gewohnheiten aufzugeben, um die Welt selbst aktiv zu verändern, aber ich habe die Basisbotschaft von »Du wirst die Welt verändern« verstanden und ich investiere eine Minute, gehe auf das Facebook-Profil, gebe dieser Organisation ein Like und trage dazu bei, dass dieses Konzept für eine bessere Welt weltweit Gehör findet und umgesetzt wird.

6.) Individuum – Wie sich jeder Einzelne von uns, für eine gerechte Welt stark machen kann

Eine mögliche Ebene, sich für eine gerechtere Welt einzusetzen, ist natürlich der persönliche Konsum von Produkten und Dienstleistungen. Instinktiv weiß man sehr oft, ob man mit den Produkten oder Dienstleistungen, die man tagtäglich konsumiert, dem Gemeinwohl schadet oder dient. Wenn man sich unsicher ist: Unternehmen ganz einfach googeln, um seine Entscheidung abzuwägen. Wenn man sich wirklich effektiv und global dem Thema Eigenverantwortung widmen möchte, berechnet man am besten seinen persönlichen ökologischen Fußabdruck. Damit sieht man ganz klar, wie man sein Potential als Individuum, möglichst ressourcenschonend zu leben, verbessern kann. Im Weiteren kann man sich bei NGOs wie z.B. Amnesty International, Greenpeace etc. engagieren. Es ist ratsam, wählen zu gehen und sein demokratisches Recht zu nützen. Hier eignen sich natürlich Parteien, die unsere Ideen unterstützen und die Ihren persönlichen Vorstellungen entsprechen. Es ist natürlich sehr nützlich, wenn Sie persönlich eine politische und wirtschaftliche Meinung haben und Ihre Mitmenschen von Ihren Positionen überzeugen können. Nehmen Sie Ihr Recht der Demonstrationsfreiheit wahr, falls es in Ihrem Staat möglich ist. Sollten Sie vermögend sein, gibt es jede Menge Möglichkeiten, Geld zu spenden, indem man sich z.B. ein Patenkind nimmt oder an hilfsbedürftige Institutionen, NGOs etc. spendet. Insgesamt bin ich der festen Überzeugung, dass die meisten Menschen ganz gut wissen, was alles möglich wäre zu tun, man aber in seinem Leben meistens so stark gefordert ist, dass man dafür keine Zeit hat, auch noch mal kurz die Welt zu retten. Ich möchte hier ganz klar festhalten, dass ich der festen Überzeugung bin, dass das Verhalten des Einzelnen im alltäglichen Leben kaum dazu führen wird, dass man in einer gerechteren Welt aufwachen wird. Es müssten Millionen, wenn nicht Milliarden von Menschen, vor allem in Industriestaaten und Schwellenländern, Ihre Lebensgewohnheiten und ihr Konsumverhalten massiv ändern, um Konzerne in die Knie zu zwingen und zu einem alternativen Wirtschaften zu bewegen. Mir ist es wichtig, realistisch darzustellen, welchen Stellenwert für das Gelingen einer gerechteren Welt das individuelle Verhalten im globalen Kontext hat, was nicht bedeuten soll, dass, wenn man die Möglichkeit hat, sich als Konsument korrekt zu verhalten, das nicht tun sollte. Um wirklich voranzukommen, bedarf es aber eines globalen Systemwechsels, damit das Individuum ganz anderen Rahmenbedingungen begegnet und nicht ständig darauf achten muss, dass er oder sie ein korrekter globaler Staatsbürger/in und Konsument/in ist. Letztendlich sollten die 206 Staaten ein System schaffen, in dem Bürger in aller Welt gar nicht die Möglichkeit haben, Produkte und Dienstleistungen zu kaufen, die auf Ausbeutung, wie z.B. schlechte Arbeitsbedingungen, Lohndumping, Steuerhinterziehung etc., beruhen, und entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, damit möglichst alle Menschen mit den nötigen Lebensgrundlagen ausgestattet werden, um ein Leben in Würde und Freiheit zu leben.

Zusammenfassung dessen, was Sie als Individuum leisten können:

– Facebook-Like für unsere Organisation: Je mehr Sie ihr Potential auf Facebook ausschöpfen, umso mehr Menschen können Sie für unsere Organisation gewinnen und einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass unser Anliegen global Gehör findet. Der erste einfache Schritt: ein Like auf Facebook.

– NGO: »Du wirst die Welt verändern«: Werden Sie Mitglied unserer Organisation oder einer etablierten NGO (Amnesty International, Greenpeace etc.), betätigen Sie sich ehrenamtlich und spenden Sie nach ihrem Ermessen einen für Sie verträglichen Betrag. Natürlich wären wir Ihnen auch dankbar, wenn Sie unsere Organisation »Du wirst die Welt verändern« finanziell unterstützen würden.

– In diesen Bereichen benötigen wir noch Unterstützung:

  1. Übersetzung des Buches, der Website und Erklärvideos: »Du wirst die Welt verändern?« in folgende Sprachen: Englisch, Spanisch, Französisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch usw.
  2. Webdesigner
  3. Marketing-Experten
  4. Social-Media-Experten
  5. Drehbuchautoren, Animationskünstler, Sprecher etc. für Erklärvideos
  6. Werber für Spenden
  7. Leute mit allgemeiner NGO-Erfahrung
  8. Filmdoku: Es ist eine Filmdoku geplant, für die ich bereits ein Drehbuch geschrieben habe. Leider ist eine solche Filmproduktion mit hohen Kosten verbunden, weshalb wir auch hier noch Unterstützung benötigen: Filmproduktionsfirma, Finanzierung der Filmdoku usw.
  9. Wovon wir träumen – Unterstützung eines Millionärs oder Milliardärs: In Summe hat unsere Organisation bereits ein globales Konzept, wie wir die Botschaft einmal um den gesamten Globus schicken würden. Es scheitert derzeit lediglich am Geld und dem nötigen Personal, damit wir uns entsprechend vergrößern können. Am einfachsten wäre es, wenn sich ein Großspender finden würde, sprich ein Millionär oder Milliardär, den die Lösungsvorschläge für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung anspricht und diese gerne global umgesetzt sehen möchte.

– Partei: »Du wirst die Welt verändern«: Sobald Sie unsere Partei in Ihrem Staat auf Ihrem Wahlzettel vorfinden sollten, würden wir uns natürlich freuen, wenn Sie Parteimitglied werden, Sie uns mit Ihrem persönlichen Einsatz unterstützen und uns Ihre Stimme bei der Wahl geben würden. Im besten Fall landet unsere Partei in einer Vielzahl an Parlamenten. So wäre gewährleistet, dass wir am demokratischen Prozess teilnehmen, die Lösungsvorschläge dieses Buches öffentlich zur Diskussion gebracht werden und die Möglichkeit besteht, dass tatsächlich Gesetze im Parlament beschlossen werden, die dem Gemeinwohl dienen. Solange dem nicht so ist, wählen Sie am besten eine Partei, die unserem Konzept am nächsten ist. Sollten Sie selbst Ambitionen haben, eine Partei mit unserem Namen zu gründen, melden Sie sich einfach bei uns, dann können wir das gerne miteinander besprechen.

– Ökologischen Fußabdruck reduzieren: Gehen Sie online, berechnen Sie Ihren ökologischen Fußabdruck und verändern Sie ihr Konsumverhalten in dem ihnen verträglichen Maß hinsichtlich Produkten (z.B. Fairtrade statt Konzernprodukte) und Dienstleistungen (z.B. Öko-Strom, mehr Fahrradfahren statt mit dem Auto etc.).

– Patenkind nehmen: Investieren Sie in die Zukunft eines armen Kindes in einem Entwicklungsland und spenden Sie an eine entsprechende Organisation.

– Wählen gehen: Wenn es in Ihrem Staat demokratische Wahlen gibt, nehmen Sie ihr demokratisches Recht wahr und gehen Sie wählen. Unsere Empfehlung ist, sich etablierte Parteien und populistische Parteien ganz genau anzuschauen und eine Partei zu wählen, die konstruktive Zukunftsvisionen hat, die das Gemeinwohl langfristig stärken wollen und nicht Wähler mit den niedrigsten Instinkten versuchen zu ködern, indem sie lediglich Angst schüren.

– Demonstrieren: Wenn Demonstrationen angekündigt sind, die Sie befürworten, nehmen Sie an diesen teil.

– Bilden Sie sich und geben Sie ihr Wissen weiter: Je mehr Sie über das globale Weltgeschehen wissen, konstruktive Lösungsvorschläge für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung haben, Ihren Mitmenschen davon berichten und sie argumentativ überzeugen können, tragen Sie dazu bei, dass sich das Denken und Handeln einzelner Personen ändert, und damit machen Sie die Welt ein Stück besser. Auf unserer Website finden Sie jede Menge weitere Bücher und Filme zum Thema globale Weltverbesserung, wo Sie sich entsprechend weiterbilden können.

Konkrete Tipps, wie Sie die Welt in ihrem Alltag verbessern können:

Ernährung:

  • Fleischkonsum reduzieren
  • Regional einkaufen
  • Ausschau halten nach Gütesiegeln
  • Wegwerfen von Lebensmitteln reduzieren

Wasser sparen:

  • Waschmaschine voll beladen
  • Wasserhahn nicht unnötig lang laufen lassen
  • Duschen statt Baden

Reisen:

  • Nicht alleine Auto fahren, wenn möglich
  • Öffentliche Verkehrsmittel verwenden
  • Radfahren im Stadtgebiet
  • Fernreisen reduzieren

Stromverbrauch:

  • Auf einen Ökostromtarif umsteigen
  • Standby vermeiden
  • Sparsam die Wäsche trocknen
  • Energiesparlampen nutzen
  • Energiesparkühlschrank (A++) kaufen
  • Klimaanlage täglich auch mal ausschalten
  • E-Herd gegen Gasherd austauschen

Beim Heizen sparen:

  • Wand hinter den Heizkörpern isolieren
  • Kellerdecke und Dach dämmen
  • Türen und Fenster besser abdichten
  • Thermostat für Heizanlage einbauen
  • Neue Heizungsanlage einbauen

Büro:

  • Papierberge im Büro vermeiden
  • Plastikflaschen und Pappbecher vermeiden

Auto:

  • Langsamer fahren
  • Reifendruck kontrollieren
  • Vorausschauend fahren, früh schalten

Shoppen:

  • Produkte und Dienstleistungen von gemeinwohlschädigenden Unternehmen meiden
  • Fairtrade-Produkte kaufen
  • Second-Hand-Kleidung

Weitere 100 Tipps, wie Sie in ihrem Alltag ressourcenschonend leben können:

  • »1. Rechnen Sie doch mal ihren CO2-Ausstoß aus und versuchen Sie diesen zu reduzieren.
    2. Hände kann man auch kalt waschen. Ist besser für die Haut und spart Heizenergie.
    3. Duschen ist viel sparsamer als baden. Also maximal ein Mal pro Woche baden.
    4. Wenn Sie baden, dann zu zweit. Spart Wasser, Energie und macht mehr Spaß.
    5. Essen Sie regionale Produkte. Transporte verursachen extrem viel CO2.
    6. Kaufen Sie auf dem Wochenmarkt ein. Ist ökologisch und stärkt Bauern der Umgebung.
    7. Kaufen Sie mal bio ein. Öko-Landwirtschaft braucht weniger Energie und Pestizide.
    8. Vegetarier sparen eine Tonne CO2 im Jahr.
    9. Verbannen Sie Elektronik. Zähne nicht elektrisch putzen spart sieben Kilo CO2 im Jahr.
    10. Kochen Sie Eier, Gemüse und Kartoffeln mit wenig Wasser. Ein Zentimeter im Topf reicht.
    11. Auch wenns auf der Verpackung steht: Vorheizen ist selten nötig, kostet Energie.
    12. Ein Deckel auf dem Topf senkt den Energieverbrauch beim Kochen um ein Viertel!
    13. Oder kaufen Sie sich einen Schnellkochtopf: Die sparen 50 Prozent Energie.
    14. Effizienter als der Herd sind auch Schnellkocher und Tauchsieder.
    15. Installieren Sie eine wassersparende Duschbrause. Die Kosten sparen Sie in einem Jahr.
    16. Radeln macht die Waden stark – und schwächt den Klimawandel.
    17. Wer trägt denn noch Plastiktüten? Stofftaschen schützen das Klima.
    18. Kaufen Sie einen Neuwagen oder gebrauchtes Auto das nicht verschifft werden musste.
    19. Füllen Sie nur so viel Wasser in den Wasserkocher, wie Sie brauchen. Das spart Geld.
    20. Kaufen Sie in Ihrem Viertel ein. Sonst gibts da bald keine Läden mehr. Wollen Sie das?
    21. Schalten Sie den Fernseher und andere Geräte richtig aus – Stand-by kostet Strom.
    22. Drehen Sie die Heizung runter. Ein Grad spart sechs Prozent Energie und viel Geld.
    23. Dieses Geld ist sehr gut bei einer der vielen Hilfsorganisationen angelegt.
    24. Elektroschrott wie Handys gehören auf den Recyclinghof. Sie stecken voller Gift.
    25. Geld regiert die Welt. Wechseln Sie also zu einer sozialen Bank.
    26. Auch Anleger müssen keine miesen Kapitalisten sein, legen Sie Ihr Geld bei nachhaltigen Unternehmen an.
    27. Alte Computer oder Fahrräder kann man spenden statt wegwerfen.
    28. Unfassbar: Die meisten Menschen lassen beim Zähneputzen Wasser laufen. Sie auch?
    29. 200 Millionen Menschen sind zu arm für eine Brille. Optiker sammeln alte und helfen so.
    30. Müll gehört in die Tonne, nicht in die Natur. Auch keine Kippe, kein Kaugummi.
    31. Kaufen Sie mal Fairtrade-Kleidung. Das rettet Leben!
    32. Sie haben einen Garten? Sammeln Sie Regenwasser in einer Tonne. Pflanzen gefällts.
    33. Fernreisen z.B. nach Thailand sind schön, aber auch ein Urlaub in der eigenen Region kann ganz schön sein.
    34. Wer trotzdem fliegt, kann wenigstens fürs Klima spenden.
    35. Sie haben ein Haus ohne Solarzellen? Das spart auf lange Sicht jede Menge Geld.
    36. Die Bahn ist am umweltfreundlichsten und sichersten. Auto mal stehen lassen!
    37. Oder nehmen Sie für eine Fahrt in der Woche den Bus. Der ersetzt locker 40 Autos.
    38. Essen Sie mal wieder Hering. Davon schwimmt noch genug rum – im Gegensatz zu Scholle, Kabeljau oder Tunfisch.
    39. Mitfahren ist ökologischer als selber fahren.
    40. Alte Farben und Lacke gehören nicht in den Hausmüll – ab zum Recyclinghof.
    41. Der Park um die Ecke ist ständig zugemüllt? Rufen Sie die Stadtreinigung an. Die räumt wieder auf.
    42. Verschenken Sie doch mal was Selbstgemachtes. Das spart Geld und Ressourcen. Und ist viel persönlicher.
    43. Benutzen Sie Recycling-Toilettenpapier. Spart Energie, Wasser und rettet in Ihrem Leben sechs Bäume.
    44. Kaufen Sie fair gehandelten Kaffee. Die zwei Cent pro Tasse helfen den Bauern.
    45. Demos sind Ihnen zu anstrengend? Dann protestieren Sie mit der Maus online.
    46. Diese MOPO gehört nach dem Lesen nicht in die Mülltonne, sondern ins Altpapier. Und dort wird sie dann recycelt.
    47. Putzen und waschen Sie mit Öko-Reinigern. Oder mit Seife gegen Fett und Essig gegen Kalk. Das ist auch viel billiger als die ganzen Helferlein aus dem Werbe-TV. Letztlich landet alles im Wasser.
    48. 60- statt 90-Grad-Wäsche spart die Hälfte der Energie. Am besten sind natürlich 30 Grad. Sauber wird so auch alles.
    49. Stellen Sie Ihren Kühlschrank kalt. Steht er neben Herd oder Heizung, verbraucht er viel mehr Energie.
    50. Zehn Prozent der Energie verbraucht die Beleuchtung. Der Letzte macht das Licht aus!
    51. Kaufen Sie ein vegetarisches Kochbuch. Denn Fleisch essen schadet dem Klima. Und kochen macht Spaß.
    52. Wenn Fleisch, dann bio. Ist zwar teurer, dafür ohne Gift, Gene und Quälerei.
    53. Der Frühling ist da: Holen Sie Ihr Rad aus’m Keller und reparieren Sie es am Wochenende.
    54. Mischen Sie sich ein. Sagen Sie Umweltverschmutzern mal deutlich die Meinung.
    55. Druckerpatronen wieder auffüllen lassen – oder wenigstens zum Recycling geben.
    56. Es muss nicht immer jeder alles haben. Verleihen Sie doch mal Ihre Bohrmaschine.
    57. Lassen Sie den Fahrstuhl stehen. Spart Strom, Kassenbeiträge und verbraucht Kalorien.
    58. Boykottieren Sie Tiefkühlkost. Durch die Kühlkette ist sie extrem energiehungrig.
    59. Sie haben einen Garten, aber keinen Kompost? Der spart doch Müll und Geld!
    60. Man kann auch öko in die ewigen Jagdgründe eintreten, etwa in einem unlackierten Sarg.
    61. Bringen Sie alte Schuhe zum Schuster. Das schont die Umwelt und schafft Arbeitsplätze.
    62. Nicht immer wieder Einwegbatterien kaufen – Akkus und ein Ladegerät schützen die Umwelt.
    63. Kaufen Sie Naturkosmetik. Oder sollen für Ihre Schönheit Labortiere leiden?
    64. Heizen verbraucht ein Drittel der Energie. Dämmen Sie Ihr Haus – oder setzen Sie Ihren Vermieter unter Druck.
    65. Eine Energiesparlampe spart im Schnitt 22 Kilo CO2 im Jahr. Drehen Sie noch in dieser Woche die erste ein!
    66. Holen Sie Gefrorenes frühzeitig aus der Kühltruhe, statt es in der Mikrowelle aufzutauen.
    67. Tauschen Sie Bücher mit Freunden. Spart Papier, Geld und sorgt für Gesprächsstoff.
    68. Wechseln Sie zu einem Ökostromanbieter.
    69. Recycling- statt weißes Papier benutzen. Das gilt auch für Druckerpapier und Schulhefte.
    70. Dichten Sie Türen und Fenster ab. Spart Ihnen viel Geld und der Umwelt CO2.
    71. Super-Ökos isolieren sogar die Wand hinter ihren Heizkörpern.
    72. Zeltplätze sind ökologischer als Bettenburgen. Achten Sie also auch im Urlaub auf die Umwelt.
    73. Wie öko ist Ihr Urlaub eigentlich? Achten Sie auf einen Ressourcen schonenden Urlaub.
    74. Für Strecken unter 700 Kilometern nicht fliegen, sondern Bahn fahren.
    75. Car-Sharing spart Geld und Ressourcen.
    76. Bauen Sie (mit Ihren Kindern) einen Nistkasten für Vögel. So füllen Sie die Stadt mit Leben.
    77. Boykottieren Sie Eier aus Käfighaltung. Für Tier und Umwelt sind nur Bioeier gut.
    78. Auch in Fertigprodukten stecken Käfigeier – im Zweifelsfall im Regal lassen.
    79. Lüften Sie kurz und kräftig. Fenster nicht bei laufender Heizung auf kipp stellen.
    80. Jeder verbraucht 240 Kilo Papier im Jahr. Sparen Sie. Drucken Sie nur das Nötigste.
    81. Sieben Grad reicht im Kühlschrank. Bei einem guten Standort reicht meist Stufe 1.
    82. Bildet sich eine Eisschicht, steigt der Verbrauch. Kühl- und Gefrierschränke abtauen!
    83. Eis bildet sich häufig durch undichte Türen. Erneuern Sie die Kühlschrankdichtungen.
    84. Kaufen Sie Energiespargeräte! Vergleiche finden Sie unter www.spargeraete.de
    85. Trockner sind extreme Energiefresser. Hängen Sie Ihre Wäsche auf eine Leine.
    86. Machen Sie Ihre Waschmaschine voll. Und sparen Sie sich die Vorwäsche.
    87. Kaufen Sie saisonale Produkte. Die werden nicht durch die Welt gekarrt.
    88. Achten Sie bei Getränken auf die Herkunft. Wasser muss nicht aus Italien kommen.
    89. Klospülung mit Wassersparer verwenden. Ein Ziegelstein im Spülkasten spart auch Wasser.
    90. Kaufen Sie Produkte mit wenig Verpackung. Nicht alles muss eingeschweißt sein.
    91. Recyceln Sie Papier und Glas. Und bringen Sie leere Batterien zu einem Elektromarkt.
    92. Wer heutzutage noch Getränke in Dosen kauft, sollte sich schämen.
    93. Spülmaschinen sind so öko wie Abspülen per Hand – wenn die Maschine voll ist.
    94. Keine Lust auf Bio-Markt? Probieren Sie mal Öko-Produkte in Ihrem Supermarkt.
    95. Klimaneutral Auto fahren? Kaufen Sie sich ein CO2-Zertifikat.
    96. Kaufen Sie Fairtrade-Schokolade. Für die werden keine Kinder ausgebeutet.
    97. Blumen aus der Region kaufen. Sind sie doch importiert, auf Fairtrade achten.
    98. Achten Sie aufs FSC-Holzsiegel. Sonst wird der Regenwald für die Gartenbank gerodet.
    99. Kaufen Sie möglichst viel gebraucht. Das ist der beste Umweltschutz.
    100. Kopieren Sie diese Liste und geben Sie sie an Freunde und Bekannte weiter.«29a

Jedes Individuum hat unterschiedliche realistische Handlungsspielräume:

Jeder einzelne Mensch bildet eine Einheit. Je nach individuellen Umständen hat jeder einzelne Mensch unterschiedliche Möglichkeiten, sich an einer gerechteren Welt zu beteiligen. Natürlich ist der Spielrahmen eines Milliardärs ein ganz anderer, als z.B. der einer Krankenschwester. Wie zum Beginn des Buches bereits beschrieben, wäre es am effektivsten, wenn die 206 Staatsführer und die weltweit über 2000 existierenden Milliardäre sich für das hier vorgeschlagene Hebelregister stark machen würden und dieses global in die Gesetzgebung möglichst aller 206 Staaten einarbeiten und dann konsequent umsetzen würden. Man muss sich aber im Klaren darüber sein, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist, dass die Eliten der Politik und Wirtschaft ihr Denken und Handeln ändern werden, solange nicht ein entsprechend starker Druck von außen, sprich dem globalen Souverän, von Politikern und Parteien zu spüren ist. Staatsoberhäupter und Milliardäre werden weiterhin keinen Zentimeter nachgeben, da sie an der Spitze des neoliberalen Spiels bleiben wollen. Aus heutiger Sicht hat man meines Erachtens nur eine Chance: Möglichst viele Menschen müssen sich für eine neue globale Marktwirtschaft mit entsprechenden Mindeststandards einsetzen und ganz klar Flagge zeigen, dass sie einen globalen Systemwechsel wünschen. Ein möglichst globaler Zusammenschluss ist die nötige Antwort. Wie bereits beschrieben, ist Facebook die Plattform, das mittels möglichst vieler Likes zum Ausdruck und den Stein ins Rollen zu bringen. Das wäre die einfachste Form, um globale Solidarität zum Ausdruck zu bringen.

Letztendlich muss das globale System verändert werden:

Ich denke, dass man anhand dieser Ausführungen ganz klar sieht, dass es natürlich löblich ist, wenn man als Individuum versucht, sich möglichst korrekt im globalen Kontext zu verhalten, es aber langfristig das Ziel sein muss, das globale System zu ändern, wenn man wesentliche Effekte erzielen will.

7.) System neu aufsetzen –> Regulierende Dynamik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für Ihn selbst am besten ist und dass was auch für die Gruppe bzw. Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

»Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist« (Adam Smith)

Wirtschaft: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Unternehmer das tun, was für Sie selbst am besten ist.«

Politik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Politiker das tun, was für den eigenen Staat am besten ist.«

Die Vergangenheit zeigt klar auf, dass Innovation, das Streben nach bestmöglichen Produkten und Dienstleistungen in einer Gesellschaft dann erfolgt, wenn Menschen von ihrem persönlichen Einsatz finanziell profitieren und gesetzliche Rahmenbedingungen vorfinden, die ihre Eigentumsrechte schützen.

Wirtschaftsbetriebe konkurrieren miteinander, was zur Folge hat, dass sich die besten Produkte und Dienstleistungen durchsetzen. Die Folge ist eine dauerhafte kreative Zerstörung nach Schumpeter und es wird immer die Kraft der Innovation vorhanden sein, da man sich untereinander misst, bestrebt ist konkurrenzfähig zu bleiben, um möglichst viel Geld zu verdienen und auch seine Macht am globalen Markt und im jeweiligen Staat auszuweiten. Das ist natürlich nur dann gewährleistet, wenn man den Mitbewerber immer im Auge behält und sein Produkt oder seine Dienstleistung immer weiterentwickelt und versucht am Puls der Zeit zu bleiben.

Durch diese Motivation und das Streben nach mehr Gewinn der Wirtschaftstreibenden werden aber oft jede Menge Mindeststandards nicht eingehalten, wie z.B. Mindestlöhne, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte, es werden Steuern vermieden etc., was vor allem Konzerne sehr oft unter Beweis stellen.

Jeder Staat vertritt primär seine Interessen, ohne Rücksicht auf Verluste: Da alle 206 Staaten miteinander direkt oder indirekt konkurrieren und jeder Staat möglichst seinen Wirtschaftsstandort attraktiv halten will, damit vor allem Konzerne und Investoren ihren Standort nicht verlagern oder sich neu ansiedeln, billigen oder fördern viele Staaten die Abwärtsspirale im Bereich der Mindeststandards z.B. im Bereich Sozialabbau, Steuerspirale nach unten etc., damit sie global konkurrenzfähig bleiben.

Man ist somit in einem systemischen Dilemma – jeder gegen jeden:

1) Jedes Unternehmen konkurriert mit jedem anderen Unternehmen direkt oder indirekt.

2) Jeder Staat konkurriert mit jedem anderen Staat direkt oder indirekt.

Hier benötigt man nun die vollständige Formel: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist, und das, was auch für die Gruppe bzw. das Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

Das ist der wesentliche Anhaltspunkt, dass Unternehmen Mindeststandards einhalten müssen und auf ihre Mitbürger achten müssen, damit ihr wirtschaftlicher Erfolg nicht nur ihnen selbst, sondern auch dem Gemeinwohl langfristig dient.

Die Politik muss die nötigen globalen Gesetze und globalen Kontrollinstanzen schaffen, damit die Formelvervollständigung »und das, was auch für die Gruppe bzw. das Gemeinwohl am besten ist« Realität werden kann.

Yin und Yang gestört – Staaten und Wirtschaft ins Gleichgewicht bringen: 

Politik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Politier das tun, was für den eigenen Staat am besten ist, und das, was auch für die restlichen 205 Staaten am besten ist.«

Wirtschaft: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn Unternehmer das tun, was für sie selbst am besten ist, und das, was auch für die restlichen Unternehmen weltweit am besten ist.«

Der Kapitalismus und Kommunismus muss durch den Staat bzw. die globale Staatengemeinschaft mit globalen Regeln gebändigt werden, da wir tagtäglich erleben, dass Konzerne global organisiert und Staaten für sie keine ernstzunehmenden Schiedsrichter sind und dadurch stetig Mindeststandards untergraben werden, was nachhaltig das Gemeinwohl schädigt. Internationale Institutionen – wie die Vereinten Nationen (UNO), Weltbank, Internationaler Währungsfonds (IWF), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Arbeitsorganisation (ILO), G8, G13, G20 – hatten lang genug Zeit, eine gerechtere Welt und neue Weltordnung umzusetzen, doch sie sind gescheitert und es ist höchste Zeit, neue Wege zu gehen. Die globale Politik, in Form einer wahrlich neu organisierten direkt demokratischen UNO an oberster Stelle muss die Plutokratie (Herrschaft des Geldes) zurückdrängen und die weltweite Demokratisierung ausbauen, um langfristig das globale Gemeinwohl zu stärken.

Staaten müssen in Form von Gesetzen die Rahmenbedingungen vorgeben, damit das Gemeinwohl durch das Streben der Unternehmer und vor allem Konzerne geschützt wird, die als oberstes Ziel verfolgen, möglichst effizient, kostengünstig und gewinnbringend zu wirtschaften. Wesentliche Aufgabe der 206 Staaten sollte es somit sein, globale Gesetze zu definieren, die es der Wirtschaft global ermöglichen, unter möglichst fairen Rahmenbedingungen untereinander zu konkurrieren, und die im selben Moment gewährleisten, dass das globale Gemeinwohl in möglichst allen 206 Staaten bestmöglich geschützt und gefördert wird und Mindeststandards nicht untergraben werden können, wie es vor allem in Entwicklungsländern tagtäglich stattfindet.

Unternehmen müssen durch globale Gesetze systematisch in die Pflicht genommen werden, das Gemeinwohl zu fördern, wie es in der bayrischen Verfassung steht:

»Alle wirtschaftliche Tätigkeit dient dem Gemeinwohl« (Bayerische Verfassung, Art. 151)

Das Gemeinwohl zu stärken darf nicht auf freiwilliger Basis stattfinden, es muss verpflichtend in jedem Staat dieser Welt verankert sein und alle starken Unternehmen und Konzerne müssen in dem Staat, in dem sie Gewinne erwirtschaften, ihren Beitrag leisten.

Wie wir in der Natur beobachten können, bedarf es immer eines Gleichgewichts, damit ein System nicht kippt: Die Wirtschaft ist vordergründig auf Konkurrenz aufgebaut, logischerweise müssen Staaten das ausgleichende Element sein. Wesentlich ist, dass ein Staat verschiedene Menschen mit verschiedenen Talenten beherbergt und die Verpflichtung hat, das Gemeinwohl zu stärken, indem Gesetze formuliert werden, die die wesentlichen Lebensstandards gewährleisten, egal mit welchen Talenten jemand gesegnet ist. Wichtig ist, dass der Staat sich nicht primär das Konkurrenzprinzip verordnen soll, sondern die Rahmenbedingungen schafft, damit er alle seine Staatsbürger in jeder Lebenslage Grundbedingungen ermöglichen kann (z.B. eine Wohnung, Essen, Trinken), die Bevölkerung schützen kann (z.B. vor Krankheit, Arbeitslosigkeit, geistiger und / oder körperlicher Beeinträchtigung usw.). Wirtschaften ist ein wichtiger Teil einer Gesellschaft und ermöglicht im jeweiligen Staat den jeweiligen Lebensstandard. Aber die 206 Staaten bestehen aus so viel mehr wichtigen Inhalten und müssen das ausgleichende Element zur globalen Wirtschaften sein, damit das Yin-und-Yang-Prinzip gewährleistet ist. Natürlich sollen Staaten keine aufgeblähten, überbordend fressenden Apparate sein und es soll auch hier ein dauerhafter Optimierungsprozess stattfinden. Aber es sollte, wie gesagt, bei wesentlichen globalen Fragen (z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Arbeitsrecht, globale Steuern etc.) die Gesetzgebung global beschlossen werden, damit Unternehmen nicht in die Position gelangen, Staaten im Eigeninteresse gegeneinander ausspielen zu können, was derzeit leider auf höchstem Niveau betrieben wird.

Systemisches Dilemma beheben – Jeder gegen jeden + Globale Mindeststandards für jeden:

1) Jedes Unternehmen konkurriert mit jedem anderen Unternehmen direkt oder indirekt + Globale Mindeststandards, die für alle Unternehmen weltweit verpflichtend sind (z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Arbeitsrecht, globale Steuern etc.)

2) Jeder Staat konkurriert mit jedem anderen Staat direkt oder indirekt + Globale Gesetze und Kontrollinstanzen, die bezüglich der großen globalen Fragen Mindeststandards (z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Arbeitsrecht, globale Steuern, etc.) definieren und für alle 206 Staaten Gültigkeit haben, wobei jeder Staat seine Souveränität beibehält. (Subsidiarität)

So würde man weltweit dem Kapitalismus und Kommunismus die Giftzähne ziehen und es würde langfristig das Gemeinwohl global möglichst effizient gestärkt werden.

8.) Sollzustand erreichen durch neue Politik- und Wirtschaftsordnung –> »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« oder noch besser »Globale ökosoziale Marktwirtschaft« + »Direkte Demokratie« + »Hebelregister«

»Du veränderst die Dinge nicht, indem du die bestehende Realität bekämpfst. Um etwas zu verändern, entwirf ein neues Modell, das das existierende überholt erscheinen lässt.«32

Nachdem man den problematischen globalen Ist-Zustand erkannt und den gewünschten globalen Soll-Zustand definiert hat, ist man aber der Lösung all dieser Probleme noch keinen Schritt näher.

Quelle – Grafik: https://www.dreamstime.com/stock-illustration-two-tennis-players-having-game-tennis-court-cartoon-vector-illustration-side-elevation-view-isolated-vibrant-image86227469

Wie müsste man das System verändern, damit der Soll-Zustand bis 2030 tatsächlich Realität wird? Was wären die wesentlichen globalen Lösungen, damit diese Ziele global erreicht werden?

Wichtig ist, dass man versteht, dass die hier angeführten Parameter des problematischen Ist-Zustands und des gewünschten Soll-Zustands aus heutiger Sicht tatsächlich lösbar wären. Es sind die nötigen materiellen Ressourcen und vor allem die technischen Standards vorhanden und die rasante Weiterentwicklung der Technik könnte bei entsprechender Systemregulation diese Probleme bis 2030 lösen.

Möchte man diese globalen Missstände beheben, stellt sich die Frage, was getan werden müsste, damit man diese Probleme kurzfristig möglichst minimiert, und wie man dieses Problem langfristig löst, damit diese Symptome verschwinden und auch nicht mehr auftauchen. ­­­

Wesentlich ist, dass die Souveränität der jeweiligen Staaten, religiöse, kulturelle Individualität etc. nicht in Frage gestellt werden sollen, sondern systemische universelle Parameter, die jeder Staat, egal welche Ideologie dieser innehat, umsetzen könnte.

Die wesentliche Frage, die sich stellt, lautet: Wie erhalte ich mit einem Minimum an Aufwand einen möglichst großen Effekt? Was sind also die wesentlichen Lösungen, damit man einen möglichst großen Effekt erzielt, der die angeführten Probleme löst?

»Wir müssen Regeln für eine Globalisierung des Friedens, der Gerechtigkeit und der Nachhaltigkeit aufstellen. Die Regeln der WTO, die Regeln der Weltbank und die Kreditregulierung der IWF sind Regeln, die die wirtschaftlichen und ökologischen Lasten der Armen vergrößern. Es sind Regeln, die Reichtum von den Armen zu den Reichen leiten, von der Natur zum Markt. Dieses Globalisierungsmodell, das auf dereguliertem Handel basiert, macht alle Regeln, die die gesellschaftliche und ökologische Verantwortung der Wirtschaft sichern sollen, hinfällig. Dies führt in allen Gesellschaften zu Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Unsicherheit. Abgesehen davon, dass Sie im Süden der Welt zu größerem Elend und im Norden zu verminderten Sozialleistungen führt, schafft die wirtschaftliche Unsicherheit eine Angstkultur, die neue soziale Ausschließungen, neue Intoleranz und religiösen Fundamentalismus schürt. Diese Ausschließung förder[t] wiederum die Zunahme von Gewalt – in Form von Kriegen von Seiten der Mächtigen, in Form von Terrorismus und Extremismus von Seiten der Ohnmächtigen. Um Frieden, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu erreichen, müssen wir eine Veränderung in drei Bereichen wagen:

1) Das Gebot der Nachhaltigkeit erfordert einen Wandel, in der Beziehung zwischen Natur und Mensch, zwischen Ökologie und Ökonomie.

2) Das Gebot der Gerechtigkeit erfordert einen Wandel in der Beziehung zwischen Reichen und Armen, zwischen und innerhalb von Staaten.

3) Das Gebot des Friedens erfordert einen Wandel in der Beziehung zwischen den verschiedenen Kulturen.

Die Veränderung zur Nachhaltigkeit erfordert eine Verschärfung, und keine Abschwächung von Umweltgesetzen. Die Veränderung zur Gerechtigkeit erfordert eine Stärkung, und keine Verringerung von sozialen Regulierungen. Und die Veränderung zum Frieden erfordert ökologische und ökonomische Sicherheit, die durch den Wandel hin zur Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit geschaffen wird. Ohne soziale, ökologische und ökonomische Sicherheit kann es keinen Frieden geben.«33

Oder in den Worten von Henry Kissinger: »Unter diesen Umständen wird Staatsführung an sich zur Herausforderung. Regierungen stehen unter Druck, den Prozess der Globalisierung mit Blick auf den nationalen Vorteil und mit entsprechenden Regulierungen zu steuern. Im Westen geraten die von der Globalisierung aufgeworfenen Fragen so in Konflikt mit denen einer demokratischen Außenpolitik. Die politische und die wirtschaftliche internationale Ordnung zu harmonisieren stellt althergebrachte Sichtweisen infrage: das Streben nach Ordnung in der Welt deshalb, weil dazu über den nationalen Rahmen hinausgedacht werden müsste. Zugleich erfordert die Regulierung der Globalisierung, dass für ein nachhaltiges Wirtschaften konventionelle Muster überwunden werden müssen. […]

Aber eine geordnete Welt kann durch das Handeln eines einzelnen Staates alleine nicht erreicht werden. Um zu einer echten Weltordnung zu gelangen, müssen deren Teilnehmer, während sie eigene Werte beibehalten, sich eine zweite Kultur aneignen, die globaler, struktureller und juristischer Art ist: ein Ordnungskonzept, das über die Perspektiven und Ideale der einzelnen Regionen oder Nationen hinausweist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bedeutete dies, dass das westfälische System modernisiert und an neue Realitäten angepasst werden muss.«34

Wenn nur einzelne wenige Staaten sich zu Basisgesetzen bekennen würden, sprich Regeln einführen würden, die verstärkt dem Gemeinwohl dienen und sich gegen den Raubtierkapitalismus wenden, hätten sie einen massiven Wettbewerbsnachteil auf mehreren Ebenen und würden vor allem Gefahr laufen, dass Unternehmen und Kapital abwandern und ihr Wirtschaftsstandort sehr große Nachteile hätte. Daher bedarf es bezüglich der wesentlichen großen Probleme unserer Zeit globaler Antworten, die von möglichst vielen Staaten umgesetzt werden.

Es ist von Bedeutung, dass Staaten lernen sich auf wesentlicher Systemebene global zu solidarisieren und sie wie erfolgreiche Unternehmen dem Prinzip »Schöpferische Zerstörung nach Schumpeter« folgen. Staaten werden vom Regelwerk der gut organisierten Konzerne bereits zu lange dominiert und müssen beginnen, sich gegen den Zeitgeist zu behaupten, vor allem im Hinblick auf die Globalisierung. Konzerne haben kein Interesse an einzelnen Staaten, sondern agieren global und nützen entsprechend die verschiedenen Regelwerke der einzelnen Staaten bestmöglich für ihren Unternehmenserfolg, was zur Folge hat, dass sie sich wie keine andere Gruppierung enorm bereichern und einen wesentlichen Vorteil gegenüber kleinen und mittelständischen Betrieben genießen.

Der globale Lösungsvorschlag –> Neue globale Marktwirtschaft: »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« oder noch besser »Globale ökosoziale Marktwirtschaft« + »Direkte Demokratie« + »Hebelregister«:

Quelle – Grafik: https://www.dreamstime.com/stock-illustration-two-tennis-players-having-game-tennis-court-cartoon-vector-illustration-side-elevation-view-isolated-vibrant-image86227469

1) Neue globale Marktwirtschaft: Statt »Neoliberale kapitalistischer Marktwirtschaft« eine »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« oder noch besser »Globale ökosoziale Marktwirtschaft«

2) Direkte Demokratie: Parlament (UNO, IWF, Weltbank, WTO, G7, G13, G20, einzelne Staaten) = Politiker + Kontrollinstanz durch den Souverän + Kontrollinstanz durch Wissenschaftler

Mögliche prozentuelle Aufteilung im Parlament:

Start: Politiker (80%) + Souverän (10%) + Wissenschaftler (10%)

A ()

Fortgeschritten: Politiker (40%) + Souverän (40%) + Wissenschaftler (20%)

Man sollte mal im kleinen starten und kann dann nach entsprechenden Erfahrungswerten im direkt demokratischen Prozess prozentuelle Anpassungen und Steigerungen beim Souverän und Wissenschaftlern vornehmen. (mehr dazu später)

3) Hebelregister: 17 globale Hebel, die bei weltweiter Umsetzung in allen 206 Staaten langfristig eine Harmonisierung des Gemeinwohls zur Folge hätten und den Raubtierkapitalismus abschaffen würden. (mehr dazu später)

a) Globale neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft

Was sind die systemischen Grundvoraussetzungen des globalen Ist-Zustands?

Globaler Ist-Zustand / Globale neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Scheindemokratie od. Autokratie + Plutokratie –> Allmächtige Politiker + Vermögende Unternehmer / Die da oben: 1 %, die alles dominieren –> Egoismus ist die Gesellschaftsmaxime

Globaler Ist-Zustand / Globale neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft:

Globale Formel, die für den globalen Ist-Zustand verantwortlich ist:

Globaler Ist-Zustand / Globale neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Scheindemokratie oder Autokratie + Plutokratie

These, aus der diese Formel resultiert: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist. « (Adam Smith)

Problematisches globales System – Erklärung der Formel in einem Satz: Viele Unternehmer, an vorderster Front jede Menge Konzerne, sind angetrieben, innovative Produkte und Dienstleistungen zu schaffen, um möglichst viel Profit zu machen, schädigen aus Profitgier, Machtgier und Konkurrenzverhalten dabei meistens das Gemeinwohl, um den Aufstieg bzw. das Überleben des Unternehmens zu sichern, z.B. durch menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse, Steuerflucht, Umweltverschmutzung, einen oder zwei Dollar Tageslohn etc. (Kapitalismus), Staaten werden entweder scheindemokratisch regiert, wie z.B. in Amerika, Russland, Deutschland etc., wo das Volk alle vier bis fünf Jahre zur Wahl gebeten wird, aber die Gesetze, die beschlossen werden, letztendlich nicht beeinflussen kann, oder Staaten werden autoritär regiert, wobei das Volk kein demokratisches Mitspracherecht hat, wie z.B. in China, Nord-Korea, Kamerun etc. (Scheindemokratie / Autokratie) und viele Millionäre und Milliardäre, reiche Familien, Konzerne haben eine globale Lobby zur Verfügung bzw. kaufen die politische Elite, beeinflussen die Gesetze dadurch zu ihren Gunsten, wodurch keine Chance besteht, dass sich wesentliche Gesetze durchsetzen, die dem Gemeinwohl dienen. (Plutokratie)

Die einzelnen Bestandteile der Formel nochmals einzeln für sich:

1) Kapitalismus:

Der wesentliche Vorteil des Kapitalismus ist, dass die Motivation bei Unternehmern sehr hoch ist, bestmögliche Produkte oder Dienstleistungen zu produzieren und dauerhaft zu optimieren, um konkurrenzfähig zu sein und möglichst viel Profit zu machen. Das wesentliche Problem ist, dass global sehr oft das Gemeinwohl geschädigt wird (z.B. menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse, Steuerflucht, billige Umweltverschmutzung, Billiglohnländer etc.), da bei Unternehmen und vor allem bei Konzernen das Profitstreben an erster Stelle steht.

 2) Scheindemokratie / Autokratie:

Staaten werden entweder scheindemokratisch regiert, wie z.B. in Amerika, Russland, Deutschland etc., wo das Volk alle vier bis fünf Jahre zur Wahl gebeten wird, aber die Gesetze, die beschlossen werden, letztendlich nicht beeinflussen kann, oder Staaten werden autoritär regiert, wobei das Volk kein demokratisches Mitspracherecht hat, wie z.B. in China, Nord-Korea, Kamerun etc.

3) Plutokratie:

Millionäre und Milliardäre, reiche Familien, Konzerne haben eine globale Lobby zur Verfügung, die die Gesetze zu ihren Gunsten beeinflusst und auch immer öfter selbst schreibt. Die führenden Politiker kommen auch oft aus reichen Familien oder Konzernen, wodurch die Einflussnahme des oberen 1 % noch leichter wird. Die politische Elite, die ganz oben im System steht, spielt nach ihren Regeln, wodurch keine Chance besteht, dass sich wesentliche Gesetze durchsetzen, die dem Gemeinwohl dienen.

Welche Berufsgruppe und Systemparameter sind für den aktuellen globalen Ist-Zustand im Wesentlichen verantwortlich?

1) Globale Politik für das obere 1 %: Autokratien + Scheindemokratien, die überwiegend eine Gesetzgebung hervorbringen und fördern, die einer Minderheit von Staaten (vorwiegend Industriestaaten), deren Politiker und vermögenden Unternehmen, vor allem Konzernen dient, sprich dem oberen 1 %, und somit das globale Gemeinwohl nachhaltig schädigen.

Hat der Politiker des jeweiligen Staates eine andere Wahl? Da so gut wie alle Staaten bestrebt sind, vorne mitzuspielen, fördern Politiker der jeweiligen Staaten immer mehr Gesetze, die das obere 1 % der Bevölkerung begünstigt, damit diese Unternehmen ihr Kapital im eigenen Land investieren bzw. nicht abziehen. Da so gut wie alle Staaten sich diesem System beugen, kommen auch nicht vermehrt globale gemeinwohlfördernde Gesetze zustande.

206 Staatsführer – Gekaufte Demokratie: Betrachtet man die 206 Staaten, muss man erkennen, dass in vielen Staaten Menschen regieren, bei denen folgende Voraussetzungen meistens dafür gegeben sind, dass sie sich in dieser Position befinden.

1) Familienzugehörigkeit und Bekanntenkreis

2) Vermögen

3) Lobby, die sie finanziell im Wahlkampf unterstützt

4) Bildung + rhetorisches Können

5) Inszenierungsbegabung

6) etc.

»Der systemische Totalschaden an der Demokratie setzt sich aus zahllosen kleinen ›Unfällen‹ zusammen:

– Parteienfinanzierung und Spenden an PolitikerInnen haben einen mächtigen Einfluss auf die Ergebnisse (formal) demokratischer Prozesse. Die BefürworterInnen der Regulierung von Derivaten im US-Kongress erhielten Ende der 1990er Jahre eine Million US-Dollar, die GegnerInnen dreißigmal so viel.19

– Lobbies umlagern die legislativen Gremien und bringen ihre Interessen erfolgreicher ein als die – mittellosen – BürgerInnen. Oft sagen PolitikerInnen ganz unumwunden, dass ihnen die Gesetzesvorlagen aus der jeweiligen Industrie eine willkommene Arbeitserleichterung darstellen.20 Die Finanzunternehmen der Wall Street zahlen zwischen 1998 und 2008 recherchierte 5,1 Milliarden US-Dollar an Lobbyisten.21 CEO Jamie Dimon meinte einmal, seine JP Morgan Chase erzielte »eine gute Rendite mit dem ›siebenten Geschäftsfeld‹ der Bank – Beziehungen zu Politik und Behörden«.22

– Mitunter wird mit Korruption und Bestechung nachgeholfen. (…)

– Drehtüreffekt: Politische und wirtschaftliche Eliten bilden eine Einheit: Manager wechseln in die Politik, PolitikerInnen wechseln in den Lobby-Dienst der mächtigen Konzerne. Goldmann Sachs stellte gleich mehrere US-Finanzminister oder -Stellvertreter. In den USA wechselt jeder dritte Kongressabgeordnete nach Ablauf der Amtszeit direkt ins Lobby-Geschäft.24 Die Türen drehen sich auch pausenlos zwischen Aufsichtsbehörden und Finanzunternehmen.«34a

Am Ende des Tages werden dann z.B. mächtige Staaten durch Milliardäre wie einen Donald Trump oder Vladimir Putin regiert, die Stellvertretergesichter ihrer eigenen Riege darstellen und das obere 1 % weiterbefördern. Geeignetes Personal für den Job des Bundeskanzlers wie z.B. ein/e Systemtheoretiker/in, Physiker/in, Philosoph/in, Politikwissenschaftler/in etc. oder andere Menschen, die tatsächlich die Interessen des Volkes und des Gemeinwohls repräsentieren, sind in diesen Positionen so gut wie nie zu finden.

2) Entfesselte globale Wirtschaft: Vor allem global agierende Konzerne haben ein leichtes Spiel, sie produzieren meistens ihre Produkte und Dienstleistungen in Entwicklungsländern, wo sie so gut wie keine Mindeststandards einhalten müssen und möglichst günstig und ausbeuterisch produzieren können (z.B. hinsichtlich Menschenrechte, Arbeitsstandards, Lohn, Steuern etc.), verkaufen Ihre Produkte möglichst gewinnbringend in der ganzen Welt, vor allem in Industriestaaten, schicken dann ihr Geld einmal um den gesamten Globus und zahlen unter Mithilfe von Steueroasen und Steuerkonstrukten am Ende eines Wirtschaftsjahres möglichst wenig Steuern.

Haben Konzerne eine andere Wahl? Sobald ein Unternehmen eine gewisse Größe erreicht hat bzw. die Größe eines Konzerns erreicht, wird es automatisch nach und nach damit konfrontiert, wie es noch billiger agieren kann. Da Konzerne bestrebt sind, konkurrenzfähig zu bleiben, würde der einzelne Konzern, der den Versuch unternehmen würde, Fairplay zu spielen, wie z.B. faire Löhne für alle Mitarbeiter, Arbeitsbedingungen mit hohen Standards für alle Mitarbeiter, keine Steueroasen und Steuerkonstruktionen etc., auf lange Sicht im Wettbewerb gegen die anderen Konzerne unterliegen. Am Ende des Tages ist es aber auch schlichtweg das Bestreben, möglichst viel Profit zu machen und seine Macht auszuweiten. Wer ganz vorne mitspielen will und dort bleiben will, muss global foulen.

Einzelne Staaten + Konzerne / Wenn wir das aktuelle globale System beibehalten, kann sich nichts ändern: Politiker und Konzerne, die weiterhin in der Oberliga mitspielen möchten, passen sich entweder den beschriebenen Rahmenbedingungen an oder sie werden durch andere Player ersetzt, die bereit sind, die perfiden globalen Regeln des neoliberalen kapitalistischen globalen Wettbewerbs anzuerkennen und weiter zu befördern. Nur die Politiker und Unternehmer, die am Weg nach oben bereit sind, ihre Ideale nach und nach beim Geld und der Macht abzugeben, werden den Aufstieg schaffen und nach und nach ausbauen. Am Ende des Tages regieren Milliardäre wie z.B. Donald Trump oder Vladimir Putin und fördern die Weltwirtschaft zugunsten ihres eigenen Standes.

Welche Berufsgruppe muss man regulieren, damit das Gemeinwohl langfristig gestärkt wird?

Die Antwort ist ganz einfach:

1) Politiker, vor allem in gehobenen Positionen einer Regierung oder Institution.

2) Unternehmensbesitzer von Konzernen, reiche Familien, Personen, die ein Vermögen von mehreren Millionen oder Milliarden Dollar besitzen.

Diese beiden Akteure dominieren weltweit im Wesentlichen den Handlungsspielraum des Souveräns, bestimmen unser Weltgeschehen, die aktuelle Weltordnung und somit unser System und sind mit der Macht ausgestattet, über die Zukunft zu bestimmen.

Wichtig ist, dass man Unternehmensbesitzer und Politiker in ihrem Aktionsradius ganz klar neue Grenzen aufzeigt und entsprechend systemisch regulierend eingreift, damit eine gerechtere Welt und neue Weltordnung möglich wird.

Vor allem durch die direkte Demokratie könnte man hier vieles erreichen, damit die richtigen Leute im Parlament sitzen, die geeigneten Staatsoberhäupter weltweit gewählt werden und somit langfristig eine Gesetzgebung und Ausübung des Gesetzes zustande kommt, die in Summe tatsächlich dem Gemeinwohl dient.

Interessanter Vergleich: 

Weltweit leben in etwa 7,6 Milliarden Menschen.

Weltweit gibt es in etwa 30 Millionen Menschen, die mehr als 1 Million Dollar besitzen und knapp über 2000 Milliardäre. Weltweit gibt es jede Menge Politiker, aber nur 206 Staatsführer.

Staatsoberhäupter + Millionäre + Milliardäre = 0,4 % der Weltbevölkerung

Man müsste somit einer Elite von maximal 1 % der Bevölkerung neue Regeln und Gesetze aufzeigen, damit das Gemeinwohl nachhaltig gestärkt wird.

 b) Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft

Globler Soll-Zustand / Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Direkte Demokratie + Hebelregister –> Ausgewogenes Machtverhältnis zw. Wirtschaft und Politik –> Gemeinwohl ist die Gesellschaftsmaxime

Globale Formel, um die neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft (Raubtierkapitalismus) weltweit zu bändigen: Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft

Globaler Soll-Zustand / Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft = Kapitalismus + Globale direkte Demokratie + Globales Hebelregister

These, aus der diese zukunftsweisende Formel resultiert: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist, und das, was auch für die Gruppe bzw. Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

Globale direkte Demokratie: Schützt das globale Gemeinwohl vor Scheindemokratien und Autokratien und schafft langfristig Gesetze, die dem Willen des globalen Souveräns entsprechen.

Globales Hebelregister: Schützt das globale Gemeinwohl vor der Plutokratie und schafft globale Mindeststandards wie z.B. Mindestlohn, gerechte Steuerabgaben für alle Unternehmen, Menschenrechte etc.

Neues globales System – Erklärung der Formel in einem Satz: Die wesentliche Triebfeder des Kapitalismus behält man am besten bei, da es aus heutiger Sicht nicht realistisch wäre, das zu ändern, und damit vor allem Unternehmer angetrieben bleiben, innovative Produkte und Dienstleistungen weiterhin zu schaffen, um in weiterer Folge möglichst viel Profit zu machen (Kapitalismus), Politiker würden in Zusammenarbeit mit dem Souverän und Wissenschaftlern im UNO-Parlament und in möglichst allen 206 Staaten unter dem Deckmantel der Subsidiarität Gesetze beschließen, die langfristig das globale Gemeinwohl schützen (Globale direkte Demokratie) und durch das Hebelregister würden globale universelle gemeinwohlfördernde Gesetze und somit klare globale Grenzen und Mindeststandards wie z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Steuerabgaben etc. für Staaten, Unternehmen und vor allem für Konzerne entstehen (Globales Hebelregister).

Die einzelnen Bestandteile der Formel nochmals einzeln für sich:

1) Kapitalismus –> Treibende Kraft für Innovation bei Wirtschaftstreibenden

Durch das Beibehalten des Kapitalismus bleibt das Streben der Unternehmen, bestmögliche Produkte oder Dienstleistungen zu produzieren und dauerhaft zu optimieren, um konkurrenzfähig zu sein und möglichst viel Profit zu machen.

2) Globale direkte Demokratie (Neue Zusammensetzung im Parlament) –> Schutzfunktion vor den aktuellen Politikern, vor allem die in Führungspositionen sind, die den Wirtschaftstreibenden, aber nicht dem Souverän und Gemeinwohlwohl dienen wollen

Parlament (UNO, IWF, Weltbank, WTO, G7, G13, G20, Einzelnen Staaten) = Politiker + Kontrollinstanz durch den Souverän + Kontrollinstanz durch Wissenschaftler

Prozentuelle Aufteilung müsste man demokratisch festlegen, sollte aber meines Erachtens mit folgendem Model starten: Politiker (80%) + Souverän (10%) + Wissenschaftler (10%)

3) Globales Hebelregister à Schutzfunktion vor der Profitgier der Wirtschaftstreibenden, vor allem Konzernen

17 globale Hebel, die bei weltweiter Umsetzung in allen 206 Staaten langfristig eine Harmonisierung des Gemeinwohls zur Folge hätten und den Raubtierkapitalismus abschaffen würden.

Neues globales System: Politik + Wirtschaft + Gesellschaft neu erdenken

Politiker können nicht mehr als Diktatoren fungieren oder sich alle vier bis fünf Jahre demokratisch wählen lassen und dann ohne wesentliche Einflussname des Souveräns regieren. So müssen Politiker eine ganze Legislaturperiode Überzeugungsarbeit auf hohem Niveau leisten, und durch die Zusammenarbeit mit dem Souverän und Wissenschaftler kommen langfristig die besten Lösungen und Gesetze zustande.

Es werden im globalen kapitalistischen System entsprechende Hebel gezogen (die später im Detail beschrieben werden), die dem freien Markt und dem Prinzip Angebot und Nachfrage Grenzen diktieren und dem Kapitalismus langfristig die Giftzähne ziehen würden, z.B. menschenunwürdige Arbeitsverhältnisse, Steuerflucht, billige Umweltverschmutzung, Billiglohnländer etc. Dies leitet über in ein System, das immer mehr globale Regeln aufbaut, das vorweg das weltweite Gemeinwohl stärkt, aber auch den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen weiterhin gewährleistet, einen fairen globalen Wettbewerb befördert und es ermöglicht, dass einzelne Personen, Familien, Firmen weiterhin reich werden können bzw. bleiben.

Entscheidend ist, dass global die Mindeststandards angehoben werden, sodass möglichst viele Menschen in Würde leben können. Damit das gewährleistet wird, bedarf es einer Umverteilung, was aber nicht heißt, dass es in der Zukunft nicht weiterhin reiche Menschen geben wird. Das langfristige Ziel für alle soll sein, dass die Schere zwischen Arm und Reich global kleiner wird und eine möglichst starke Mittelschicht entsteht, aber gleichzeitig Individuen angetrieben bleiben, innovative Firmen zu betreiben bzw. zu gründen und die Chance haben, sich durch ihr Streben von der Mittelschicht abzuheben.

Das Wesentliche bei dieser Form der Marktwirtschaft ist, dass alle Kapitalismusanhänger den Kapitalismus behalten dürfen, mit der Änderung, dass man entsprechende Grenzen und Mindeststandards aufzeigt, die global Gültigkeit haben.

So wird auch die Frage beantwortet, wo Gerechtigkeit beginnt: Wenn ein System geschaffen wird, wo gewährleistet ist, dass jedem Menschen die nötigen Mindeststandards nicht verwehrt werden, wie z.B. finanziellen Mittel um den täglich benötigten Warenkorb bedienen zu können (Wohnen, Essen, Trinken,…), gesundheitliche Versorgung, Schulbildung etc. Sobald ein System global diese Mindeststandards garantiert, dann ist es auch im Umkehrschluss in Ordnung, wenn ein System Millionäre und Milliardäre hervorbringt.

Ist es zukunftsweisend, wenn man in einer globalen Formel erneut den Kapitalismusbegriff verwendet?

Realistische Systemoptimierung: Ich bin der festen Überzeugung, dass uns der Kapitalismus noch lange Zeit begleiten wird und es weltfremd ist, wenn man denkt, dass sich dieses System so schnell verabschieden wird. Daher versuche ich diesen Umstand anzuerkennen, den Kapitalismus als führende globale Gesellschafts- und Wirtschaftsform in meinen Überlegungen beizubehalten und die wesentlichen realistischen Transformationsmöglichkeiten der wesentlichen globalen systemimmanenten Parameter zu erörtern, damit man aus dem Kapitalismus global das Optimum herausholen kann.

c) Globale ökosoziale Marktwirtschaft:

Globaler Soll-Zustand / Globale ökosoziale Marktwirtschaft = Wirtschaft + Sozialer Friede + Ökologie –> Gesunder Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftskreislauf –> Gemeinwohl ist die Gesellschaftsmaxime

Quelle – Grafik: http://files.globalmarshallplan.org/nitra.pdf

»Wir brauchen – auch auf globaler Ebene – wieder p o l i t i s c h e Gestaltung! Die Politik muss zu I H R E R Verantwortung zurückfinden: Sie muss faire Spielregeln festlegen und dafür sorgen, dass diese Spielregeln auch eingehalten und durchgesetzt werden!

[…]

Heiner GEISSLER, langjähriger Generalsekretär der CDU, schrieb in einem aufrüttelnden Kommentar in der Zeitschrift ›DIE ZEIT‹: ›Nur Dummköpfe und Besserwisser können den Menschen weismachen wollen, man könne auf die Dauer Solidarität und Partnerschaft in einer Gesellschaft aufs Spiel setzen, ohne dafür irgendwann einen politischen Preis bezahlen zu müssen. Warum wird tabuisiert und totgeschwiegen, dass es eine Alternative gibt zum jetzigen Wirtschaftssystem: eine internationale sozial-ökologische Marktwirtschaft mit geordnetem Wettbewerb?‹

Was ist Ökosoziale Marktwirtschaft?

Ökosoziale Marktwirtschaft ist die logische Weiterentwicklung der Sozialen Marktwirtschaft für die Erfordernisse des 21. Jahrhunderts. Heute geht es um einen neuerlichen Qualitätssprung: Eine Synthese zwischen Ökonomie, Ökologie und Sozialem zur Erzielung einer friedensfähigen Überlebensstrategie für die Menschheit und als Voraussetzung für politischen und wirtschaftlichen Mehrwert! Die Konsequenz: Ökonomie, Soziales und Ökologie schaffen das neue ›strategische Dreieck‹ für das 21. Jahrhundert.

Entscheidend ist die richtige Balance zwischen diesen drei Eckpunkten. Diese Balance immer wieder neu anzustreben, ist vorrangige Aufgabe der Politik und der Sozialpartner.

Ökosoziale Marktwirtschaft bedeutet daher nicht idyllische Harmonie, sondern ein stetes Ringen zwischen den politischen Kräften und den Sozialpartnern um einen vernünftigen Ausgleich der verschiedenen Interessen im Sinne der angesprochenen Balance.

Ökosoziale Marktwirtschaft erfordert daher eine starke, entscheidungsfreudige und durchsetzungskräftige Politik! Gefragt ist nicht ein schwacher Staat, gefragt sind Institutionen auf nationalstaatlicher, europäischer und globaler Ebene zur Schaffung und Durchsetzung fairer Spielregeln im Sinne eines tragfähigen Ordnungsrahmens.

Ökosoziale Marktwirtschaft konkret

Was bedeutet Ökosoziale Marktwirtschaft im Konkreten?

1. Wirtschaft:

Es geht darum, Anreize zu schaffen für:

+ Innovation, unternehmerisches Handeln;

+ Werte schaffen statt Spekulation;

+ Förderung von Investitionen in die Zukunft.

In erster Linie geht es also darum, im Sinne einer wettbewerbsstarken und leistungsorientierten Wirtschaft unnötige gesetzliche und bürokratische Barrieren abzubauen, für fairen Wettbewerb innerhalb der Europäischen Union und auf globaler Ebene zu sorgen sowie das Steuer- und Abgabensystem zugunsten einer ›werteschaffenden Wirtschaft‹ weiterzuentwickeln.

2. Soziale Solidarität:

+ Vorrangig geht es um die Durchsetzung eines ›richtigen Mix‹ zwischen

– staatlicher Sozialpolitik und institutionellen Sozialeinrichtungen einerseits sowie

– mehr Förderung und Unterstützung für private Einrichtungen zur bestmöglichen Bewältigung neuer sozialer Herausforderungen (z.B. Betreuung pflegebedürftiger Personen!)

– und die Förderung der Familien, um wieder zu einer ›kinderbejahenden Gesellschaft‹ zu gelangen.

+ Die Finanzierungssysteme für Soziales und Gesundheit müssen ›neu gedacht‹ und grundlegend weiterentwickelt werden – das Ziel muss eine wesentlich breitere Bemessungsgrundlage sein!

+ Soziale Solidarität ist im 21. Jahrhundert nicht mehr denkbar ohne eine weltweit gelebte soziale Solidarität3-Ökologie, nachhaltige Entwicklung

Der Grundsatz muss lauten: Nachhaltigkeit muss wirtschaftlich belohnt und attraktiv gemacht werden! Derzeit ist nachhaltiges Handeln vielfach mit ökonomischen Nachteilen verbunden bzw. werden Umweltbelastung und Ressourcenzerstörung ökonomisch begünstigt!

Nachhaltig wirtschaftlich belohnen heißt z.B.: + Strikte Kostenwahrheit in Bezug auf Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung;

+ striktes Verursacherprinzip: Wer die Umwelt belastet bzw. begrenzte Ressourcen verbraucht, muss dafür einen international akkordierten Preis bezahlen;

+ Steuern, Abgaben und Förderungssysteme müssen zugunsten der Nachhaltigkeit umgestellt werden;

dasselbe gilt für gesetzliche Regelungen und bürokratische Abläufe;

+ in Zeiten des globalen Handels brauchen wir Transparenz und Produktwahrheit: WO, WIE und unter welchen Bedingungen wurde ein Produkt erzeugt?

Von ganz entscheidender Bedeutung für die Durchsetzung Ökosozialer Marktwirtschaft ist, dass man beginnen muss, immer in drei Ebenen zu denken und zu handeln:

– Auf der Ebene Nationalstaat, der noch immer die weitaus meisten Regelungen zu treffen hat;

– auf der Ebene EU, in der faire Spielregeln und Ordnungsrahmen für einen EU-Binnenmarkt zu schaffen sind; andererseits müssten zentralistische Detailregelungen im Sinne der Subsidiarität und der eigenständigen Lebensgestaltung vor Ort abgebaut werden;

– von immer größerer Bedeutung wird die globale Ebene. Dabei geht es vorrangig um die Schaffung und Durchsetzung von

o Sozialstandards,

o Umweltstandards,

o Transparenz in den Entscheidungsprozessen.«35

d) Globale ökosoziale Marktwirtschaft + Globale Gemeinwohlorientiere kapitalistische Marktwirtschaft

Meines Erachtens müsste man die Ökosoziale Marktwirtschaft mit der gemeinwohlorientierten kapitalistischen Marktwirtschaft verbinden, dann hätte man ein sehr gutes globales System:

Globale Formel um die neoliberale kapitalistische Marktwirtschaft (Raubtierkapitalismus) weltweit zu bändigen:

Globale Formel – Globale ökosoziale Marktwirtschaft + Direkte Demokratie + Hebelregister

Globale ökosoziale Marktwirtschaft + Direkte Demokratie + Hebelregister = Ökosoziale Marktwirtschaft + Globale direkte Demokratie + Globales Hebelregister

Ökosoziale Marktwirtschaft = Wirtschaft + Sozialer Friede + Ökologie

Globale direkte Demokratie = Schützt das globale Gemeinwohl vor Scheindemokratien oder Autokratien und schafft langfristig Gesetze die dem Willen des globalen Souveräns entsprechen

Globales Hebelregister = Schützt das globale Gemeinwohl zusätzlich vor der Plutokratie und schafft globale Mindeststandards wie z.B. Mindestlohn, gerechte Steuerabgaben für alle Unternehmen, Menschenrechte, etc.

Erklärung der Formel in einem Satz: Die ökosoziale Marktwirtschaft fördert möglichst faire Regeln der Wirtschaft, soziale und ökologische Mindeststandards und beschränkt somit im nötigen Masse den Kapitalismus (Ökosoziale Marktwirtschaft), Politiker würden in Zusammenarbeit mit dem Souverän und Wissenschaftlern im UNO Parlament und in möglichst allen 206 Staaten Gesetze zu beschließen, die langfristig das globale Gemeinwohl schützen (Globale direkte Demokratie) und durch das Hebelregister würden globale  universelle gemeinwohlfördernde Gesetze und somit klare globale Grenzen und Mindeststandards wie z.B. Menschenrechte, Mindestlöhne, Steuerabgaben, etc. für Staaten, Unternehmen und vor allem für Konzerne entstehen. (Globales Hebelregister).

Die einzelnen Bestandteile der Formel nochmals einzeln für sich:

1) Ökosozialen Marktwirtschaft –> Treibende Kraft für Innovation bei Wirtschaftstreibenden

Die ökosoziale Marktwirtschaft schützt durch möglichst faires Wirtschaften, soziale und ökologische Mindeststandards das Gemeinwohl und beschränkt somit im nötigen Masse den Kapitalismus.

2) Globales Hebelregister –> Schutzfunktion vor der Profitgier der Wirtschaftstreibenden, vor allem Konzernen

17 globale Hebel die bei weltweiter Umsetzung in allen 206 Staaten langfristig eine Harmonisierung des Gemeinwohls zur Folge hätte und den Raubtierkapitalismus abschaffen würde.

3) Direkte Demokratie (Zusammensetzung im Parlament) –> Schutzfunktion vor den aktuellen Politikern, vor allem die in Führungspositionen sind, die den Wirtschaftstreibenden, aber nicht dem Souverän und Gemeinwohlwohl dienen wollen

Parlament (UNO, IWF, Weltbank, WTO, G7, G13, G20, Einzelnen Staaten) = Politiker (40%) + Kontrollinstanz durch den Souverän (40%) + Kontrollinstanz durch Wissenschaftler (20%)

Staaten, Staatsführer, politische Parteien, Politiker haben nur dann die Chance tatsächlich wesentliche Schritte für eine gerechtere Welt vorzubereiten, wenn Sie entsprechend den modernen globalen Anforderungen unserer Zeit anpassen und akzeptieren, dass einzelstaatliche Lösungen nicht die nötige Wirkungskraft haben werden, um sich entsprechend gegen die Interessen einer Konzernelite zu behaupten. Möglichst alle 206 Staaten müssen globale verbindliche Gesetze zu den großen wesentlichen Themen beschließen und diese dann geschlossen global ausführen, was bestimmt ein schwieriges, viele würden bestimmt sagen, aus heutiger Sicht unmögliches Unterfangen ist, aber nur so hätte die Globalisierung die Chance, positiv fortzuschreiten und würde langfristig die wesentlichen Probleme unserer Zeit möglichst effektiv bekämpfen.

9.) Globales Hebelregister – 17 Hebel für eine möglichst globale gerechte Welt und neue Weltordnung

»Es erscheint immer unmöglich, bis es getan wird.« Nelson Mandela

Nur wer eine umfängliche, in sich schlüssige Blaupause für ein neues globales System, eine gerechtere Welt und letztendlich neue Weltordnung ganz klar definiert und bereit ist, sie der globalen Bevölkerung marketingtechnisch nach allen Regeln des Mainstreams darzustellen, und zwar am besten, wie Konzerne ihre Produkte und Dienstleistungen bewerben, hat den Funken einer Chance, das aktuelle System abzulösen. Denn die Menschen haben sich an die globalen schlechten Verhältnisse bereits gewöhnt, angepasst und akzeptieren diese und sind auf Weltverbesserer nicht gut zu sprechen. Möchte man die Menschen global dazu ermuntern, die Welt neu zu strukturieren, müssen sie daran glauben können, dass das tatsächlich möglich ist. Und damit man an etwas glaubt und es nicht als weltfremd abstempelt, muss es grundschlüssig sein, ein möglichst hohes Gefühl der Sicherheit bieten und in der Vorstellung des Einzelnen theoretisch realisierbar sein, damit man die Chance hat, dass der Einzelne und in weiterer Folge eine Vielzahl an Menschen global aufstehen und sich für diese neue Blaupause stark machen. Derzeit ist die Macht bei den Industriestaaten konzentriert, wo es der Bevölkerung noch so gut geht, dass man nicht so schnell auf die Barrikaden geht. Solange die Bürger der vermögenden Staaten nicht mobilisiert werden können, wird es schwierig. Doch ändern wir nichts am System, kommt die nächste Wirtschaftskrise bestimmt und man kann dann nur hoffen, dass möglichst viele Menschen von dieser neuen Blaupause erfahren haben und sich für globale direkte Demokratie sowie das Hebelregister aussprechen und im besten Fall neue Politiker in hohe Ämter wählen, die diese Forderungen nach und nach umsetzen werden.

Leitsatz, um eine neue Blaupause zu realisieren: Das aktuelle globale neoliberale kapitalistische System kann global nur dann abgelöst werden, wenn man den globalen Ist-Zustand analysiert, einen klaren globalen Soll-Zustand definiert (Sustainable Development Goals – SDG), die neue globale politische Ideologie (direkte Demokratie) und wirtschaftliche Ideologie (gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft oder ökosoziale Marktwirtschaft) möglichst global etabliert und ein klares globales Hebelregister definiert, dieses direkt demokratisch über die UNO zur Abstimmung bringt und ein Hebel nach dem anderen möglichst global gezogen wird, damit eine gerechtere Welt zustande kommt und man eine neue Weltordnung begründet.

Unter der politischen Ideologie »Globale direkte Demokratie« und unter der wirtschaftlichen Ideologie als Vorstufe »Globale gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« und in weiterer Folge anzustrebende »Globale ökosoziale Marktwirtschaft« wurde dieses Hebelregister erstellt.

Mit diesem Register von 17 Hebeln möchte ich klar darstellen, welche globalen Systemänderungen man vornehmen müsste, damit man global eine neue Weltordnung einleiten könnte und die tatsächliche Chance besteht, dass bis spätestens 2050 möglichst viele Menschen global in allen 206 Staaten von diesem neuen System möglichst umfangreich profitieren.

Einen ultimativen Hebel gibt es nicht, vielmehr ist es die Summe der Hebel, die den Effekt ausmachen würde, damit nach und nach eine gerechtere Welt entstehen kann. Je mehr Hebel gezogen werden, umso mehr verstärken sich die Hebel gegenseitig.

Nur wenn sich global viele Menschen für eine neue Weltordnung aussprechen, wird ein Systemwechsel möglich sein, vor allem beginnend in den Industriestaaten und Schwellenländern, da diese mit der nötigen Macht ausgestattet sind. Optimal ist es natürlich, wenn sich in allen 206 Staaten weltweit Menschen nach ihren individuellen Möglichkeiten für ein neues System aussprechen und einsetzen.

Dieses Hebelregister würde eine neue Weltordnung bedeuten und dem globalen System einen Neustart ermöglichen.

Abschließend: Das Ziehen aller Hebel würde zur Folge haben, dass der Lebensstandard möglichst vieler Menschen langfristig steigt.

Man sollte dieses Hebelregister unter folgenden Leitsätzen betrachten:

1) Abkehr vom aktuellen Kapitalismus und Kommunismus / Abkehr von der aktuellen freien Marktwirtschaft –> Hebelregister global anwenden –> Möglichst globale, flächendeckende, direkte Demokratie + »Ökosoziale Marktwirtschaft« bzw. Übergangslösung »Gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« –> Freie Marktwirtschaft mit möglichst vielen globalen verbindlichen Regeln für alle Staaten und Unternehmen, um Mindeststandards global zu gewährleisten.

2) »Schöpferische Zerstörung nach Schumpeter«: Den Status quo hinterfragen und sich permanent verbessern.

3) Regulierende Dynamik: »Das bestmögliche Ergebnis wird dann erzielt, wenn das Individuum das tut, was für es selbst am besten ist, und das, was auch für die Gruppe bzw. das Gemeinwohl am besten ist.« (John Nash)

4) Jede Gesellschaft funktioniert auf der Basis einer Reihe wirtschaftlicher und politischer Regeln, die kollektiv durch den Staat und die Bürger zukünftig verändert werden können.

5) Eine Welt ohne Regeln funktioniert nicht, nicht für den Einzelnen, aber auch nicht für eine globale Gesellschaft. Eine globale Welt mit möglichst vielen Basisregeln und Gesetzen, die durch die UNO durch globale direkte Demokratie beschlossen wurden, die für alle 206 Staaten und Unternehmen gleichermaßen Gültigkeit haben, unter Beibehaltung der Souveränität der einzelnen Staaten, würde langfristig eine gerechtere Welt hervorbringen, die es möglichst vielen Menschen ermöglicht, ein Leben in Würde und Freiheit zu leben.

6) Globale Regeln und Gesetze, die nicht kontrolliert werden und bei Nichteinhaltung keine Konsequenzen und Strafen nach sich ziehen, haben meist keine Wirkung beim Einzelnen und letztendlich auch nicht auf globaler Ebene. –> Globaler Menschengerichtshof + Globaler Strafgerichtshof + Globale Finanzaufsicht + Globale Steuerbehörde + Globale Kartellbehörde

7) Es wird Zeit, dass wir aus den Fehlern der Vergangenheit lernen und unseren aktuellen globalen Wissensstand bestmöglich nützen, um die Welt zu einem besseren Ort zu führen.

8) Die Welt ist so, wie der Mensch sie tagtäglich lebt.

Hebelregister global einführen / Systemparameter, die man beginnend in der UNO und in weiterer Folge global in möglichst allen 206 Staaten direkt demokratisch zur Wahl stellen und bei positivem Stimmverhalten umsetzen sollte:

Wir benötigen Politiker, vor allem 206 Staatsführer, die verstehen, dass wir nicht in 206 einzelnen Booten sitzen, sondern in einem großen gemeinsamen Boot.

Derzeit gibt es 206 Staaten, die alle eine individuelle Gesetzgebung haben. Nur wenn man in allen 206 Staaten die im Hebelregister beschriebenen Parameter verbindlich durch Gesetze festlegt und globale Kontrollinstanzen einführt, hat man die Chance, dass der momentane Ist-Zustand sich nach und nach nachhaltig verbessert und man sich bestmöglich dem Soll-Zustand (Sustainable Development Goals) annähert. Unter der Schirmherrschaft der direkten Demokratie in der UNO könnte man dieses Hebelregister global zentralistisch nach und nach umsetzen. Die einzelnen Staaten würden natürlich ihre Souveränität hinsichtlich individueller Gesetzgebung beibehalten (Subsidiarität), müssten sich aber in den wesentlichen großen globalen Fragen und nötigen globalen Gesetzen, wie im Hebelregister beschrieben, zur Erreichung der Sustainable Development Goals (SDG) dem Abstimmungsverhalten der UNO einverstanden erklären und die Gesetzesbeschlüsse geschlossen in ihrer Gesetzgebung möglichst zeitglich einarbeiten, damit langfristig die wesentlichen politischen und wirtschaftlichen Fragen einer Lösung zugeführt werden, die das globale Gemeinwohl nachhaltig stärken. Hinsichtlich der Subsidiarität sollte man einmal jährlich in einem festgelegten Zeitrahmen darüber diskutieren und abstimmen, über welche Gesetze man zentralistisch in der UNO abstimmen möchte, wobei es hier eine 2/3 Mehrheit im Parlament benötigen sollte. Auch über das hier vorgeschlagene Hebelregister sollte vorher abgestimmt werden, ob man diese Gesetze global zentralistisch zur Wahl stellen möchte. Wesentlich ist, dass global bei der Gesetzesfindung eine bestmögliche Dynamik beibehalten wird und man folgende Hierarchie einführt: UNO, einzelne Staaten, Bundesländer / Kantone / Distrikte, Städte, Dörfer. (Subsidiarität) Natürlich kann jede Idee nach oben oder unten kommuniziert werden, solange die Hierarchie bezüglich der Gesetzgebung beibehalten wird. So würde man global systemisch möglichst effizient vorankommen und langfristig eine globale vernünftige Gesetzgebung, Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung schaffen.

Hebelregister – Übersicht

Hebel 1 / Start für eine »Neue Weltordnung« effektiv einleiten: UNO – Versammlung mit allen 206 Staaten einberufen

Hebel 2 / Wahrhaftige globale direkte Demokratie + Neuorganisation: Vereinte Nationen (UNO), Internationaler Währungsfonds (IWF), Weltbank, Welthandelsorganisation (WTO) bis hin zu den 206 Staaten

Hebel 3 / Möglichst viele Kriege beenden + eine möglichst waffenfreie Gesellschaft anstreben

Hebel 4 / Vernünftige globale Asylpolitik + Resettlementprogramme

Hebel 5 / Regulierung des globalen Steuersystems

Hebel 6 / Globaler Sozialstaat: Soziales Auffangbecken laut Bedürfnispyramide nach Maslow + Zugang zu sauberem Wasser + Zugang zu ausreichend Essen + Zugang zu Wohnraum + Globales Arbeitslosengeld bzw. Bedingungsloses Grundeinkommen + Verpflichtendes globales Rentensystem + Globale Basisgesundheitsvorsorge + globale verpflichtende Schulbildung

Hebel 7 / Globale Energiewende –> Erneuerbare Energie

Hebel 8 / Ökologie weltweit durch strenge globale Gesetzgebung schützen

Hebel 9 / Globale Überbevölkerung reduzieren

Hebel 10 / Technischen Fortschritt bestmöglich global nützen / Digitalisierung + Robotisierung als Wohlstandsmotor für alle 206 Staaten weltweit

Hebel 11 / Fairer globaler Welthandel

Hebel 12 / Patentrecht global neu organisieren

Hebel 13 / Neues Geldsystem – Vollgeldreform

Hebel 14 / Verpflichtende globale Gemeinwohlbilanz für alle Unternehmen, Staaten, Banken und Institutionen

Hebel 15 / Globale Währung, Abkehr vom Dollar als Leitwährung

Hebel 16 / Staat und Religion global trennen / Universelles Wissen anstatt religiösen Fanatismus

Hebel 17 / Globaler Menschengerichtshof + Globaler Strafgerichtshof + Globale Finanzaufsicht + Globale Steuerbehörde + Globale Kartellbehörde + Globales Arbeitsinspektorat

Dieses Hebelregister würde im System bewirken, dass man dem aktuellen Kapitalismus und Kommunismus weltweit die Giftzähne zieht und langfristig das globale Gemeinwohl stärkt, wovon die schwachen bis hin zu den starken Mitglieder in einer Gesellschaft profitieren und nachhaltig global eine neue Weltordnung zustande kommen würde, in der die »Ökosoziale Marktwirtschaft« oder »Gemeinwohlorientierte kapitalistische Marktwirtschaft« tonangebend wäre.

10.) Wege, um den globalen Soll-Zustand einzuleiten: Welche realistischen Möglichkeiten gibt es, damit dieses System für eine bessere Welt umgesetzt wird?

Nachdem man den Ist-Zustand erkannt und den gewünschten Soll-Zustand definiert, ein neues globales System erdacht hat, das dem globalen Gemeinwohl bestmöglich dienen würde, ist man aber der Lösung und Umsetzung zu einem tatsächlichen Systemwechsel in die Realität noch keinen Schritt näher. Denn mit welchen Aktionen kann man die Weltgemeinschaft auf die Lösungsvorschläge unserer Organisation »Du wirst die Welt verändern« möglichst global aufmerksam machen? Wie müsste man die Informationen in die bestehende Matrix einspielen, damit der Soll-Zustand bis 2030 Realität wird?

a) Sieben Elemente zum Erfolg: Buch + Filmdokumentation + Website + weltweite NGO + Partei in möglichst vielen Staaten + Werbung

b) Globale Solidarität durch Facebook – Setz dich effektiv für eine bessere Welt in 1 Minute ein!

c) Internationaler öffentlicher Brief an die regierenden Parteien und Oppositionsparteien, den Bundeskanzler und / oder Bundespräsidenten und andere Parteiführer per Mail, Post oder per Nachricht an den jeweiligen Social Media Account schicken

d) Individuum – Wie sich jeder Einzelne von uns für eine bessere Welt stark machen kann

e) Konvente – Klein bis ganz groß: Gemeinde / Region / Bundesland / Staat / Kontinent / Global

f) Im Zuge eines konstruktiven verbindlichen UNO-Treffens – 206 Staaten unterschreiben einen verbindlichen globalen Hebelregistervertrag

g) Jährlich ausgeschriebener globaler Wettbewerb der besten Ideen für ein bestmögliches globales System, wobei die besten Inhalte jährlich über die UNO im Parlament begutachtet und demokratisch abgestimmt werden

h) Ein Musikfestival wie Woodstock im Hier und Jetzt

i) Globales zuhause bleiben an einem Montag

j) Flyer verteilen bzw. aufhängen in den größten Städten dieser Welt

k) Dauerhafte globale Aufmerksamkeit für unser Anliegen durch das richtige Marketing für Buch, Website, Filmdokumentation, Facebook, NGO und Partei: »Du wirst die Welt verändern«

l) Start für die Organisation: »Du wirst die Welt verändern«, um auf globaler Ebene möglichst schnell bekannt zu werden und in möglichst vielen Staaten die Realpolitik mit zu gestalten?

11.) Du wirst die Welt verändern: Start für eine neue Weltordnung durch das globale Netzwerk Facebook

Wenn Sie mein Buch überzeugen sollte und Sie sich wünschen, dass diese Lösungsvorschläge global umgesetzt werden, ist der erste effektivste Schritt, um sich für einen Systemwandel einzusetzen, unsere Facebook-Seite mit einem Like zu versorgen.

Fakten bezüglich Facebook 2018 (Jahresbeginn):

  • »Facebook hat 2,1 Milliarden aktive Nutzer
    • 1,4 Milliarden nutzen die Plattform jeden Tag
    • 70 Millionen Unternehmen nutzen Facebook, 6 Millionen Werbeaccounts«36

Ranking der Fanseiten bei Facebook mit den meisten Fans weltweit im Februar 2018 (in Millionen):

Platz 0: Du wirst du Welt verändern – 208 Millionen Likes

»Platz 1: Facebook selbst – 207 Millionen Likes
Platz 2: Christiano Ronaldo: 122 Millionen Likes
Platz 3: Coca Cola: 107 Millionen Likes«37

Globale Solidarität durch Facebook – Setz dich effektiv für eine bessere Welt in 1 Minute ein!

Die Strukturen des bestehenden Systems sind massiv eingefahren und am schwierigsten ist es, dass man die globale Elite unter Zugzwang bringt. Einzelstaatliche Aktionen werden das System aus Wirtschaft und Politik nicht erschüttern. Nur wenn sich Menschen weltweit solidarisieren, so dass es für jeden dauerhaft ersichtlich ist, nur dann hat man eine Chance, die verkrusteten Strukturen aufzubrechen. Die einfachste Form, sich für eine bessere Welt einzusetzen, ist ein solidarisches Like auf Facebook. Es ist, als würde man global wählen gehen, von seinem demokratischen Recht weltweit Gebrauch machen und der gesamten Welt zu verstehen geben: »Ich gebe der globalen Organisation »Du wirst die Welt verändern« mehr Stimmen als Facebook, Christiano Ronaldo oder Coca Cola, ich spreche mich gegen das etablierte globale politische und wirtschaftliche System aus und befürworte eine neue Weltordnung.« Vor allem, wenn sich Prominente mit großer Reichweite mit einem Like und einem Post auf ihrem Facebook-Account beteiligen würden, könnte das sehr schnell an Dynamik gewinnen. Wenn unsere Facebook-Seite zwischen 100 Millionen und 207 Millionen Likes erhalten würde, im besten Fall den ersten Platz besetzt, könnte die gesamte Welt nicht mehr wegschauen und müsste sich mit dem Anliegen dieses Buches auseinandersetzen. Es würde eine globale mediale Berichterstattung zur Folge haben und die Politiker müssten ziemlich sicher weltweit zu diesem Anliegen Stellung nehmen und es würde eine langfristige globale Diskussion zur Folge haben, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr totzukriegen wäre, letztendlich globale Änderungen mit sich bringen würde und die Initialzündung für eine neue Weltordnung sein könnte.

Wesentlich: Facebook schafft die Möglichkeit, sich global zu solidarisieren, das nach außen hin für jeden sichtbar zu machen und das Thema unserer Organisation »Du wirst die Welt verändern« global in die Medien zu bringen. Nur so hat man die Chance, dieses Thema global publik zu machen und es keine einwöchige Aktion in ein paar wenigen Staaten bleibt.

Eine weitere Möglichkeit, sich für unsere Organisation einzusetzen: Indem Sie unseren Filmtrailer und den Link zu unserer Website auf Ihrem Facebook-Account oder anderen Social-Media-Portalen posten.

Und natürlich kann sich das Thema sehr schnell herumsprechen, wenn Sie es ihren Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen, Nachbarn etc. erzählen und sie dazu einladen, unsere Website »www.du-wirst-die-welt-veraendern.com« und unseren Facebook-Account zu besuchen und zu liken. Das ist die einfachste und zu Beginn effektivste Methode, um auf das Thema global aufmerksam zu machen.

Denken Sie darüber nach, egal wie sehr Sie dieses Thema bewegt oder nicht, aber nur mit einem Like haben Sie die Möglichkeit, sich an dem Gelingen einer gerechteren Welt zu beteiligen.

Bildfilter verwenden: Als z.B. in Frankreich ein Terroranschlag im Jahr 2017 verübt wurde, haben jede Menge Menschen ihr Profilbild mit der französischen Flagge mittels Filter erweitert.

Auf unserer Website finden Sie den Bildfilter »Du wirst die Welt verändern«, den Sie bei Ihrem Facebook-Bild hochladen können. Das ist ein starker Ausdruck dafür, dass man sich für eine bessere Welt solidarisiert, und wenn das eine Dynamik annehmen würde, so dass Millionen von Menschen weltweit es Ihnen gleichtun würden, würde das Thema sehr schnell in den Medien landen.

Youtube-Szene: In der Youtube-Szene gibt es jede Menge erfolgreiche Videoproduzenten, die zum Teil eine enorme Reichweite haben. Wenn hier eine Vielzahl an Menschen sich in einem Videobeitrag zu dem Thema äußern würde, könnte unsere Organisation ebenfalls sehr schnell in die breite Öffentlichkeit gelangen und es würde das Potential entstehen, dass große Medien auf das Thema aufmerksam werden.

Prominente aus allen Bereichen aus möglichst vielen Staaten für die Idee gewinnen: Am besten geeignet sind internationale Stars, die eine möglichst große globale Reichweite haben. Es müssen nicht zwingend prominente Wissenschaftler, Politiker, Wirtschaftstreibende etc. sein, sondern es sollten vor allem auch Schauspieler, Comedians, Kabarettisten, Musiker etc. sein, die sich für unsere Organisation positiv aussprechen und sich zu ihr bekennen. So hat man die Chance, viele Menschen egal welcher Bildungsschicht zu erreichen und das ganze Thema hat die Chance, in den Köpfen möglichst vieler Menschen zu landen. Ein Like von Prominenten kann dem Ganzen einen Turbo verleihen, da sie viele Follower bei Facebook haben. Ein weiterer einfacher Weg z.B. ist, wenn Prominente sich über Social Media wie z.B. Facebook, Twitter, WhatsApp etc. bekennend zu Buch, Filmdokumentation und Website äußern. So hätte dieses Buch die Chance, global Gehör zu finden, da in weiterer Folge auch Medien jeglicher Art auf das Thema ziemlich wahrscheinlich aufspringen würden. Wichtig wäre ein globaler medialer Hype, den man so ganz einfach initialisieren könnte.

5 Weltreligionen: Wenn sich die fünf Weltreligionen und deren Führungspersonen, der amtierende Papst Franziskus, der Dalai Lama bzw. Führungspersonal der jeweiligen Religion für unsere Organisation aussprechen und den Inhalt unserer Bewegung befürworten würden, das über ein Facebook-Like kundtun und dazu einen Post auf Facebook machen würden, in dem Sie inhaltlich erklären, warum sie diesen Weg befürworten und vor der Weltpresse durch ein offizielles Interview bekräftigen würden, könnte das ebenfalls weltweit in kürzester Zeit eine enorme Dynamik annehmen.

Bsp.: Das Christentum hat in etwa 2,1 Milliarden Anhänger. Wenn der Papst sich in einem offiziellen Statement für unsere Organisation aussprechen würde, würde das ebenfalls eine globale Berichterstattung zur Folge haben.

Wirtschaft – Das oberste 1 %: Wenn sich Millionäre und Milliardäre wie z.B. Bill Gates, Warren Buffet, Mark Zuckerberg etc. sich für unsere Bewegung aussprechen würden, wäre das ein klares Signal an die Weltgemeinschaft und würde die Argumentation von Gegnern zusätzlich abschwächen. Ein Like auf Facebook von solchen Persönlichkeiten wäre Gold wert, da die Profiteure des Systems sich für einen Systemwandel aussprechen würden. Wenn z.B. ein Bill Gates sich für unsere Organisation offiziell aussprechen würde, hätte das jedenfalls ein breites mediales Echo.

Optimal wäre es natürlich, wenn sich möglichst viele Milliardäre und Millionäre unserer Organisation anschließen, uns auf Facebook ein Like geben und sich offiziell für unsere Organisation aussprechen würden.

Politik: Einen hohen Wert hätte ein Like von Staatsführern und Präsidenten. Umso höher die Position des jeweiligen Politikers ist, umso besser. Natürlich würde es uns helfen, wenn sich weltweit offizielle Vertreter von Staaten aus der Politik sich für unsere Organisation und Lösungsvorschläge aussprechen würden und auch in unserem Sinne Politik machen würden.

Social-Media-Agenturen: 100 bis 208 Millionen Facebook-Likes – jeder, der sich professionell mit der Materie auseinandersetzt, weiß, wie schwierig es ist, dieses Ziel zu erreichen ist, vor allem, wenn man bei null beginnt. Wir benötigen Unterstützung und laden Social-Media-Agenturen weltweit dazu ein, uns bei unserem Unterfangen zu unterstützen.

Es ist nicht realistisch, dass unsere Organisation zwischen 100 und 208 Millionen Facebook-Likes erhält: Es ist z.B. derzeit unrealistisch, in die Vergangenheit zu reisen, andere Galaxien zu besuchen oder den Sinn unseres Daseins zu erfassen. Viele haben mich gefragt, wie man die Welt verändern könnte, wie man global den Stein ins Rollen bringen könnte, damit die Forderungen dieses Buches weltweit diskutiert und eine Chance haben, umgesetzt zu werden. Facebook bietet die Möglichkeit, mittels Likes eine klare globale Botschaft bezüglich Solidarität zu senden. Dass die Menschen ein anderes System haben wollen, vor allem eine neue Wirtschaftsordnung, ist durch eine Umfrage der Bertelsmann Stiftung bewiesen und ich denke, dass diese Studie für die gesamte Weltbevölkerung repräsentativ ist:

»Acht von zehn Bundesbürgern wünschen sich angesichts der europaweiten Krise eine neue Wirtschaftsordnung. Dies ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes TNS Emnid, die im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde und der ZEIT exklusiv vorliegt.

Zwei von drei Befragten misstrauen demnach bei der Lösung der Probleme den Selbstheilungskräften der Märkte. Der Kapitalismus sorge weder für einen »sozialen Ausgleich in der Gesellschaft« noch für den »Schutz der Umwelt« oder einen »sorgfältigen Umgang mit den Ressourcen«.

Das Volk sei demnach gar nicht so stark an kurzfristigen Zielen interessiert. »Nachhaltigkeit, Umwelt und Soziales liegt vielen Bürgern mehr am Herzen, als Politiker glauben«, sagte Aart De Geus, Leiter der Bertelsmann Stiftung.«38

Ich denke, dass die Menschen gerne eine global gerechtere Welt und neue Weltordnung haben möchten und das schon lange, aber bis heute keinen Weg gesehen haben, wie sie das zum Ausdruck bringen können. Das symbolische Bild: Nehmen wir uns alle bei den Händen und stehen wir gemeinsam auf für eine gerechtere Welt! Ein romantisches Bild, das durch einen Facebook-Like vielleicht an Romantik verliert, aber den gleichen Effekt haben würde, und zwar dauerhaft. Wenn über 200 Millionen Leute global den Facebook-Button klicken, dann ist das dauerhaft auf Facebook und im Internet zu sehen. Das wäre kein einmaliges Happening, Demonstration, Volksbegehren, Wahl eines Politikers, das wäre ein Ausdruck dafür, dass die Menschen weltweit eine gerechtere Welt und neue Weltordnung haben möchten, und keiner hätte die Macht, das einfach wegzuwischen, und es würde vor allem nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Abschließend:Unser Anliegen hat nur dann eine Chance, wenn wir global eine möglichst große Aufmerksamkeit erregen. Mittels Social Media kann sich das Thema wie ein Lauffeuer ausbreiten und in einem Minimum an Zeit an Bekanntheit gewinnen. Vor allem mittels Facebook und am besten 100 bis 208 Millionen Likes wäre unser Anliegen für eine gerechtere Welt und neue Weltordnung für immer in die Geschichtsbücher geschrieben und die wirtschaftliche und politische Elite würde man so massiv unter Zugzwang bringen.

12) Sieben wesentliche Elemente zum globalen Erfolg: Buch + Filmdokumentation + Website + Facebook + weltweite NGO + Partei in möglichst vielen Staaten + Werbung

Um tatsächlich global gehört zu werden und das hier vorgeschlagene Hebelregister global zu integrieren, bedarf es sieben wesentlicher Elemente unter dem Namen »Du wirst die Welt verändern«:

1) Buch

2) Filmdokumentation

3) Website

4) Facebook

5) Weltweite NGO »Du wirst die Welt verändern«

6) Partei »Du wirst die Welt verändern« in möglichst vielen Staaten gründen

7) Werbung

Wichtiger Hinweis: In Summe kennt man alle sieben Einzelpositionen. Aber kennen Sie eine Person, Autor, Bewegung, Organisation, Institution, die alle sieben Punkte innehat? Wesentlich ist das Zusammenspiel aller sieben Positionen, wenn man tatsächlich daran Interesse hat, eine gerechtere Welt einzufordern und dass tatsächlich eine neue Weltordnung entstehen kann.

1) Buch + 2) Film Dokumentation + 3) Website: Über diese drei Elemente kann man global eine Vielzahl an Menschen erreichen und eine erste intensive Berührung mit der Thematik auslösen. In folgenden Sprachen sollten Buch + Filmdokumentation + Website mindestens erscheinen: Englisch, Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Italienisch, Russisch und Chinesisch.

Diese drei Informationsträger werden aber nicht dafür ausreichen, damit sich langfristig das System tatsächlich ändert.

4) Facebook: Mit möglichst vielen Facebook-Likes könnte man global auf unsere Organisation und unser Anliegen aufmerksam machen. Zwischen 100 und 208 Millionen Facebook-Likes wäre das der Moment, wodurch die Organisation »Du wirst die Welt verändern« globale Aufmerksamkeit erlangen und der Stein unaufhaltsam ins Rollen kommen würde.

5) Weltweite NGO »Du wirst die Welt verändern«: Die NGO wirbt global für den Systemwechsel und vor allem für das Hebelregister. Im Weiteren könnte man die NGO als Think Tank betrachten und die hier vorgeschlagenen Ideen weiter ausbauen. Am besten orientiert man sich hier an bereits existierenden NGOs wie Amnesty International, Greenpeace, Attac, Club of Rome etc.

6) Partei »Du wirst die Welt verändern« in möglichst vielen Staaten gründen: Diese Partei sollte in allen Staaten gegründet werden, wo die notwendigen demokratischen Bedingungen gegeben sind, gewählt zu werden. Am wichtigsten sind hier zu Beginn die Industriestaaten und Schwellenländer, so dass dort möglichst flächendeckend in allen Staaten diese Partei zur Wahl gestellt wird. Nach außen hin ist es enorm wichtig, dass es einen übergeordneten Präsidenten gibt, der als globales Sprachrohr gilt und die wesentliche Koordination übernimmt, damit die Partei möglichst einheitlich hinsichtlich ihrer globalen Forderungen auftritt. Seine Aufgabe muss es auch sein, die Erfolge in den einzelnen Staaten bestmöglich nach außen zusammenfassend zu kommunizieren. Wesentlich für diese Partei sollte sein, dass sie sich von anderen Parteien soweit abhebt, dass diese feststellen, dass Parteien und Politiker in ihrem Handeln im einzelnen Staat massiv eingeschränkt sind, da sie den globalen Kapitalismus oder Kommunismus im Nacken haben und somit niemals wesentliche Handlungsschritte setzen können, die das Gemeinwohl stärken, da Staaten derzeit in den wesentlichen globalen Fragen miteinander konkurrieren und somit die Rahmenbedingungen fehlen, dass sich Staaten zu einer globalen intelligenten Gesetzgebung bewegen. Eine wesentliche Position der Partei soll sein, dass, wenn eben nur das beschriebene Hebelregister in möglichst großem Umfang global gezogen wird, dies eine wahrhafte globale systemische Veränderung herbeiführen kann, die das Gemeinwohl massiv stärkt, wobei aber die Einschränkungen für Unternehmen so gestaltet sind, dass Sie gewinnbringend wirtschaften können. Der wesentliche Vorteil der Partei wäre, dass sie zumindest am Beginn ein Alleinstellungsmerkmal hätte und jede Menge Wähler, die von der aktuellen Politik enttäuscht sind, anziehen würde. Bei Wahlerfolgen würden dann manche Parteien bestimmt die Argumentation mit ins Parteiprogramm reinnehmen und würde somit endlich in der Mitte der Gesellschaft eine nachhaltige Diskussion auslösen. Heutzutage ist das ein Nebenschauplatz, wo Menschen wie z.B. Jean Ziegler, Franz Josef Radermacher, Christian Felber etc. ein paarmal im Jahr im öffentlichen Fernsehen erscheinen oder alle heiligen Zeiten in einer bekannten Zeitung zu diesem Thema etwas publiziert wird. Ohne eine entsprechende Partei, die in möglichst vielen Staaten weltweit aktiv ist, die diesen Schwerpunkt ganz klar setzt, wird sich dieses Thema nur schwer durchsetzen, da es wichtig ist, dass der Souverän die Möglichkeit hat, unsere Forderungen demokratisch zu wählen.

Inhaltliche Positionen –> Kurzfristige und langfristige Positionen:

Im Wesentlichen sollte sich die Partei für die Umsetzung des Hebelregisters einsetzen. Wie im Buch beschrieben, kann diese Form der Politik aber nur überleben, wenn sich mindestens alle Industriestaaten und Schwellenländer möglichst zeitgleich auf diese Hebel einigen und zeitgleich umsetzen, damit kein wesentlicher langfristiger Wettbewerbsnachteil für einzelne Staaten entstehen kann.

Solange keine Hebelpolitik betrieben werden kann, sollte die Partei auch Positionen einnehmen, die eine Vorstufe für eine globale langfristige Lösung präsentieren.

Beispiel Steuerpolitik: In vielen Staaten wird propagiert, dass man die durchschnittliche Steuerquote unbedingt senken muss. Unser Vorschlag beruht darauf, dass man sich global auf eine durchschnittliche verbindliche Steuerquote zwischen 43 und 47 % einigen soll. Solange das global nicht beschlossen wird, sollte es die Position der Partei sein, dass die Steuerquote bei mindestens 43 % liegt.

Beispiel Flüchtlinge: Unsere Position ist eine globale Quote, damit auf alle Staaten dieser Welt die Flüchtlinge weltweit fair aufgeteilt werden. Solange es hier keine globale einheitliche Regelung gibt, sollte meines Erachtens ein gesunder Kompromiss eingegangen werden. Die wesentliche Frage, die sich jeder Staat stellen sollte, lautet: Wie viele Flüchtlinge möchten wir maximal aufnehmen, welche Kapazitäten haben wir im eigenen Land? Sobald diese Zahl festgelegt wurde, sollte man die Flüchtlinge wie bereits vorhin beschrieben bestmöglich integrieren, da man nur so langfristig Folgeproblemen aus dem Weg geht. Der Kompromiss ist somit klar, man definiert pro Jahr eine Obergrenze, solange es keine globale Quote gibt. Dafür werden die Flüchtlinge, die dann kommen, bestmöglich integriert und es wird entsprechend Geld in die Hand genommen.

Für jede große Frage zwei Antworten: Wichtig ist, dass die Partei immer zwei Antworten zu jedem Thema parat hat, um nicht abgehoben zu wirken. Sonst wird einem immer vorgeworfen, dass diese großen Lösungen nicht kommen werden und die Partei überflüssig ist. Daher ist es immer wichtig, eine in der momentanen Situation gängige Lösung parat zu haben, aber dass man auch eine optimale globale Lösung kommuniziert, wie im Heberegister beschrieben. Wesentlich ist, dass man eine Vision für die Zukunft verkörpert!

Gründung der Partei: Am besten geeignet als Präsident wäre ein Spitzenpolitiker, der, wenn möglich, auch international bekannt ist, der sich vor allem mit dieser Ideologie voll und ganz identifizieren kann und bei dem es auch glaubhaft ist, dass er dieser Partei angehört. Dieser Politiker sollte dann Persönlichkeiten finden, die mit ihm diese Partei mit Leben füllen wollen. Wesentlich ist, dass man in möglichst vielen Staaten weitere Politiker findet.

Zielsetzung: Es wäre ein riesen Erfolg, wenn diese Partei bei der Wahl im jeweiligen Staat antritt, 5 bis 10 % der Wähler bei der ersten Wahl gewinnen und tatsächlich ins Parlament einziehen würde. Bedenkt man, dass man heutzutage als Großpartei gilt, sobald man 30 % der Stimmen erhält, und wenn man sich überlegt, wie viele Nichtwähler es gibt und Bürger, die nicht mehr die etablierten Parteien wählen möchten, darf man daran glauben, dass es nicht unmöglich ist, mit einer wahrhaftigen alternativen Politik tatsächlich gewählt zu werden und die Chance hat Wahlen zu gewinnen. In je mehr Staaten die Parteigründung erfolgt, umso besser. Zu Beginn ist es vor allem wichtig, dass in möglichst vielen Industriestaaten und Schwellenländern die Partei etabliert wird, da dort die globale Macht beheimatet ist.

Dadurch hätten die Organisation und das Hebelregister erneut eine enorme Medienpräsenz und würden im jeweiligen Staat eine Vielzahl an Menschen erreichen. Wichtig ist, dass man versteht, dass »Du wirst die Welt verändern« dann im jeweiligen Staat für den Souverän demokratisch zur Wahl steht und man eine authentische Stimme gegen das neoliberale kapitalistische System bei der Wahlurne zur Auswahl hat und sich wahrhaftig demokratisch gegen das bestehende globale System aussprechen kann. Nur so kann auch langfristig ein geordneter und demokratischer Systemwechsel erfolgen, wenn sich die Menschen dazu im freien demokratischen Prozess mit ihrer Stimme entschließen können.

Wer wirklich konkret werden will: Bevor man mit unserem Branding und dem genauen Wortlaut die Parteigründung vollziehen kann, würden wir darum bitten, uns zu kontaktieren, damit man das im Detail besprechen kann. Bevor wir die Rechte aus der Hand geben für den jeweiligen Staat, möchten wir den Hauptverantwortlichen kennenlernen. Wie bereits geschrieben, wäre uns als Leitfigur am liebsten ein Politikprofi mit entsprechender langjähriger praktischer Erfahrung, der sich wahrlich mit unserer Organisation identifizieren kann.

Abschließend – NGO und / oder Partei: Der Vorteil einer NGO ist, dass man sie ohne Problem von Beginn an global starten kann und so jeder die Möglichkeit hat, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Der wesentliche Nachteil ist, dass NGOs nur schwer langfristig in den Mainstream-Medien stattfinden und auch nicht Teil des demokratischen Prozesses im Parlament sind.

Deshalb sind möglichst viele Parteigründungen in möglichst vielen Staaten zwingend notwendig, damit das Anliegen dieses Buches in der Mitte der Gesellschaft als Information ankommt und möglichst langfristig ein Teil der real politischen Diskussion bleibt.

7) Werbung: Man sollte sich hier an Konzernen orientieren, um eine möglichst zielführende Werbung zu entwerfen, die eine möglichst breite Masse anspricht. Wesentlich ist, dass man die Kernbotschaft möglichst einfach verpackt und möglichst viele Menschen mit den Themen an der Oberfläche berührt und sie so zu der NGO und / oder Partei im jeweiligen Land führt, mit der weiterführenden Option in die Tiefe zu gehen.

Wir stehen ganz am Anfang: Dieses Buch ist aus heutiger Sicht eine theoretische Abhandlung. Wenn wir all diese sieben Punkte auf hohem Niveau umsetzen möchten, benötigen wir langfristig großzügige Sponsoren, die an den beschriebenen Weg glauben und in diese Idee investieren. Wie man diese Idee global umsetzt, ist hier bereits sehr deutlich skizziert, für die internationale Umsetzung benötigen wir aber jede Menge Geld. Und wir benötigen natürlich jede Menge talentierter Menschen aus den verschiedensten Bereichen, z.B. Wissenschaftler, Politiker, Philosophen, Marketingstrategen, Webdesigner, Übersetzungsteams, Werber für die Organisation etc., die uns beim Aufbau dieser Organisation helfen. Möchte man dieses Projekt möglichst effizient umsetzen und das Problem Geld ausklammern, würde man lediglich einen einzigen Millionär oder Milliardär benötigen, der an diese Idee wirklich glaubt und uns mit einem entsprechenden Jahresbudget jährlich ausstattet.

Quellenangabe:

1 https://www.menschenrechtserklaerung.de/ – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte / Artikel 1

1a https://www.hintergrund.de/politik/welt/das-taegliche-massaker-des-hungers/

2 https://www.unric.org/html/german/mdg/MP_PovertyFacts.pdf

3 http://www.spiegel.de/panorama/unicef-studie-alle-fuenf-sekunden-stirbt-weltweit-ein-kind-a-922000.html

4 http://www.vol.at/2007/01/GlobalMarshallPlan.pdf

5 http://dioezesefiles.x4content.com/page-downloads/unterrichtsbehelf2011_2.pdf

6 https://www.welt.de/gesundheit/article173757413/Unicef-2-6-Millionen-Babys-sterben-im-ersten-Lebensmonat.html

7 https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20140501_OTS0010/world-vision-gesunde-kinder-weltweit-kindergesundheit-allgemein

8 https://www.mz-web.de/politik/welternaehrungstag-jede-sekunde-stirbt-ein-mensch-an-folgen-der-unterernaehrung-8807834

9 https://netzfrauen.org/2016/01/30/welt-ohne-wasser/

10 https://unicef.at/news/einzelansicht/21-milliarden-menschen-haben-keinen-zugang-zu-sauberem-trinkwasser/

11 https://www.swissinfo.ch/ger/gesellschaft/schweizer-unternehmen-verwandelt-luft-in-trinkwasser/41653024

12 http://www.waterisright.org/fakten-zur-globalen-wasserversorgung/

13 http://www.suedwind-magazin.at/obdachlosigkeit-zahlen-und-fakten

14 https://www.aponet.de/aktuelles/forschung/20170915-hepatitis-toedlicher-als-hiv-malaria-tuberkulose.html

15 https://www.unric.org/html/german/mdg/MP_PovertyFacts.pdf

16 https://www.oxfam.de/presse/pressemitteilungen/2018-01-22-82-prozent-weltweiten-vermoegenswachstums-geht-ans-reichste

17 https://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5357944/Oxfam_Alle-zwei-Tage-ein-neuer-Milliardaer-weltweit

18 https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/wef-2017/Acht-Maenner-besitzen-mehr-als-die-halbe-Weltbevoelkerung/story/11132451

19 http://www.ilo.org/berlin/presseinformationen/WCMS_575502/lang–de/index.htm

20 https://www.misereor.de/fileadmin/publikationen/publikation-schuldenreport-2018.pdf

21 http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/konfliktbarometer-2017-zahl-der-kriege-weltweit-gestiegen-15471806.html

22 http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-04/sipri-ruestungsausgaben-2016-anstieg

23 http://www.unesco.de/presse/daten-und-fakten/bildung.html

24 https://www.unesco.de/bildung/2017/750-millionen-analphabeten-weltweit.html

25 https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/zahlen-fakten.html

26 https://www.giga-hamburg.de/de/publication/autorit%C3%A4re-regime-%E2%80%93-keine-weltweit-aussterbende-gattung-sondern-eine-wachsende

27 http://www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/globalisierung/62480/bildergalerie-globalisierung-oekologische-probleme?show=image&i=52738

28 https://www.n-tv.de/wissen/Weltbevoelkerung-steigt-bald-auf-9-8-Milliarden-article19901622.html

29 https://www.bmvit.gv.at/ministerium/agenda2030/index.html

29a https://www.mopo.de/korrekt-leben-100-tipps–wie-sie-die-welt-verbessern-20096992

30 ZIEGLER (2015).

31 HESSEL (2011).

32 75 ABIOLO / STOECK (2005), 166.

33 ABIOLO / STOECK (2005), 25 – 26.

34 KISSINGER (2016), 420 – 424.

35 http://files.globalmarshallplan.org/nitra.pdf

36 https://allfacebook.de/toll/state-of-facebook

37 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/161957/umfrage/internationale-marken-bei-facebook-nach-anzahl-der-fans/

38 https://www.zeit.de/wirtschaft/2012-08/umfrage-deutschland-wirtschaftsordnung